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«Perverses Marketing»

Werber Hermann Strittmatter rechnet nach dem tödlichen Unfall von Oerlikon mit Red Bull ab. Der «SonntagsBlick» berichtet zudem von einem weiteren Todesopfer bei einer PR-Aktion.

«Verantwortungslos»: Der verstorbene Basejumper Ueli Gegenschatz bei einem Sprung 2006 in Basel.

«Verantwortungslos»: Der verstorbene Basejumper Ueli Gegenschatz bei einem Sprung 2006 in Basel. (Bild: Keystone)

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Seit Jahren setzt Red Bull auf Werbung mit hohem Adrenalin¬gehalt. Der Energy-Drink-Riese fördert extreme – und extrem gefährliche – Sportarten. Für solchen Leichtsinn hat der Werber Hermann Strittmatter, Gründer der Agentur GGK Zürich, laut «SonntagsBlick» null Verständnis: «Der Unfall ist eine Folge der Perversionen des Event-Marketings», sagt er. Dieses Mal sei Red Bull zu weit gegangen. «Leute, die solche Events veranstalten, haben wohl eine Neigung zu einem asozialen Charakter. Kein Wunder, dass sie so verantwortungslos handeln», sagt Strittmatter.

Gegenschatz ist schon der zweite Extremsportler, der bei Red Bull unter Vertrag stand und dieses Jahr auf Schweizer Boden ums Leben kam. Am 28. August, um 11.30 Uhr, sprang der 36-jährige Amerikaner Eli Thompson laut «SonntagsBlick» im Basejumper-Mekka Lauterbrunnen BE aus einem Helikopter. Er sollte mit einem «Wingsuit» (Flügelanzug) an einer Felsscharte vorbeifliegen – und krachte in eine Felswand. Red Bull sei auf Tauchstation gegangen. Geschäftsführer Schweiz Daniel Kallay wollte laut «SoBli» dazu nichts sagen.

Erstellt: 15.11.2009, 09:02 Uhr

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