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Polizisten erschiessen Achtklässler
Aktualisiert am 05.01.2012 33 Kommentare
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Polizisten haben in einer Schule im US-Staat Texas einen mit einer Luftpistole bewaffneten Achtklässler erschossen. Die Pistole des 15-Jährigen habe wie eine gefährliche Schusswaffe ausgesehen, sagte die Polizei am Mittwoch (Ortszeit) nach dem tödlichen Zwischenfall. Der Jugendliche weigerte sich demnach, seine Waffe niederzulegen, bevor die Beamten das Feuer eröffneten. Die Eltern des Schülers warfen den Polizisten übermässigen Einsatz von Gewalt vor. Die Beamten gaben nach Polizeiangaben drei Schüsse ab, von denen mindestens zwei den Schüler trafen.
«Warum wurde bei einem Minderjährigen so viel übermässige Gewalt eingesetzt?», fragte der Vater des getöteten Schülers, Jaime G., am Mittwoch. «Drei Schüsse. Warum nicht einer, der ihn zu Fall bringen würde?» Die Mutter des Jugendlichen sprach von einer Ungerechtigkeit. Woher ihr Sohn die Waffe hatte und warum er sie in die Schule gebracht habe, wisse er nicht, sagte G. «Wir würden ihm nicht so ein Geschenk geben.»
Waffe nicht gesenkt
Die tödlichen Schüsse ereigneten sich am Mittwoch in einer Schule in der texanischen Stadt Brownsville nahe der Grenze zu Mexiko. Neben dem Toten gab es keine Verletzten. Polizeichef Orlando Rodriguez sagte, der Teenager habe die Waffe auf Beamte gerichtet und «hatte jede Menge Gelegenheiten, die Waffe zu senken und auf die Anweisungen der Polizisten zu hören, und er wollte es nicht». Seine Beamten hätten jedes Recht gehabt, das zu tun, was sie getan hätten, um sich und andere Schüler zu schützen, sagte Rodriguez. Zum Zeitpunkt des Zwischenfalls in einem Korridor der Schule waren nur wenige weitere Schüler anwesend.
Kurz vor der Konfrontation mit der Polizei soll der 15-Jährige in ein Klassenzimmer gelaufen sein und einem Jungen ohne ersichtlichen Grund auf die Nase geschlagen haben. Es sei unklar, warum der Teenager die Waffe gezückt habe, aber «wir finden, es sieht so aus, als ob das ein Weg war, um auf sich aufmerksam zu machen», sagte Polizeichef Rodriguez.
Ein «sehr positiver junger Mann»
Nachdem die Polizei wegen eines bewaffneten Schülers alarmiert worden war, dauerte es nach Angaben von Polizisten und Schülern rund 20 Minuten, bis die Schüsse abgeben wurden. Lehrer schlossen die Türen von Klassenzimmern ab und machten das Licht aus. Einige ängstliche Schüler kletterten unter ihre Schreibtische.
Hausmeister Carl Montoya sagte, der getötete Schüler sei ein «sehr positiver junger Mann» gewesen. Er habe Musik gemacht und sei mit jedem zurecht gekommen. Doch am Mittwoch sei «irgendetwas Bedauernswertes passiert», wodurch es zu diesem bestimmten Verhalten gekommen sei. (kpn/dapd)
Erstellt: 05.01.2012, 14:09 Uhr
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33 Kommentare
Wo? In Texas. Aha alles klar.
Einen Buben mit einer Soft-Air Gun zu erschiessen!! Gaht's no? Zum Glück bin ich nicht der Vater des Knaben.
Man hätte dem Knaben auch in die Beinen schiessen können um Ihn von seinen Absichten zu bringen. Und bekanntlich ensteht aus Gewalt, Gegengewalt. Wie gesagt, zum Glück bin ich nicht der Vater des Kindes.
Antworten
Die Schweizer Polizei wird oft für ihr Vorgehen kritisiert, beispielsweise als in Basel einer Steine vom Dach warf, oder auch bei der Sache mit Peter Kneubühler. Dann wird immer wieder das Vorbild USA ins Spiel gebracht. Ich bin mir sicher, dass *unsere* Polizisten diesen Jungen nicht erschossen hätten. Insofern sind unsere Polizisten eher Vorbilder für andere. Antworten
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