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Prügelnde Schüler: «Sie zeigen keine Reue»
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«Erschütternd ist bei den Vernehmungen, dass sie sehr wenig Reue zeigen», sagte Harald Pickert, Kriminaldirektor der Polizei München der Sendung «10 vor 10» des Schweizer Fernsehens. Solche Taten schienen für die Schüler normal zu sein. «Ihnen ist im Prinzip auch egal, ob sogar jemand sterben könnte.» Die Jugendlichen seien auch bereits in Zürich wegen ähnlicher Taten aufgefallen. Worauf sich diese Aussage bezieht, ist bisher unklar.
Der Münchner Staatsanwalt Laurent Lafleur hatte bereits früher am Abend von einer «Art Amoklauf», der zum Glück nicht mit Waffen ausgeführt worden sei. Einer der Schüler hätte bei den Befragungen angegeben, sie hätten einen «Kick» gesucht. Insgesamt attackierten die Jugendlichen drei Menschen.
Schule zeigt sich betroffen
Max Heberlein, Schulpräsident von Küsnacht, zeigte sich gegenüber der Sendung erschüttert. «Die Fragestellung ist klar: Haben wir von der Schule aus alles getan, damit solche Aggressionen unterbleiben?»
Auch die Zürcher Bildungsdirektorin Regine Aeppli (SP) zeigt sich betroffen. Geklärt werden müsse, welche Abmachungen die Verantwortlichen mit den Schülern betreffend des Verhaltens in der frei verfügbaren Zeit in München getroffen hätten. Die Vorkommnisse zeigten, dass das Thema Gewaltprävention an den Schulen sehr wichtig sei, sagte Aeppli auf Anfrage der SDA. «Alles können wir jedoch auch damit nicht verhindern.»
Die drei 16-jährigen Schüler hatten gemeinsam mit zwei Mitschülern in der Nacht vom Dienstag einen 46-jährigen Geschäftsmann in der Münchner Innenstadt brutal zusammengeschlagen. Der Mann liegt schwer verletzt im Spital. Es ist möglich, dass er wegen der Attacke erblindet. Die mutmasslichen Täter besuchen die Weiterbildungs- und Berufswahlschule Küsnacht WBK. Sie waren auf einem Schulausflug in München. (oku)
Erstellt: 08.07.2009, 09:23 Uhr
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