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Rauhe See treibt Costa Concordia dem Abgrund entgegen
Schnee in Italien: Auch Unglücksschiff vor Giglio betroffen. (Video: Reuters)
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Die Vorbereitungen für das Abpumpen des Öls aus dem havarierten Kreuzfahrtschiff Costa Concordia sind gestern erneut unterbrochen worden. Grund waren das kalte Winterwetter und Schneefälle auf der italienischen Insel Giglio, vor der das Schiff am 13. Januar auf einen Felsen aufgelaufen war.
Ausserdem hätten die Instrumente eine erhöhte und schnellere Bewegung des Schiffes vor der Insel Giglio aufgezeichnet, die sich seitdem aber wieder verlangsamt habe, teilten die italienischen Behörden mit. Bewegt sich die Costa Concordia weiter, könnte sie tiefer absinken, was ein Abpumpen des Schweröls aus den Tankes erschweren würde.
Rauhe See
Die Arbeiten waren am Donnerstag einige Stunden lang wieder aufgenommen worden. Danach mussten jedoch die Tank-Barken, die den Treibstoff aufnehmen sollen, wegen der rauen See wieder zurück in den Hafen. Ursprünglich wollten die Facharbeiter der niederländischen Gesellschaft Smit Salvage am kommenden Montag mit dem Abpumpen des Öls beginnen.
Wegen des Schneefalls waren am Freitag auf Giglio auch die Schulen geschlossen. Wegen des starken Windes und Wellen mit einer Höhe von über zwei Metern wurde zudem die Fährverbindung zwischen der Insel und der toskanischen Ortschaft Porto Santo Stefano unterbrochen, wie italienische Medien berichteten.
Besatzung erhält neue Aufgaben
Gute Nachrichten gab es für das Personal der Costa Concordia. Die 1000 Besatzungsmitglieder sollen demnächst wieder auf anderen Schiffen der Kreuzfahrtgesellschaft Costa Crociere den Dienst antreten. Die Zahlung ihrer Gehälter wurde ihnen bis Ende ihrer Verträge garantiert, teilte Costa Crociere mit. Die Verträge haben zumeist eine Laufzeit zwischen fünf und acht Monaten.
Die internationalen Vorschriften sehen vor, dass im Fall eines Schiffbruchs dem Personal nur zwei Monatsgehälter gezahlt werden müssen. Die Gewerkschaften begrüssten den Beschluss der Kreuzfahrtgesellschaft.
Noch 15 Vermisste
Die Suchaktion im Inneren des Schiffs wurde aus Sorge um die Sicherheit der Taucher bereits vergangene Woche beendet. Bisher wurden 17 Tote aus dem Schiff geborgen, 15 Menschen werden noch vermisst. An Bord des verunglückten Schiffes befanden sich 4200 Menschen. (rub/sda)
Erstellt: 11.02.2012, 17:24 Uhr
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