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Reifen von Swiss-Maschine platzen vor Start

Ein A340 der Swiss wollte gerade auf dem Flughafen in Hongkong starten, als es auf dem Rollweg zu einem aussergewöhnlichen Zwischenfall kam.

Der Unfall gibt Rätsel auf: A340 der Swiss mit dem beschädigten Triebwerk.

Der Unfall gibt Rätsel auf: A340 der Swiss mit dem beschädigten Triebwerk.

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Was vor einer Woche mit einem Swiss-Flugzeug auf dem Hongkonger Flughafen Chek Lap Kok passierte, gibt Rätsel auf. Ein Airbus 340 der Schweizer Fluggesellschaft musste den Start abbrechen, nachdem drei Reifen des Flugzeugs platzten und das Fahrwerk und ein Triebwerk beschädigt wurden. Der Zwischenfall passierte auf dem Rollweg vor dem Start. An Bord der Airbus-Maschine, die nach Zürich fliegen sollte, befanden sich 243 Passagiere und Crewmitglieder, wie die Zeitung «South China Morning Post» berichtet.

Dieser Zwischenfall sei «sehr seltsam», sagte Swiss-Sprecher Jean-Claude Donzel auf Anfrage Tagesanzeiger.ch/Newsnet. Für die Swiss sei es der erste Zwischenfall dieser Art. Ähnliches könne bei harten Landungen nach einem turbulenten Anflug passieren, nicht aber bei der Fahrt auf dem Rollweg vor dem Start. Für die Passagiere bestand zu keinem Zeitpunkt Gefahr, wie Donzel erklärt.

Laut Medienbericht soll der Airbus 340 mit einer Geschwindigkeit von lediglich 50 Kilometern in der Stunde unterwegs gewesen sein. Fragen wirft auch die Tatsache auf, dass es sich beim beschädigten Triebwerk nicht um jenes oberhalb der zerstörten Reifen handelt.

Gegenstand auf dem Rollfeld?

Die Zeitung «South China Morning Post» zitiert einen erfahrenen Airbus-Piloten, der in Hongkong stationiert ist. Auch er spricht von einem «extrem ungewöhnlichen Zwischenfall». Er könne sich nur vorstellen, dass ein Gegenstand auf dem Rollweg zum Platzen der Reifen geführt habe. Die Passagiere an Bord des A340 dürften aber nicht viel mitbekommen haben, vermutet der Airbus-Pilot.

Experten von Airbus und Swiss untersuchen seit einigen Tagen, ob es Probleme mit dem Fahrwerk des Flugzeugs gab oder ob auf dem Rollweg ein Gegenstand lag, der den Unfall verursachte. Gemäss dem Zeitungsbericht entdeckten die Ermittler einen 16 Meter langen Krater auf dem Rollweg - als Folge der Fahrt der Swiss-Maschine mit den beschädigten Rädern. Auch eine Woche nach dem Zwischenfall kann über die Ursache nur spekuliert werden.

Laut Swiss-Sprecher Jean-Claude Donzel werden zurzeit die Schäden beim Airbus behoben. Das Flugzeug kann frühestens am Samstag in die Schweiz zurückfliegen.

(vin)

Erstellt: 08.04.2010, 15:00 Uhr

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