Panorama

Riverrafting-Unfall: Opfer im Spital gestorben

Aktualisiert am 18.07.2009

Eine der beiden Frauen, die beim Riverrafting-Unfall am Freitag in der Lütschine im Berner Oberland schwere Verletzungen erlitten hatten, ist verstorben. Die zweite Frau schwebt offenbar in Lebensgefahr.

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Die Unglücksstelle.
Bild: Bruno Petronii,BO

   

Die Identität der Toten stehe noch nicht zweifelsfrei fest, teilten das zuständige Untersuchungsrichteramt und die Kantonspolizei Bern am Samstag mit. Bei der zweiten Frau, die schwer verletzt im Spital liegt, handle es sich um eine 28-jährige Amerikanerin. Sie befindet sich laut der Polizei in einem «besorgniserregenden» Zustand.

Das Riverrafting-Boot war am Freitagnachmittag in der Lütschine bei Wilderswil BE gekentert. Acht Menschen fielen ins Wasser, sechs konnten sich selbständig ans Ufer retten.

Ermittlungen im Gange

Die beiden Touristinnen, die dazu nicht in der Lage gewesen waren, wurden von Guides aus nachfolgenden Booten gerettet und mussten reanimiert werden. Sie wurden anschliessend per Ambulanz respektive Helikopter ins Spital gebracht, wo eine von ihnen verstarb.

Der Unfall ereignete sich gegen 14.45 Uhr auf der Höhe des Dangelstutzes. Mehrere Boote fuhren hintereinander den Fluss hinunter. Warum das eine Boot kenterte, ist derzeit nicht bekannt. Die Polizei hat entsprechende Ermittlungen aufgenommen.

Obergrenze nicht erreicht

Die Wettersituation und der Wasserstand der Lütschine seien zum Zeitpunkt des Unfalls nicht problematisch gewesen, sagte Hans Allemann, Präsident des Branchenverbands der Outdoor-Anbieter, der Swiss Outdoor Association, auf Anfrage. Der Fluss habe zwar nicht wenig Wasser geführt, aber fürs Rafting sei die Menge gut.

Laut eines Diagramms des Amts für Wasser und Abfall des Kantons Bern waren es zwischen 48 und 50 Kubikmeter/Sekunde. Die von der Branche festgelegte Obergrenze für die Lütschine liege bei 65 Kubikmetern/Sekunde.

Der letzte grössere Bootsunfall im Berner Oberland ereignete sich im vergangenen Sommer auf der Kander, als Schweizer Armeeangehörige mit Schlauchbooten kenterten. Vier Soldaten starben, einer blieb vermisst. (rue/sda / ap)

Erstellt: 18.07.2009, 14:08 Uhr

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