Roche verzichtet auf Büroturm in Basel

Das Prestige-Projekt «Roche-Turm» der Basler Star-Architekten Herzog & de Meuron wird nicht gebaut. Die Roche entwickelt ein Alternativprojekt, welches 2014 vollzugsbereit sein soll.

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Roche hat entschieden, auf die Realisierung des Bürohochhauses in der ursprünglich vorgesehenen Form als Turm zu verzichten. Der Pharma-Multi macht dafür vor allem technische Gründen geltend.

Im Verlauf der Projektierungsphase habe sich gezeigt, dass der Bau trotz hoher Investitionen wesentliche funktionale Bedürfnisse von Roche nicht erfüllen könne. Zudem wäre das Unterhalts- und Betriebskonzept der geplanten Gebäudekonstruktion sehr aufwendig geworden. „Dieser Entscheid ist uns nicht leicht gefallen“, sagte Franz B. Humer, Verwaltungsratspräsident der Roche-Gruppe. Humer lässt aber auch durchblicken, dass der Prunk-Bau aus der Schmiede der Basler Star-Architekten Herzog und De Meuron dem Unternehmen teuer zu stehen gekommen wäre: „Jedes unserer Vorhaben muss aber letztlich auch einer umfassenden betriebswirtschaftlichen Analyse standhalten.“

Alternativprojekt geplant

Roche will nun ein Alternativprojekt vorbereiten. Das Unternehmen halte daran fest, in Basel die über 1700 Arbeitsplätze ausserhalb des Areals am Hauptsitz zusammenzuführen. Ziel bleibe auch, das architektonische Erbe in Basel fortzuführen; auf dem Areal stehen etliche Bauten renommierter Architekten. Matthias Baltisberger, Leiter des Standorts Basel der Roche, sagte gegenüber baz.online, dass er davon ausgehe, dass auch das Folgeprojekt ein Bau von Herzog & De meuron sein werden.

Verzögerungen im Zeitplan

Ursprünglich sollte das neue Rochegebäude 2012 fertiggestellt sein. Diese Pläne hätte sich aber als unrelistisch erwiesen, sagte Baltisberger gegenüber baz.online. Ein Bezug wäre erst 2014 möglich gewesen. Er gehe heute davon aus, dass Folgeprojekt bis 2014 ebenfalls bezugsbereit sein werde.

Der Entscheid den Herzog & De Meuron Turm nicht zu bauen, ist bei Roche schon vor einiger Zeit gefallen und wurde baz.online am Wochenende gerüchteweise zugetragen. Noch am Sonntag wollte Roche den Entschied gegenüber baz.online nicht bestätigen, hat sich aber auf Grund der baz.online-Recherchen jetzt entschieden, an die Öffentlichkeit zu gehen.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 24.11.2008, 17:29 Uhr

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