Panorama

Schluss mit Gratis-Plastiksäcken

Aktualisiert am 05.02.2009

An den Kassen der Migros-Filialen in Genf gibt es seit Montag keine Gratis-Plastiksäcke mehr.

Der Grossverteiler möchte seine Kunden dazu ermutigen, wiederverwertbare Einkaufstüten zu verwenden. Rund 500'000 Franken pro Jahr könnten durch diese Massnahme eingespart werden, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag. Bei den Kunden sei die Massnahme gut angekommen. Weiterhin angeboten werden die transparenten Plastiksäcke für Früchte und Gemüse sowie die Plastiktaschen, für die bezahlt werden muss.

Genf geht vor

Migros Genf ist die erste Filiale des Grossverteilers, die zu dieser Massnahme greift. «Genf lag mit einem Konsum von 35 Millionen Tüten pro Jahr an der Spitze», erklärte Migros-Sprecherin Isabelle Vidon auf Anfrage.

Dies ist auf die Nähe zu Frankreich zurückzuführen, wo das Benutzen von Gratis-Plastiksäcken beim Einkauf stärker verbreitet ist als in der Schweiz. Die französische Nationalversammlung hat allerdings beschlossen, ab 2010 alle nicht kompostierbaren Plastiksäcke und -Verpackungen zu verbieten. Ende Januar hatte sich auch das jurassische Parlament für ein Verbot von Einkaufstüten aus Polyethylen ausgesprochen. (cpm/sda)

Erstellt: 05.02.2009, 19:04 Uhr

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