Selbstmord eines Polizisten bei Castor-Transport

Der Castor-Atommülltransport quer durch Deutschland wird von einem tragischen Zwischenfall überschattet. Ein Beamter hat sich in einer Polizeiunterkunft mit seiner Dienstwaffe das Leben genommen.

Stehen unter enormem Druck: Polizisten begleiten den Castor-Transport.

Stehen unter enormem Druck: Polizisten begleiten den Castor-Transport. Bild: Keystone

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Am Rande des Castor-Strecke hat sich am Samstag ein Bundespolizist bei Dannenberg mit seiner Dienstwaffe das Leben genommen. Polizeisprecher Christian Poppendieck sagte auf dapd-Anfrage, es gebe keinen Bezug zum aktuellen Castor-Einsatz.

Der Selbstmord habe in einer Polizeiunterkunft stattgefunden, und der Beamte habe einen Abschiedsbrief hinterlassen, der den Angehörigen übergeben werde. Die Bundespolizei sei «traurig und betroffen». Spekulationen über einen privaten Hintergrund wollte Poppendieck nicht bestätigen.

Auch Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) bedauerte den Selbstmord: «Ich bin bestürzt über den Freitod eines Bundespolizisten. Den Angehörigen spreche ich mein tiefes Mitgefühl aus.» (pbe/dapd)

Erstellt: 06.11.2010, 19:10 Uhr

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