Panorama
Sieben Verletzte beim Hotelbrand in Peking
Ersten Ermittlungen zufolge wurde der Brand durch Feuerwerkskörper zum Ende der Neujahrsfeiern ausgelöst, wie chinesische Staatsmedien berichteten. Die Flammen im noch nicht bezogenen, 160 Meter hohen Mandarin Oriental Hotel, hatten zuvor haushoch gelodert. Sechs Feuerwehrleute und ein Mitarbeiter des nahen Fernsehsenders wurden verletzt.
Immer wieder brachen grosse Betonstücke aus dem Gebäude heraus und stürzten auf die Erde. Es entwickelte sich extreme Hitze. Nach Angaben von Augenzeugen schien der CCTV-Bau selbst durch den Brand nicht in Gefahr zu sein.
Prestigequartier in Peking
Das Hotel ist Bestandteil des neuen Quartiers um das spektakuläre Gebäude des chinesischen Staatsfernsehens CCTV herum und sollte noch in diesem Jahr eröffnet werden. Das 200-Zimmer-Luxushotel war bereits während der Olympischen Spiele vorübergehend genutzt worden. Im Gebäude sind auch einige Studios des Staatsfernsehens untergebracht.
Es liegt wenige hundert Meter von der über 230 Meter hohen Fernsehzentrale entfernt, die vom niederländischen Star-Architekten Rem Koolhaas und seinem deutschen Kollegen Ole Scheeren geplant wurde.
Feier ging weiter
Tausende Schaulustige drängelten sich auf den Strassen im Osten Pekings, um Fotos vom Brand zu schiessen. Die Polizei sperrte die Region um das Hotel ab. Dutzende Feuerwehrfahrzeuge waren im Einsatz, um die Flammen zu bändigen.
Während das Feuer loderte gingen andernorts weiter Feuerwerkskörper hoch. In diesem Jahr haben die 17 Millionen Pekinger zum Neujahrsfest wieder ein Rekordfeuerwerk gezündet.
Es ist erst das dritte Jahr, in dem die Pekinger wieder knallen dürfen, nachdem Feuerwerk von 1993 bis 2006 untersagt worden war. Das Verbot war mit Bränden und Toten durch Feuerwerkskörper begründet worden, doch war es in der Bevölkerung höchst unpopulär. (oku/sda)
Erstellt: 09.02.2009, 23:07 Uhr
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