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Spektakuläre Landung der Solar Impulse – Jubel und Tränen in Payerne

Von Pia Wertheimer/Roman Weber. Aktualisiert am 07.04.2010

Mit seinem Solarflugzeug schreibt Bertrand Piccard Geschichte. Tagesanzeiger.ch/Newsnet berichtete live vom Jungfernflug in Payerne. Jetzt gehts an noch grössere Herausforderungen.

1/22 Bertrand Piccard und Claude Nicolier nehmen Stellung. (Video Roman Weber und Pia Wertheimer)

   

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Solar Impulse

Mit dem Testflug wird überprüft, ob das Verhalten des Flugzeugs den Berechnungen und Simulationen entspricht. Denn die Flugleistung der «Solar Impulse» ist bis anhin noch fast komplett unerforscht.

Im Jahr 2012 wollen Piccard und André Borschberg mit dem Flugzeug einmal die Erde umrunden. Im vergangenen Dezember flog die «Solar Impulse» testweise einen Meter über dem Boden etwa 350 Meter weit.

Das erste Solarflugzeug der Welt hat eine Spannweite von 63,4 Metern und wiegt dank dem Karbonfasergerüst lediglich 1600 Kilogramm. Auf der Oberfläche der Flügel sind 12'000 Silizium-Zellen eingelassen, die genügend Energie produzieren sollen, um die «Solar Impulse» eine ganze Nacht lang in der Luft zu halten.

Zusammenfassung:

Bertrand Piccards Solarflugzeug Solar Impulse hat seinen ersten Testflug in Payerne VD absolviert. Das Flugzeug hob um 10.30 Uhr ab und landete knapp zwei Stunden später wieder - ohne Zwischenfälle.

Viele Schaulustige und Journalisten hatten sich beim Militärflugplatz in Payerne versammelt, um dem Jungfernflug des Solarflugzeugs beizuwohnen. Die «Solar Impulse» war schnell aufgestiegen und kreiste dann um den Flugplatz. Ihm laufe ein kalter Schauer über den Rücken, beschrieb Piccard seine Gefühle.

Der Testflug sollte zeigen, ob das Verhalten des Flugzeugs den Berechnungen und Simulationen entspricht. Denn die Flugleistung der Solar Impulse ist bis anhin noch völlig unerforscht. Das Solarflugzeug sei etwa sehr empfindlich gegen Wind und Turbulenzen, erklärte Piccard, der selber nicht geflogen ist.

Nach dem Flug gab sich das Solar-Impulse-Team zufrieden mit dem Verhalten des Solarflugzeugs in der Luft. Mit dem Testflug ist Piccards seinem Ziel, der 2012 geplanten Weltumrundung, nun einen wichtigen Schritt näher gekommen.

Das erste Solarflugzeug der Welt hat eine Spannweite von 63,4 Metern und wiegt dank dem Karbonfasergerüst lediglich 1600 Kilogramm. Auf der Oberfläche der Flügel sind 12'000 Silizium-Zellen eingelassen, die genügend Energie produzieren sollen, um die Solar Impulse auch während der Nacht in der Luft zu halten.

Der Jungfernflug im Liveticker
12:55 -- Es gehe nun darum, diesen Flug zu bestätigen, sagt ein Projektverantwortlicher. Im Sommer werde man den ersten Nachtflug absolvieren. Die Erdumrundung ist für 2013 geplant. Ein Jahr später als vorgesehen.

12:45 -- Die Solar Impulse rollt zurück in den Hangar. Übrigens, die Solar Impulse erreichte heute eine Flughöhe von 1200 Metern.

12:00 -- Bis zum ganz grossen Ziel, der Erdumrundung ist noch ein weiter Weg. Eine wichtige Etappe ist aber geschafft.

11:56 -- Die Maschine rollt aus und stoppt erneut die Motoren. Der Jungfernflug ist geschafft.

11:55 -- Spektakulär, wie das Riesenflugzeug im Schneckentempo sich der Landepiste nähert. Die Solar Impulse setzt sicher auf der Flugpiste in Payerne auf. Grosser Applaus von den Zuschauern.

11:50 -- Der Pilot hat die Motoren wieder gestartet und macht sich für die Landung bereit.

11:41 -- Plötzlich stoppt die Solar Impulse die Motoren. Wer es nicht wusste, dachte an Schlimmes. Dem ist aber nicht so. Das Solarflugzeug testet so nun den Segelflug.

Bei der für 2012 geplanten Erdumrundung soll die Solar Impulse bei Tageslicht steigen. In der Nacht muss sie im Gleitflug möglichst viel Höhe behalten können.

11:37 -- Als Vorbereitung für die Landung testet der Pilot Fahrwerk und Landeklappen. Es scheint soweit alles nach Plan zu funktionieren.

11:34 -- Am Boden können die Funksprüche zwischen der Projektleitung und dem Pilot mitverfolgt werden. Es herrscht beste Laune. Und es wird viel gelacht. Jetzt muss nur noch bei der Landung alles gut gehen.

11:28 -- In wenigen Minuten macht sich der Pilot bereit für die Landung.

11:13 -- Schafft der Testpilot die anvisierten 1000 Meter Flughöhe?

11:06 -- Die Landung soll in rund 40 Minuten erfolgen.

11:01 -- Das Flugzeug passiert das Fluggelände in beeindruckend tiefem Tempo.

11:01 -- Am Flughafen liegen sich Piccard & Co. in den Armen.

10:57 -- Ein Begleithelikopter kehrt zurück.

10:54 -- Laut Angaben der Projektverantwortlichen betrug die Geschwindigkeit beim Start lediglich 45 km/h. Die Fluggeschwindigkeit beträgt 70 km/h.

10:49 -- Das Flugzeug zieht nun einen Bogen. Das Ganze im Zeitlupentempo.

10:44 -- Das Fahrwerk wird ausprobiert. Rein, raus, alles ok. Es funktioniert.

10:41 -- Die Maschine ist nun rund 3 Kilometer von der Startpiste entfernt. Sie wird weiter von einem Begleithelikopter verfolgt.

10:39 -- Unter den kritischen Augen von Astronaut Claude Nicollier, der als Testdirektor fungiert, verlässt Solar Impulse das Flugplatzgelände von Payerne.

10:31 -- Solar Impulse ist airborne. Hupkonzert der Militärfahrzeuge. Tränen bei den Projektmanagern, die den Flug vom Boden aus verfolgen.

10:25 -- Die Maschine befindet sich rund 10 Meter über dem Boden und bewegt sich ganz langsam vorwärts.

10:23 -- Das Flugzeug hat abgehoben. Die vielen Zuschauer applaudieren.

10:23 -- Der Testpilot hat die vier Propeller gestartet.

10:18 -- Ein Helikopter befindet sich nun über der Piste und steigt, um für Solar Impulse keine Turbulenzen zu verursachen. Der Start scheint kurz bevor zu stehen.

10:17 -- Weil das Gelände der Öffentlichkeit zugänglich ist, müsse Sicherheitskräfte das Areal absichern.

10:16 -- Es soll nochmals rund 5 bis 10 Minuten dauern. Wegen der grossen Spannweite des Flugzeugs sei es wichtig, dass beim Start absolute Windstille herrscht.

10:15 -- Die beiden Helikopter sind vor kurzem gestartet und bringen sich jetzt in Position. Etliche Schaulustige säumen das Areal.

10:00 -- Der Start scheint sich ein wenig zu verspäten. Es kann sich nur noch um Minuten handeln, bis Solar Impulse anrollt und der energiespendenden Sonne entgegen fliegen wird.

09:55 -- Im Cockpit sitzt ein Testpilot. Er will den Solarflieger währen rund anderthalb Stunden in der Luft halten. Das Ziel ist es dabei eine Flughöhe von 1000 Metern zu erreichen.

09:50 -- Der gestern kurzfristig anberaumte Testflug hat die internationale Presse auf den Plan gerufen. Rund 60 Medienschaffende harren ungeduldig dem Start von Solar Impulse.

09:45 -- Die Bedingungen sind gut. Wichtig ist vor allem, dass es absolut windstill ist.

09:25 -- Bertrand Piccard und und sein Projektpartner André Borschberg verfolgen den Jungfernflug vom Boden aus.

08:00 -- Seit dem frühen Morgen suchen unzählige Spotter nach dem besten Platz, um den Start von Solar Impulse live zu erleben. Das Flugzeug wird in der Luft von zwei Helikoptern begleitet.

Es ist so gross wie ein Airbus 340, leicht wie ein mittelgrosses Auto und kommt ganz ohne fossile Brennstoffe aus – das Flugzeug Solar Impulse. Sein Ziel sei eine Zukunft, in dem Flugzeuge ohne Treibstoff und Umweltverschmutzung fliegen, sagte Piccard.

«Das grösste Abenteuer des 21. Jahrhunderts ist es, unsere Abhängigkeit von fossiler Energie loszuwerden.» Mit dem im Jahr 2003 gestarteten Projekt Solar Impulse wolle er zeigen, dass diese Unabhängigkeit möglich sei. «Wenn wir das beweisen, kann niemand mehr behaupten, das Gleiche sei bei Autos, Computern und Heizungen unmöglich», sagte Piccard. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 07.04.2010, 14:52 Uhr

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