Panorama

Staatsanwalt zieht Fall Knox vors Oberste Gericht

Aktualisiert am 14.02.2012 5 Kommentare

Amanda Knox ist nach ihrem Freispruch längst in den USA: Nun will die italienische Staatsanwaltschaft doch noch eine Verurteilung für den Mord an Meredith Kercher erreichen.

Der Tod von Meredith Kercher verfolgt sie weiter: Amanda Knox in einer Archivaufnahme vom 16. September 2008.

Der Tod von Meredith Kercher verfolgt sie weiter: Amanda Knox in einer Archivaufnahme vom 16. September 2008.
Bild: Keystone

Bildstrecke

Amerika empfängt Amanda Knox

Amerika empfängt Amanda Knox
Seit gestern ist Amanda Knox auf freiem Fuss. In den USA erhielt sie einen warmen Empfang.

Bildstrecke

Amanda Knox ist frei

Amanda Knox ist frei
Im spektakulären Mordprozess in Perugia ist Amanda Knox freigesprochen worden. Der Gang aus dem Gerichtssaal war höchst emotional.

Artikel zum Thema

Stichworte

Korrektur-Hinweis

Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.

Vier Monate nach dem spektakulären Freispruch der US-Studentin Amanda Knox in einem Mordprozess in Italien hat die Staatsanwaltschaft Berufung gegen das Urteil eingelegt. Er sei noch immer überzeugt, dass Knox und ihr damaliger italienischer Freund Raffaele Sollecito die Tat begangen hätten, sagte Staatsanwalt Giovanni Galati heute in Perugia. Der Freispruch der beiden im Oktober vergangenen Jahres beruhe auf «vielen Fehlern». Der Fall hatte weltweit für Schlagzeilen gesorgt.

Ein Berufungsgericht in Perugia sprach Knox und Sollecito im Oktober von dem Vorwurf frei, für den gewaltsamen Tod der britischen Austauschstudentin Meredith Kercher im November 2007 verantwortlich zu sein.

Zweifel an DNA-Tests

Ein Gericht erster Instanz hatte es im Jahr 2009 dagegen noch als erwiesen angesehen, dass Knox und Sollecito die Britin unter Einfluss von Drogen und Alkohol getötet hatten. Die beiden wurden in erster Instanz zu 26 und 25 Jahren Haft verurteilt.

Im Berufungsverfahren äusserten unabhängige Experten jedoch ernsthafte Zweifel an den DNA-Tests, die in erster Instanz zur Verurteilung von Knox und Sollecito geführt hatten. Die beiden Angeklagten hatten stets ihre Unschuld beteuert.

Knox reiste nach ihrem Freispruch sofort in die USA zurück, eine Auslieferung zurück nach Italien muss sie nicht befürchten. Nach Angaben von Sollecitos Anwalt ist mit einer Entscheidung des Obersten Gerichts erst zum Jahresende zu rechnen.

(rub/sda)

Erstellt: 14.02.2012, 17:50 Uhr

5

Kommentar schreiben

Verbleibende Anzahl Zeichen:

No connection to facebook possible. Please try again. There was a problem while transmitting your comment. Please try again.

5 Kommentare

Max Hafner

14.02.2012, 18:41 Uhr
Melden 8 Empfehlung

Wen wundert dass die italienischen Gerichtsverfahren ewig dauern. Das Zuwarten des Staatsanwaltes grenzt an Trölerei. Antworten


peter steiner

14.02.2012, 19:00 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Wichtig war, Sie schnell ausreisen zu lassen. Kommt es zu einer Verurteilung dann hat sie in Amerika nichts zu befürchten. Antworten



Panorama

Populär auf Facebook Privatsphäre


Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

Grandioses Berg-Erleben.

Weltberühmte Berge und 100 Jahre Jungfraubahn: Sommerurlaub vor der schönsten Kulisse der Welt!

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.