Panorama
Strassen und Bahnlinien nach starkem Regen gesperrt
Feuerwehren im Dauereinsatz: Überschwemmte Garage in Küssnacht. (Bild: Keystone)
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Besonders stark betroffen war die Zentralschweiz. Aber auch im Kanton Bern, im Baselbiet und in der Ostschweiz standen die Feuerwehren im Dauereinsatz. In der Zentralschweiz entluden sich die Wolken zwischen 11 und 15 Uhr. Bei der Luzerner Kantonspolizei gingen über 120 Notrufe ein, wie diese mitteilte. Bei der Kantonspolizei Schwyz wurden rund 200 Notrufe registriert. Betroffen war auch der Kanton Zug.
Es seien Bäche über die Ufer getreten und die Feuerwehren hätten Keller auspumpen müssen, sagte Urs Wigger, Sprecher der Luzerner Kantonspolizei, auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Zahlreiche Zentralschweizer Feuerwehren standen im Einsatz. Mehrere Strassen wurden überflutet und mussten vorübergehend gesperrt werden.
Verspätungen bei der SBB
Zwischen Immensee und Rotkreuz ging zudem ein kleinerer Erdrutsch auf die Bahnlinie nieder, wie ein SBB-Sprecher auf Anfrage sagte. Die Strecke war nur einspurig befahrbar. Auf der Gotthardlinie und auch auf weiteren Strecken kam es deswegen zu Verspätungen zwischen 5 und 15 Minuten.
Die Berner Kantonspolizei zählte am Samstagmorgen 70 Meldungen wegen des Unwetters, wie sie mitteilte. Allein 30 Meldungen gingen aus Langnau im Emmental ein. Dort drang Wasser in Liegenschaften, Keller und Einstellhallen ein. Ebenfalls betroffen waren Gebiete im Berner Oberland.
Wolkenbruch über Rapperswil
Auch im Baselbiet musste die Feuerwehr zu zahlreichen Einsätzen ausrücken. In acht Gemeinden musste sie Keller auspumpen, wie die Kantonspolizei mitteilte. Zudem überspülten die Wassermassen mehrere Strassen. In Zunzgen trat der Diegterbach an mehreren Stellen über das Ufer.
Am Nachmittag ging auch über Rapperswil SG ein heftiger Wolkenbruch nieder. Die Polizei zählte zwischen 15 und 16 Uhr rund 100 Notrufe. Die Feuerwehr pumpte Keller, Wohnungen und Unterführungen aus.
Später zog das Unwetter Richtung Ostschweiz weiter. Die Strecke von Oberriet SG nach Eggerstanden AI musste gesperrt werden. Von den Niederschlägen stark betroffen war auch Steinegg AI.
Bis zu 70 Liter
Die starken Niederschläge hätten sich auf wenige Orte konzentriert, sagte Klaus Marquardt, Meteorologe beim privaten Wetterdienst MeteoNews, auf Anfrage. Zurückzuführen sei dies auf die schwachen Höhenwinde. Die Regenzellen wurden nicht weitergeblasen, sondern entleerten sich an einem Ort, was Bäche anschwellen liess.
Am meisten regnete es in den letzten 24 Stunden in Trubschachen im Emmental mit 72 Litern pro Quadratmeter. Im nur wenige Kilometer entfernten Langnau fielen 45 Liter. Im Baselland und in der Zentralschweiz betrugen die Niederschlagsmengen zum Teil zwischen 50 und 55 Liter. Starke Niederschläge gab es auch in Teilen des Tessins. (sda)
Erstellt: 08.08.2009, 18:57 Uhr
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