Panorama
Swiss-Flüge gestoppt - Feriengäste stecken fest
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Palmanova
Der Flugverkehr in Richtung Mallorca ist nach Angaben der Deutschen Flugsicherung (DFS) vorerst gestoppt. Die Behörden der spanischen Balearen-Inseln haben Mallorca abgeriegelt, um nach einem Bombenanschlag die Täter an der Flucht zu hindern.
Flugzeuge, die schon unterwegs seien, kehren entweder um oder nutzen Flughäfen auf anderen Inseln oder dem spanischen Festland, wie DFS-Sprecher Axel Raab sagte. Der Flughafen Palma bleibe voraussichtlich bis 22 Uhr geschlossen.
In Zürich werden heute Abend noch ein Flug der Air Berlin und ein Flug der Swiss erwartet, wie die beiden Fluggesellschaften mitteilen. Beide Maschinen warten nun die Aufhebung der Sperre um voraussichtlich 22 Uhr ab, kommen also frühestens kurz vor Mitternacht in der Schweiz an.
Flughafen komplett gesperrt
Auch laut Air Berlin ist der Flughafen in Palma derzeit komplett gesperrt. Flugzeuge dürften weder starten noch landen, sagte eine Sprecherin der Airline auf Anfrage. 23 Flugzeuge von Air Berlin sollten Angaben zufolge am Donnerstag noch auf die Balearen-Insel fliegen. Wie viele Air-Berlin-Reisende von der Sperrung des Airports betroffen sind, konnte die Sprecherin nicht sagen.
Auch die Swiss ist von der vorübergehenden Sperrung des Flughafens von Mallorca betroffen. Der reguläre Flug landete zwar pünktlich um 16.48 Uhr, wie ein Sprecher auf Anfrage sagte. Wann die Maschine aber wieder zurückfliegen kann, war zunächst offen. Planmässig sollte die Maschine um 17.30 Uhr wieder abfliegen. Im Moment sehe es so aus, als könne das Flugzeug die Ferieninsel nicht vor 22 Uhr verlassen. Zudem war zunächst unklar, ob die Ferienreisenden an den Flughafen gelangen können oder nicht. Man stehe aber in engem Kontakt mit den Leuten vor Ort.
Laut Hotelbesitzer wenige Schweizer vor Ort
Laut dem Reiseveranstalters Thomas Cook müssen sie die Nacht nicht im Freien verbringen. Die meisten Hotels hätten noch freie Kapazitäten, die Reiseleiter würden die betroffenen Urlauber umgehend informieren und für Quartier sorgen, sagte eine Sprecherin am Donnerstag. Sobald Flugzeuge und Schiffe die Balearen-Insel wieder verlassen dürften, würden die Urlauber nach Hause gebracht.
Der Ort Palmanova wird vor allem von Engländern besucht, Schweizer Touristen gebe es dort nur wenige, wie Marisol Vázquez vom Hotel Vistanova in Palmanova zu wissen glaubt. Bis jetzt habe man in Palmanova wegen des Attentats keine grösseren Schwierigkeiten gehabt und sie rechnet damit, dass sich die Situation in einigen Stunden auf der ganzen Insel wieder normalisieren wird. «Die Leute werden bald abreisen können, einfach mit Verspätung».
Nach bisherigen Angaben keine Schweizer Opfer
Vorerst gibt es keine Hinweise auf Schweizer Opfer bei dem Anschlag. Dies sagte Jean Philipp Jutzi vom Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am frühen Donnerstagabend auf Anfrage.
Bei der Explosion vor einer Polizeiwache in der Nähe des Palmanova-Strands südwestlich der Hauptstadt Palma de Mallorca wurden zwei Beamte der Guardia Civil getötet und 60 Personen verletzt. Gemäss bisherigen Angaben war der Sprengsatz unter einem Geländewagen der Guardia Civil versteckt gewesen. Hinter dem Anschlag wird die baskische Untergrundorganisation ETA vermutet. (rol/oku/sda/ap)
Erstellt: 30.07.2009, 17:53 Uhr



