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Täterbeschreibung passt auf Besitzer des beschlagnahmten Bootes

Am Dienstag hat die Polizei ein Luxusboot beschlagnahmt. Ist es das Boot, mit dem eine Frau auf dem Bielersee totgefahren wurde? Ein Lokalsender hat am Donnerstag mit dem Besitzer gesprochen.

TeleBielingue-Programmleiter Stefan Senn im Gespräch mit dem Besitzer des beschlagnahmten Luxusboots.

TeleBielingue-Programmleiter Stefan Senn im Gespräch mit dem Besitzer des beschlagnahmten Luxusboots.
Bild: Jon Mettler

Anruf bei Versicherung?

Laut «Tele M1» hat sich ein 74-jähriger Unternehmer aus der Region Biel bei seiner Versicherung gemeldet um sich bezüglich Haftungsfragen bei Personenschäden durch ein Motorboot informieren zu lassen. Dabei soll er auch gesagt haben, er glaube, er habe «einen Seich» gemacht.

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Vor der Kamera nahm der Besitzer des beschlagnahmten Boots keine Stellung. Allerdings liess er sich auf ein Gespräch mit TeleBielingue-Programmleiter Stefan Senn ein. Senn sagte am Donnerstagabend auf dem Sender, der Mann passe vom Aussehen her auf das Profil des Täters, welches die Kantonspolizei Bern veröffentlicht habe. «Er hat mir gesagt, dass er sich am 11. Juli zwar auf dem See aufgehalten habe, aber bereits vor dem Zeitpunkt des tödlichen Unfalls wieder an Land gewesen sei», sagte Senn in den 19-Uhr-Nachrichten von TeleBielingue.

Der Mann habe ruhig, besonnen und gefasst gewirkt, erklärte Senn weiter. Er habe aber den Eindruck gehabt, dass die aktuelle Situation den Bootsbesitzer «arg belastet», so Senn. Der Mann habe angedeutet, dass er unter Zugzwang sei. Solange er unter Verdacht stehe, fühle er sich wie umtrieben, etwas zu unternehmen.

Schlechter Ruf bei Fischern

Offenbar hat der Besitzer des beschlagnahmten Boots unter den Fischern des Bielersees den Ruf, rasant zu fahren und wenig Rücksicht zu nehmen. Dies sagte ein Augenzeuge gegenüber TeleBielingue, der auf dem Campingplatz Sutz wohnt und beobachtet haben will, wie die Polizei das Boot abtransportierte. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 30.07.2010, 06:34 Uhr

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21 Kommentare

Juan Hurtado

30.07.2010, 21:19 Uhr
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Aeusserst pikant, dass eine Person dieses Kalibers sich eines Anwalts bedienen muss, um eine simple Erklärung abzugeben! Das alleine ist schon anrüchig, auch wenn die Unschuldsvermutung gilt. Weitere Fragen wären, wer die anderen Begleiter/innen waren, deren Aussagen und wo sie auf dem See herumgekurvt waren. Meist trifft man ja noch Kollegen an, die ebenfalls kontaktiert werden müssten. Antworten


ed graf

30.07.2010, 14:39 Uhr
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Statt die Aussagen von Fischern, Augenzeugen und Journalisten zu kritisieren, müsste man sich hinterfragen, warum denn die Polizei 3 Wochen braucht, einen (möglichen) Täter ausfindig zu machen? In Italien heisst das Omertà. „Cu è surdu, orbu e taci, campa cent’ anni ’mpaci“ „Wer taub, blind und stumm ist, lebt hundert Jahre in Frieden" Sizilianisches Sprichwort (aus Wikipedia) Antworten


Rolf Baumann

30.07.2010, 14:28 Uhr
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@von Erlach: Das passiert halt wenn ehemalige Qualitätszeitungen wie Bund und Tagi sich mit Boulevard wie BZ ins Bett legen um eine billige Newsseite online zu stellen. Ein Hoch auf die freie Marktwirtschaft und die Gleichschaltung unserer Medien... Antworten


Fabian Baum

30.07.2010, 12:20 Uhr
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@Marc Altheer: Das sehe ich überhaupt nicht so. Wenn die Presse jemandem zum Täter abstempelt, kann das schwerwiegende Folgen haben auch ohne Gerichtsurteil. Bei diesem He-said-she-said (ein Zeuge vom Campingplatz hat gehört, dass ein Fischer gesagt habe, dass der Verdächtige manchmal rücksichtslos fahre...) ist das Vertrauen in den TA dahin. Die Medien tragen eine Verantwortung. Antworten


Dani Wernli

30.07.2010, 11:36 Uhr
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Warum gleich so aufgeregt? Ermittlungen führt die Polizei - und nicht irgendwelche Journis oder Zeitungsleser. Also: abwarten und Tee trinken. Zudem: diejenigen, die nicht im Stande sind, Bildbeschreibungen zu lesen und zu verstehen, die wenden sich wohl besser wieder der Kinderliteratur zu. Und: wer alles auf der Seite liest (auch klein Gedrucktes), der ahnt, dass der Täter bald gefasst ist. Antworten


Ruthild Auf der Maur

30.07.2010, 11:32 Uhr
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@Ludwig von Erlach: Danke. Endlich jemand, der Klartext spricht. Leider interessiert das die Medien kaum. Mit dem reisserischen Journalismus verhält es sich wie mit dem Quoten-TV. Leider hat dies zu einem tiefen Niveau geführt bzw. entspricht dem heutigen Zeitgeist unserer Gesellschaft. Die sogenannte Wettbewerbsfähigkeit und die Schnelligkeit unserer Zeit tragen das Übrige bei. Antworten


Rainer Thomann

30.07.2010, 11:19 Uhr
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Es bleibt zu hoffen, dass die Anfrage bei der Versicherung und der Abtransport des Bootes in keinem Zusammenhang stehen. Denn sonst blicken wir in menschliche Abgründe: Fahrerflucht, wochenlanges Schweigen und nachdem es eng geworden ist, als erstes die Haftpflichtversicherung anrufen... Warten wir ab, bis mehr Klarheit in dieses Drama kommt! Antworten


Hansjürg Meier

30.07.2010, 10:46 Uhr
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Herr von Erlach: Die Globalisierung macht eben auch vor den Redaktionsstuben nicht halt. Das bedeutet für uns kein hohes Schweizer Niveau mehr sondern Billigschreibkräfte bzw. Journalisten, deren Fähigkeit sich auf "Kopieren - Einfügen" beschränkt. Antworten


Jürg Heldner

30.07.2010, 10:14 Uhr
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@Ludwig von Erlach: Dem ist nur zuzustimmen. Antworten


Marc Altheer

30.07.2010, 09:54 Uhr
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Ich finds immer so spannend wenn sich die Leute gleich so aufregen wegen angeblicher Vorverurteilung. Wenn Fischer berichten dass jemand wenig Rücksicht nimmt dann ist das sicher kein Urteil. Abgesehen davon sind das ja Tatsachen. Das einzige Urteil dass massgeblich und entscheidend ist, ist das der Gerichte. Alles andere hat eh keine Wirkung. Also ruhig bleiben und etwas mehr Vertrauen in den TA! Antworten


Stefan Bucher

30.07.2010, 09:49 Uhr
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Jeder der etwas Tendenziöses zu sagen hat, wird zitiert (von der Bootsfahrlehrerin habe ich schon lange nichts mehr gehört), verifiziert wird nichts mehr, die sachlichen Stimmen verstummen. Übrigens, der Redaktor kommt der Täterbeschreibung auch ziemlich nahe. Antworten


Tabea Steiner

30.07.2010, 09:41 Uhr
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Offenbar habe der Besitzer den Ruf rücksichtslos zu sein. Ich meine: Offenbar drechseln Sie irgendwelche Meinungen und Gerüchte munter in so wichtige Artikel wie die Fahndung nach einem Mörder. Schrecklich! Lesen Sie endlich mal den Journalistencodex. Antworten


Walter Schmid

30.07.2010, 09:38 Uhr
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Auch der Tagi muss scheinbar mit dieser "Was wäre wenn" Berichterstattung wohl das Sommerloch füllen. Antworten


Peter Gabert

30.07.2010, 09:35 Uhr
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Ja er muss es sein! Auf ihn mit Gebrüll! Antworten


Stefan Mäder

30.07.2010, 09:21 Uhr
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@ Heinz Martin Der Mann den sie auf dem Bild sehen ist Stefan Senn, die Person im Auto der Verdächtigte. Alles klar ?? Antworten


Roger Strebel

30.07.2010, 09:13 Uhr
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die herren von erlach und martin haben nicht unrecht. immerhin sieht man haus und garten und einen gelben porsche. es fällt auf, dass in der heutigen zeit sehr schnell ein übler verdacht in die welt gesetzt wird, der sich hinterher immer mal wieder als blosse blase entpuppt. oder wie war das jetzt schon wieder mit dem triathleten am ironman vom vergangenen sonntag in zürich? Antworten


Trudi Lang

30.07.2010, 09:11 Uhr
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Abgesehen, dass ich Hr. von Erlach voll und ganz zustimme, frage ich mich wie Hr. Müller auch, wie man Redaktor und Verdächtigen verwechseln kann. Da mnuss man doch wirklich zu vermehrter Aufmerksamkeit raten. Aber Fehler passieren halt. Trotzdem, geniesst das 1. August-Wochenende. Antworten


Gaby Müller

30.07.2010, 09:05 Uhr
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"Offenbar hat der Besitzer des beschlagnahmten Bootes unter den Fischern des Bielersees den Ruf, rasant zu fahren und wenig Rücksicht zu nehmen. "... Das sieht nach Vorverurteilung aus. Eine neutralere Berichterstattung wäre angebracht. Wenn er der Schuldige ist, wird sich Volkeszorn noch früh genug über ihm entladen. Antworten


Heiner Müller

30.07.2010, 08:38 Uhr
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@ Heinz Martin: Hinschauen, dann denken, dann vielleicht schreiben! Es wird kein Bild des vielleicht Verdächtigten gezeigt. Das Bild zeigt den Redaktor... :-) Antworten


Ludwig von Erlach

30.07.2010, 08:03 Uhr
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Dieser Artikel ist ein Paradbeispiel für tendenziösen Journalismus mit haarsträubender Quellenlage. Noch vor wenigen Jahren wäre eine solche redaktionelle Leistung Grund für eine fristlose Entlassung ohne Wenn und Aber gewesen. Das Elaborat ist der einstigen Qualitätszeitung in hohem Masse unwürdig und wirft bedenkliche Fragen über deren qualitative Entwicklung auf. Antworten


Heinz Martin

30.07.2010, 07:35 Uhr
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Wieso wird ein Bild eines Mannes gezeigt, welcher IM VERDACHT steht die Tat begangen zu haben? Gilt bei uns nicht mehr die Unschuldsvermutung??? Was, wenn sich der Sender irrt? Antworten



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