Toys'r'us verbannt «Breaking Bad»-Puppen

Die Puppen der TV-Serie «Breaking Bad» hätten nichts neben Barbie und Disney-Figuren verloren, befand eine Petition. Hauptdarsteller Bryan Cranston versteht das gar nicht.

Wurde als Puppe aus den Regalen geräumt: Chemielehrer Walter White in «Breaking Bad». (Archivbild)

Wurde als Puppe aus den Regalen geräumt: Chemielehrer Walter White in «Breaking Bad». (Archivbild) Bild: Keystone

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Nach zunehmender Kritik an von der TV-Serie «Breaking Bad» inspirierten Actionfiguren hat sich US-Spielwarenhändler Toys'r'us zu einem drastischen Schritt entschieden: Die Puppen würden mit sofortiger Wirkung von den Regalen und der Konzernwebseite genommen, teilte das Unternehmen am Dienstag der Nachrichtenagentur AP mit. «Sagen wir einfach, die Actionfiguren befinden sich im unbefristeten Sabbatical» fügte es hinzu.

Die Sammlerpuppen beruhen auf vier Charakteren aus der TV-Sendung «Breaking Bad», die von der Wandlung des Chemielehrers Walter White zum Drogenhändler erzählt. Die Figuren sind mit einer abnehmbaren Geldtasche und einem Rucksack für Crystal Meth ausgestattet. Toys'r'us verteidigte die Aktion mit dem Argument, dass sie in limitierter Auflage und in den Ladenbereichen mit Spielzeugen für Erwachsene feilgeboten würden.

Die aus Florida stammende Susan Schrivjer nahm an den Puppen jedoch Anstoss und startete eine Online-Unterschriftenaktion, die den Konzern zu einem sofortigen Verkaufsstopp aufrief. Die Figuren seien eine «gefährliche Abkehr von dessen familienfreundlichen Werten», schrieb die Mutter in der Petition. Zwar möge die TV-Sendung Erwachsenen spannende Unterhaltung bieten, doch sei es wegen deren Gewalt und der Verherrlichung des Drogenhandels unpassend, die Sammlung neben Barbie-Puppen und Disney-Figuren zu verkaufen.

Bis Dienstag hatten sich 8000 Bürger der Unterschriftenaktion angeschlossen.

Schauspieler Bryan Cranston, der den fiktiven Chemielehrer White verkörpert, reagierte launisch auf die Kontroverse: «Ich bin so sauer. Aus Protest verbrenne ich meine Florida-Mutter-Actionfigur», twitterte er. (chk/AP)

Erstellt: 22.10.2014, 04:21 Uhr

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