Panorama
«Unauffällig» – Daniel H. im Film
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In den Aufnahmen, die das Schweizer Fernsehen heute in der «Rundschau» ausstrahlte, ist zu sehen, wie Daniel H. Fussball spielt. Er wirkt, wie viele andere junge Männer. Tatsächlich habe sich H. unauffällig und angepasst verhalten, sagt Renato Rossi, Direktor des Massnahmenzentrums Arxhof, in der Sendung. Doch genau das sei manchmal auch gefährlich: «Unauffällige Verhaltensweisen sind auch riskant, das ist wie bei einem Dampfkochtopf».
Daniel H. wurde im August 2008 entlassen. Die Anstalt erliess daraufhin eine Empfehlung an die Aargauer Behörden: H. sollte über mehrere Jahre hinweg eine Begleitung erhalten und regelmässig auf Drogen kontrolliert werden. Die Aargauer Behörden nehmen morgen an einer Pressekonferenz Stellung zum Fall.
Die Sucht galt als behandelbar
Weiter diskutiert wird ausserdem, warum Daniel H. nicht verwahrt worden ist. Ebenfalls zu Gast in der «Rundschau» war Josef Sachs, der für die psychiatrische Klinik Königsfelden das Gutachten über Daniel H. erstellte. Laut Sachs seien damals die Voraussetzungen für eine Verwahrung nicht gegeben gewesen. Dazu brauche es eine Störung, die nicht behandelbar sei – Daniel H. habe eine Sucht, die damals als behandelbar eingeschätzt werden musste. Das Problem liege anderswo, nämlich in der «Erfolgskontrolle der Therapie».
Erstellt: 11.03.2009, 21:44 Uhr
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