Vatikan-Kardinal vergleicht Gaza mit KZ
Aktualisiert am 07.01.2009 7 Kommentare
Sorgt für Unmut: Kardinal Renato Martina, hier 2006 am World Economic Forum in Davos. (Bild: Keystone)
Dies sagte Martino in einem am Mittwoch von der Online-Zeitung «Il Sussidiario» veröffentlichten Interview. Der Präsident des Päpstlichen Rats für Gerechtigkeit und Frieden fügte hinzu, keine der beiden Konfliktparteien berücksichtige die Interessen der anderen, sondern denke nur an das eigene Interesse.
Die Folgen dieses «Egoismus» seien «Hass auf den anderen, Armut, Ungerechtigkeit». Leidtragende sei stets die Zivilbevölkerung. Martino sagte in dem Interview weiter, Isrealis und Palästinenser seien beide schuld an der Gewalt im Nahen Osten. Sie müssten nun ihre Bereitschaft zu einem Dialog beweisen.
«Wenn es ihnen nicht gelingt, sich zu einigen, muss es jemand anderes für sie tun», forderte der Vatikan-Vertreter. Die Welt könne den Kämpfen nicht tatenlos zusehen.
Israel: Die Hamas-Verbrechen ausser Acht gelassen
Israel wies den Vergleich des Gazastreifens mit einem KZ zurück. Martinos Äusserungen schienen «direkt der Hamas-Propaganda» entnommen, sagte Ministeriumssprecher Igal Palmor in Jerusalem der Nachrichtenagentur AFP. Damit lasse der Geistliche «die unzähligen Verbrechen» der Hamas-Kämpfer ausser Acht. (oku/sda)
Erstellt: 07.01.2009, 22:24 Uhr
















Die Welt in Bildern










