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52 Flüge annulliert – Dutzende Unfälle

Aktualisiert am 15.02.2012 25 Kommentare

Wegen Schnee und Wind kam es heute Morgen zu zahlreichen Unfällen in der ganzen Schweiz. Viele Pendler kamen nur schleppend voran. Der Flugbetrieb in Kloten war stark beeinträchtigt.

1/18 Eine 20-Jährige verunfallte auf der Strasse von Lauerz nach Seewen: Sie blieb unverletzt.
Kapo Schwyz

   

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Nach dem Ende der rund zweiwöchigen Kältewelle hat es heute in fast allen Teilen der Schweiz kräftig zu schneien begonnen. Das sorgte für zahlreiche Unfälle, Staus und Verzögerungen auf den Strassen sowie für ausgefallene Flüge.

Nur die Region Genf und das Tessin blieben vom Schnee weitgehend verschont, wie es bei Meteo Schweiz auf Anfrage hiess. Die stärksten Auswirkungen zeigte der dichte Schneefall am Mittwochmorgen in den Deutschschweizer Kantonen. Die Schneeräumungsequipen standen vor allem am Vormittag im Dauereinsatz.

Auch die Polizei hatte mit deutlich über hundert Unfällen alle Hände voll zu tun. Die Berner Kantonspolizei registrierte bis zum frühen Abend über 70 Unfälle - vor allem in Bern-Mittelland und im Oberaargau. Im Kanton Aargau meldete die Polizei rund 30 Unfälle.

Auch in Zürich wusste die Polizei von mindestens zwei Dutzend Unfällen in den Morgenstunden zu berichten. Zu über 20 Verkehrsunfällen auf schneebedeckter Strasse kam es auch in den Kantonen Solothurn, Thurgau und St. Gallen. Die tatsächliche Zahl der Unfälle dürfte noch höher liegen, da kleinere Vorfälle nicht polizeilich erfasst werden. Kaum betroffen war die Westschweiz.

Bei einzelnen Unfällen gab es Verletzte, mehrheitlich blieb es aber bei Sachschäden. Bei einer Kollision in Däniken SO erlitten vier Personen leichte bis mittelschwere Verletzungen. Ausgelöst hatte den Zusammenprall ein Autolenker, der mit abgenutzten Reifen ins Schleudern geriet.

Staus im Morgenverkehr

Der nächtliche Schneefall führte im Morgenverkehr zu erheblichen Störungen. Die Autobahn A1 war in der Nacht zwischen Aarau-Ost und Lenzburg während mehr als drei Stunden vollständig gesperrt. Die Polizei musste einen Sattelschlepper bergen, der auf die Gegenfahrbahn geraten war, eine temporäre Fahrbahntrennung verschoben hatte und dabei mit einem entgegenkommenden Auto kollidiert war.

Der leicht verletzte Autofahrer wurde zur Kontrolle ins Spital gebracht, das er aber noch am Vormittag wieder verlassen konnte, wie die Aargauer Kantonspolizei mitteilte. Am Steuer des Sattelschleppers sass ein 56-jähriger Mann mit Wohnsitz in Frankreich. Die Polizei aberkannte dem Lenker den ausländischen Fahrzeugausweis vorläufig und beschlagnahmte das Fahrzeug.

Lastwagen mit Problemen

Zwar wurde die A1 um 6.10 Uhr wieder freigegeben. Weil aber ein weiterer Lastwagen quer auf der Fahrbahn stand, kam es zwischen Oensingen und dem Autobahndreieck Verzweigung Härkingen zu einem weiteren Stau. Ein zeitweise bis zu 15 km langer Stau bildete sich auch auf der Autobahn A2 zwischen Sissach BL und dem Belchentunnel zwischen den Kantonen Basel-Land und Solothurn.

Ebenfalls wegen eines querstehenden Lastwagens war am Mittwochvormittag während rund vier Stunden auch der Gotthardtunnel gesperrt. Ein britischer Lastwagen geriet auf der schneebedeckten A2 bei Wassen UR ins Schleudern und prallte gegen die Leitplanke. Ein nachfolgendes Auto kollidierte mit dem Lastenzug. Verletzt wurde niemand.

Wegen des Schnees war am Mittwochabend Andermatt UR von der Umwelt abgeschnitten. Nach einem Lawinenniedergang sperrte die Polizei die Strasse zwischen Hospental und Realp. Ebenfalls wegen Lawinengefahr unterbrochen war ab dem frühen Abend die Strasse durch die Schöllenen zwischen Göschenen und Andermatt. Eingestellt war auch der Bahnverkehr über den Oberalppass.

Flüge in Zürich ausgefallen

Am Flughafen Zürich mussten wegen des Schnees 26 Starts und 26 Landungen annulliert werden. Zeitweise gab es bei den Langstreckenflüge bis zu einer Stunde Verspätung, da die Flugzeuge Anschlusspassagiere abwarten mussten, wie es auf Anfrage hiess.

Erst am Dienstag waren die Temperaturen erstmals seit zwei Wochen wieder über die Nullgradgrenze gestiegen. Dafür ist nun viel Schnee angesagt. Das Institut für Schnee- und Lawinenforschungsinstitut in Davos erwartet noch bis zum Donnerstag Schneefälle. (kle)

Erstellt: 15.02.2012, 19:30 Uhr

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25 Kommentare

Gaby Müller

15.02.2012, 11:02 Uhr
Melden 120 Empfehlung

Es ist aber auch immer wieder ein völlig unvorhergesehenes Jahrhundertereignis, wenn es im Wüstenstaat Schweiz schneit...
Dass Flughäfen betroffen sind, leuchtet ja noch ein, aber dass sich die Autofahrenden immer so ungeschickt verhalten, kaum liegt eine Schneeflocke auf der Strasse....
Antworten


Beat Meier

15.02.2012, 10:55 Uhr
Melden 53 Empfehlung

Hallo
Hier in Phuket hat es im Moment 32 Grad. Auch nicht lustig, ich sag es euch....die Hitze macht einen fertig.
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