Vier Lawinenopfer stammen aus dem Aargau

Die Schweizer, die durch eine Lawine im Tirol ums Leben gekommen sind, stammen aus Brittnau und Strengelbach AG. Sie waren mit dem MTV Brittnau unterwegs.

Lawine in Tirol reisst mehrere Schweizer Skitourenfahrer in den Tod. (Video: Tamedia/zeitungsfoto.at)

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Bei einem Lawinenunglück in der Nähe von Innsbruck sind mindestens vier Skitourenfahrer getötet worden, die aus der Schweiz stammen. Genauer stammen sie aus Brittnau und Strengelbach im Kanton Aargau und waren mit dem MTV Brittnau anlässlich einer Skitourenwoche unterwegs. Dies berichtet das «Zofinger Tagblatt». Die örtliche Polizei bestätigte, dass es sich um eine Schweizer Gruppe handelte.

Die Lawine dürfte rund 700 Meter lang gewesen sein. Das Unglück ereignete sich am Mittwoch gegen Mittag unterhalb des 2453 Meter hohen Jochgrubenkopfes. Die Schneemassen begruben im Gemeindegebiet von Schmirn im Tirol (Bezirk Innsbruck-Land) die Wintersportler unter sich. Betroffen war eine achtköpfige Gruppe von Tourengängern. Vier von ihnen konnten sich selbst befreien und die Rettungskräfte alarmieren.

«Die Wahrscheinlichkeit, dass die Gruppe die Lawine ausgelöst hat, ist sehr hoch», sagt Rudi Mair, Chef des Lawinenwarndienstes Tirol zur «Tiroler Tageszeitung». Wo genau das rund zwei Meter hohe Schneebrett abgegangen ist, das werde man bei der vorliegenden Situation wohl nie ganz genau sagen können.

Eigentlich nur mässige Lawinengefahr

Nachdem zunächst drei Leichen geborgen wurden, konnte am Abend auch das vierte Opfer nur noch tot geborgen werden, wie der Geschäftsführer der Tiroler Bergrettung, Peter Veider, der österreichischen Nachrichtenagentur APA sagte.

«Der Verschüttete hatte sich rund zwölf Meter unter der Oberfläche befunden», fügte er hinzu. Für seine Bergung musste eine Schneefräse angefordert werden, wie ein Mitarbeiter der Alpinpolizei der «Tiroler Tageszeitung» schildert. Es waren zahlreiche Helfer im Einsatz gewesen. Laut einer Sprecherin der Polizei wurden die Überlebenden mit einem Helikopter evakuiert.

Der Notruf bei der Polizei ging um 12.40 Uhr ein. Es herrschte laut Warndienst nur eine mässige Lawinengefahr, Stufe 2 auf der fünfteiligen Skala. In der vergangenen Woche war jedoch in Tirol reichlich Neuschnee gefallen.

Mit den vier jüngsten Opfern starben in diesem Jahr nach offiziellen Angaben bereits 17 Menschen durch Lawinen in Österreich. Im vergangenen Jahr starben insgesamt 267 Menschen in den österreichischen Alpen, 17 davon bei Lawinenabgängen. (jdr/bee/fal/sda)

Erstellt: 15.03.2017, 21:03 Uhr

Artikel zum Thema

Grosslawine hält Rettungskräfte in Atem

In Kerns OW hat sich eine Lawine gelöst. Zum Zeitpunkt des Niedergangs befanden sich mehrere Schneesportler im Gebiet. Mehr...

Lawine zerstört mehrere Chalets im Wallis

Video Die Lawine ist am Mittwoch beim Unterwalliser Dorf Salvan niedergegangen. Verletzt wurde niemand, da die Chalets unbewohnt waren. Der Sachschaden ist beträchtlich. Mehr...

«Trotz Lawine gab es kein Drama, zum Glück»

Auf einer Skipiste im französischen Tignes wurden mehrere Menschen von Schneemassen mitgerissen. Es gab keine Todesopfer. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Abo

Digital Abos

Tages-Anzeiger unbeschränkt lesen:
Im 1. Monat nur CHF 1.-

Blogs

Nachspielzeit Kein Schweiza Toahüta

Sweet Home 10 schnelle Spaghettirezepte

Die Welt in Bildern

Er hängt in den Seilen: Ein junger roter Vari staunt Bauklötze im Zoo von Köln. (27. April 2017)
(Bild: Sascha Steinbach (EPA, Keystone)) Mehr...