Schwerer Unfall auf Wasserbahn in Vergnügungspark

Vier Menschenleben fordert ein Unfall im Dreamworld in der Nähe von Brisbane in Australien.

Vier Tote: Unfall auf einer Wildwasserbahn im Freizeitpark Dreamworld in Australien. (25. Oktober 2016) Video: Tamedia/Reuters

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An der australischen Gold Coast sind bei einem Unfall in einem Freizeitpark vier Menschen getötet worden. Zwei Männer und zwei Frauen seien in der Wildwasserbahn «Thunder River Rapids» ums Leben gekommen, teilte Parksprecherin Miche Paterson am Dienstag mit. Die australische Regierung kündigte Ermittlungen an.

Ein Vertreter der Rettungskräfte im Staat Queensland, Gavin Fuller, sagte, zwei der Opfer seien durch eine Fehlfunktion aus einem Floss herausgeschleudert worden. Die anderen seien entweder unter Wasser eingeschlossen worden oder durch den Mechanismus der Fahrbahn eingesperrt gewesen. Nach dem Vorfall wurde der Park geschlossen.

«Wir sind zutiefst schockiert»

Fuller sagte, die Mitarbeiter von Dreamworld hätten Erste Hilfe geleistet, die Verletzungen seien aber zu schwer gewesen. Die Opfer seien zwischen 30 und 45 Jahre alt. Nach Angaben der Polizei von Queensland waren zuvor keine technischen Probleme bei der Wildwasserbahn bekannt.

Der Geschäftsführer des Freizeitparks teilte mit, man werde auf der Suche nach der Unfallursache eng mit der Polizei zusammenarbeiten. «Wir sind zutiefst schockiert und traurig. Wir sind mit unseren Herzen und in Gedanken bei den betroffenen Familien und ihren Angehörigen», Craig Davidson.

Bilder aus dem Freizeitpark:

Die Zeugin Lia Capes sagte dem australischen Sender ABC, sie habe weinende Menschen aus der Wildwasserbahn rennen sehen. «Ich fragte einen Mann, was los ist und er sagte, vor ihm sei das ganze Floss umgekippt und alle hätten geschrien.»

Beim «Thunder River Rapids Ride» sitzen jeweils bis zu sechs Gäste angeschnallt auf Sesseln auf einem überdimensionalen Reifen, der durch geschlungene Kanäle mit reissendem Wasser getrieben wird. Die Gefährte können dabei mit «bis zu 45 Kilometer durch turbulente Stromschnellen sausen», wie es auf der Webseite von Dreamworld heisst. Die Attraktion gilt als familienfreundlich, Kinder ab zwei Jahren dürfen bereits mitfahren.

Letzter Unfall im April

Der australische Premierminister Malcolm Turnbull kündigte eine intensive Ermittlung an. «Freizeitparks sind ein Platz für Familienspass und Freude, nicht für Tragödien.»

Im April war bereits eine andere Wasserbahn in dem Park zeitweise geschlossen worden, weil ein Mann von dem Fahrgeschäft gefallen war und beinahe ertrank. Die Nachrichtenseite news.com.au berichtet, dass sich bereits diverse Besucher über mangelnde Sicherheitsvorkehrungen im Freizeitpark beschwerten. So habe ein Besucher vor wenigen Wochen den Park schriftlich gewarnt: «So wird eines Tages jemand sterben.»

(ij/sda)

Erstellt: 25.10.2016, 08:29 Uhr

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