Panorama

Von wegen Kavallerie: Steinbrück käme auf Mulis

Von Thomas Knellwolf. Aktualisiert am 20.03.2009 18 Kommentare

Wenn die deutsche Kavallerie das helvetische Indianerdorf einkreisen würde, kämen Steinbrücks Gefolgen auf Mulis angeritten.

1/2 Unbenannt-2.jpg
Die Mulis transportieren schweres Gepäck und Waffen.

   

Bei Manitu. Seit dem Indianer-Kavallerie-Spruch unseres liebsten Böllimas, Peer Steinbrück, ist Feuer im Dach des Bundeshauses. Den teutonischen Kassenwart scheint dies nicht sonderlich zu kratzen. Überhaupt amüsiert sich Berlin eher über die Alarmstimmung in Bern (sofern sie wahrgenommen wird). «Verfügt die Bundeswehr noch über eine Kavallerie», fragte ein deutscher Journalist an der Bundespressekonferenz, «die notfalls in Gang gesetzt werden könnte, um irgendein Indianerdorf einzukreisen? Und wie lang ist deren Rüstzeit?»

Die Frage war – wie zuletzt so manches in der deutschen Hauptstadt zum Thema Helvetien – nicht ganz ernst gemeint. «Kavallerie hat meines Wissens mit Pferden zu tun», antwortete der Sprecher des Verteidigungsministers. Und drohte: «Wir haben Mulis bei der Bundeswehr, insbesondere im bayerischen Gebirge.»

Hugh

Der «Tages-Anzeiger» hat das Gefahrenpotenzial für unser Land abgeschätzt. Eine Google-Recherche beweist, dass im grenznahen bayrischen Bad Reichenhall tatsächlich kampfbereite Maultiere bereit stehen. Fürchten müssen wir uns theoretisch vor zwei Tragtierzügen unter dem Kommando zweier Veterinäre. Die «Special Forces» transportieren schwere Waffen, Munition sowie Verwundete und befreite Geiseln.

Zuletzt fielen die Kreuzungen von Pferdestuten und Eselhengsten auf, als sie an der internationalen Pferdewallfahrt ins Marienwallfahrtsort Altötting teilnahmen – organisiert von der katholischen Militärseelsorge. Für die 80 Kilometer Marsch brauchten die Tiere drei Tage. Beruhigend für unser Alpenreservat ist zudem: Ein Teil der Gebirgstragtiere steht im Kosovo und in Afghanistan. Von dort müsste das Vieh abgezogen werden, bevor Steinbrück peitschend antraben könnte. Mitbringen könnte er auch die Friedenspfeife. Neu ist nämlich auch der Einsatz der Mulis in Friedensmissionen vorgesehen. Hugh. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 20.03.2009, 13:52 Uhr

18

Kommentar schreiben







 Ausland



Verbleibende Anzahl Zeichen:

Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

18 Kommentare

Sandra Maffioli

20.03.2009, 09:51 Uhr
Melden

Endlich mal ein Bericht bei dem mal schmunzeln kann. Vielen Dank. Antworten


Mark Bhend

21.03.2009, 10:52 Uhr
Melden

Marco Resenterra, dann sag deinem Kollegen er soll sich mal nen Haflinger anschauen. Das ist ein Maultier. Oder hat er schon mal einen Haflinger mit so grossen Ohren gesehen? Antworten



Panorama

Populär auf Facebook Privatsphäre

Telefonbuch

Marktplatz

Familie, Beruf und Studium

Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.

Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

Grandioses Berg-Erleben.

Weltberühmte Berge und 100 Jahre Jungfraubahn: Sommerurlaub vor der schönsten Kulisse der Welt!

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.