Panorama
Vulkan bricht nach mehreren Ausbrüchen ein
Bis in 1,5 Kilometer Höhe gefährdeten schwebende Ascheteilchen die Triebwerke, erklärte die Präfektur. Am Freitagmorgen war Guadeloupe unter einer feinen grauen Schicht erwacht. Die Asche überzog Bäume, Autos und Häuser gleichermassen. Alle Schulen blieben geschlossen.
Mehrere Flugzeuge aus Europa wurden auf andere Inseln umgeleitet. Die Reinigung der Rollbahnen erwies sich als schwierig. Die Behörden rieten Menschen mit Atembeschwerden, im Haus zu bleiben und Sport zu unterlassen.
Guadeloupe liegt 80 Kilometer südlich von Montserrat. Auch auf Antigua nordöstlich von Montserrat ging ein Ascheregen nieder.
Spitze eingestürzt
Die Spitze des 915 Meter hohen Vulkans Soufrière Hills auf Montserrat - nicht zu verwechseln mit dem Vulkan La Soufrière auf Guadeloupe selbst - war nach einer tagelangen Serie von Eruptionen am Donnerstag eingestürzt.
Eine 15 Kilometer hohe Aschesäule erhob sich nach Angaben des Montserrat-Vulcano-Observatory über dem Berg. Mit hoher Geschwindigkeit floss ein pyroklastischer Strom den Hang hinab - das ist eine Mischung aus Gas, Asche und Magma mit ungeheurer Zerstörungskraft.
1995 hatte ein pyroklastischer Strom Montserrats Hauptstadt Plymouth verwüstet. Auch die Katastrophe vom 8. Mai 1902 auf Martinique, bei der 29'000 Menschen starben, ging auf einen ähnlichen Ausbruch am Gebirgszug Montagne Pelée zurück. (tan/sda)
Erstellt: 13.02.2010, 12:12 Uhr
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