Wanderer im Berner Oberland von Giftschlange gebissen

Während des Picknicks mit der Familie griff der Mann in zwei giftige Kreuzottern. Mit starken Schmerzen im Handgelenk brachte ihn die Rega ins Spital.

In Europa weit verbreitet: Die Kreuzotter.

In Europa weit verbreitet: Die Kreuzotter.

Kreuzotter

Die Kreuzotter (Vipera berus) ist eine kleine Giftschlange, die bei uns oberhalb 1500 M. ü.M. im Normalfall nur um die 50 - 55 cm lang und 50 - 100 g schwer wird. Tieflandtiere werden gut 10 cm länger und doppelt so schwer. Weltweit hat keine andere landbewohnende Schlangenart ein so grosses Verbreitungsareal wie die Kreuzotter. Es erstreckt sich von Frankreich und Grossbritannien im Westen quer durch Europa und Sibirien bis zur pazifischen Insel Sachalin im Osten. In der Schweiz findet man die ausgedehntesten Lebensräume in den Nord- und Zentralalpen der östlichen Landeshälfte. Auch im übrigen Alpenraum leben da und dort einige Populationen.

Der Mann war am Samstag gemeinsam mit seiner Familie am Engstlensee im Berner Oberland unterwegs, wie die Rega am Sonntag mitteilte. Während des Picknicks lehnte er sich nach hinten und griff direkt in zwei giftige Kreuzottern. Die beiden rund 55 Zentimeter langen Schlangen bissen ihn darauf in seine Zeigefinger.

Sofort alarmierten seine Begleiter die Rega. Der junge Mann wurde mit starken Schmerzen im Handgelenk mit einem Helikopter ins nächste Spital geflogen.

Laut Mitteilung blieb er trotz des Schlangenbisses ruhig und geriet nicht in Panik. Dank dieses Verhaltens und der sofortigen Ruhigstellung des Armes durch den Rega-Arzt habe Schlimmeres verhindert können. (cpm/ap)

Erstellt: 31.05.2009, 17:05 Uhr

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