Panorama

Warum Jugendliche vom Balkan gewalttätiger sind

Der albanische Botschafter, Mehmet Elezi, erklärt die Ursache für Gewalt bei Balkan-Jugendlichen in der Schweiz. Und warum die Muslime in seiner Heimat alle Schnaps trinken.

«Die albanische Variante des Islam ist extrem liberal. Jeder trinkt zum Beispiel Schnaps», sagt Mehmet Elezi, Albanischer Botschafter in der Schweiz.

«Die albanische Variante des Islam ist extrem liberal. Jeder trinkt zum Beispiel Schnaps», sagt Mehmet Elezi, Albanischer Botschafter in der Schweiz.
Bild: Andreas Blatter

Herr Botschafter, Albanien ist ein europäisches und mehrheitlich moderat muslimisches Land: Was geht Ihnen durch den Kopf, wenn Sie die Debatte um ein Burka-Verbot verfolgen, die auch die Schweiz erfasst hat?
Mehmet Elezi: In Albanien gibt es hauptsächlich Moslems, Katholiken und Orthodoxe. Die albanische Variante des Islam ist extrem liberal. Jeder trinkt zum Beispiel Schnaps. Und man findet keine Frau, welche eine Burka trägt – auch nicht, als Albanien in der Zwischenkriegszeit ein Königreich war. Ich wusste als Kind nicht einmal, was das ist. Ich bin Muslim und meine Frau ist christlich-orthodox. Im Strassenbild kann man rein nach der äusseren Erscheinung eine moslemische Frau nicht von einer katholischen oder orthodoxen unterscheiden.

Aber ein Verbot gibt es nicht?
Nein, das braucht es bei uns nicht. Natürlich gibt es je nach Gegend traditionelle Bekleidungen mit Kopftuch, aber das hat mit Religion nichts zu tun.

Viele Albaner arbeiten in Griechenland. Wie wirkt sich der rigorose Sparkurs auf sie aus?
In einer Krise sind die Immigranten immer die Ersten, die leiden. Darunter gibt es solche ohne Papiere oder ohne Qualifikationen. Für die Albaner in Griechenland ist es eine schwere Zeit, wie es für alle Griechen natürlich eine äusserst heikle Phase ist.

Vor 20 Jahren fiel in Albanien die kommunistische Diktatur. Im Frühling 1990 gab es Massenproteste und eine Massenflucht, wie erlebten Sie jene Zeit?
Das war für Albanien eine wahrhaft historische Zäsur. Wir lebten in einer schrecklichen, einer absolut schrecklichen Diktatur. Wir waren total isoliert in der Welt.

Welche Bilanz ziehen Sie heute?
Albanien ist ein demokratisches Land. Wir sind Mitglied der Nato, und wir haben letztes Jahr das Gesuch für den Status des Kandidatenlandes zum Beitritt in die EU eingereicht. Wir hoffen, dass bis Ende des Jahres die Visumpflicht für die Schengenländer fällt. Natürlich haben wir all jene Probleme, die der Übergang von der Diktatur zur Demokratie mit sich bringt. Ich glaube, dass die Albaner, jene in Kosovo und in Mazedonien mit eingeschlossen, das prowestlichste Volk des Balkans sind. Es gab nie antiwestliche Demonstrationen, Proteste gegen Europa oder die USA. Rund 86 Prozent der Bevölkerung befürworten einen EU-Beitritt.

Albanien und Kosovo sind klar albanisch dominiert, und Mazedonien hat eine starke albanische Minderheit: Was verbindet die drei Staaten, und was trennt sie?
Wir sind eine Nation, haben dieselbe Sprache und Geschichte. Das Trennende ist, dass wir während vieler Jahrzehnte aus Gründen, die durchaus nicht von uns abhingen, voneinander isoliert waren.

Sie haben 1994 in Tirana das Institut für Internationale und Strategische Studien gegründet. Welche Perspektive sehen Sie für diese drei Länder?
Der Weg, den alle drei Staaten beschreiten müssen, heisst: Demokratisierung, kombiniert mit wirtschaftlicher Prosperität, und europäische Integration. Und im vereinigten Europa spielen Grenzen keine wichtige Rolle mehr.

In der Schweiz sehen manche Politiker und Medien die Jugendgewalt und Verkehrsdelikte als Teil eines Balkan-Jugendproblems. Wie nehmen Sie den Zusammenprall der Kulturen wahr?
Ich habe lange genug als Journalist gearbeitet, um zu wissen, dass die Medien übertreiben, ja, dass es zu ihrer Natur gehört, zu übertreiben. Das ist kein Zusammenprall der Kulturen. Es handelt sich um einzelne Leute, die nicht die albanische Kultur repräsentieren. Es mangelt ihnen an Bildung. Man darf nicht vergessen, dass viele Kosovo-Albaner zum ersten Mal hierher kamen, um zum Beispiel auf dem Bau zu arbeiten. Und sie waren nicht gebildet, weil das Regime in Belgrad kein Interesse an guten Schulen für Albaner hatte.Dieses Phänomen hat die Schweiz vor ein paar Jahrzehnten übrigens auch mit den Immigranten aus Italien erlebt.

Das ist also eine Frage der Zeit?
Genau. Der Botschafter von Griechenland hat mir einmal mit einer schönen Geschichte Hoffnung gemacht: In einer Genfer Klinik gibt es einen Chefarzt mit griechischen Wurzeln. Dessen Eltern kamen vor Jahrzehnten aus Griechenland nach Genf und arbeiteten in demselben Spital in der Putzequipe. Und genau das wird auch mit den Albaner geschehen.

Die Fussballer Xherdan Shaqiri und Valon Behrami haben kosovarische Wurzeln und werden für die Schweiz wohl an der WM in Südafrika mit dabei sein. Freut Sie das?
Das ist eine gute Sache. Eben gerade auch für ein anderes Bild des Albaners. Es gibt in der Schweiz rund 200000 Albaner aus Kosovo. Sie sind in ihrer Mehrheit gut integriert. Die Schweiz hat sich immer für Kosovo und für dessen Unabhängigkeit engagiert und setzt sich jetzt auch für dessen Entwicklung ein. Ich rate meinen Landsleuten hier in der Schweiz immer, sie sollen sich so gut wie möglich in der schweizerischen Gesellschaft integrieren, von deren Werten profitieren, indem sie auch ihre eigenen nationalen albanischen Werte bewahren, weil diese auch europäische Werte sind. Alle Albaner sind der Schweiz sehr dankbar.

Wie war das, im Albanien von Alleinherrscher Enver Hodscha als Journalist zu arbeiten?
Ich war Journalist in einer Diktatur, und das war ausserordentlich schwierig. Ein einziges Wort konnte dir das Genick brechen. Und nicht nur dir, sondern der ganzen Familie. Es war ein schwerer Job, man musste stets aufmerksam und auf der Hut sein. Wohl deshalb habe ich fast alle meine Bücher nach dem Ende der Diktatur geschrieben.

Sie haben im Alleingang ein beeindruckend umfangreiches Wörterbuch erarbeitet. Ihr albanischer «Larousse» umfasst rund 41000 Stichwörter. Was findet man darin?
Vor allem Wörter aus der Umgangssprache, die man im ähnlich umfangreichen offiziellen Wörterbuch der Albanischen Akademie der Wissenschaften vergeblich sucht. Ich habe die Bedeutung der Wörter nicht abstrakt beschrieben, sondern sie mit Beispielen aus der albanischen Literatur, aus der Folklore oder mit populären Sprichwörtern und Liedern illustriert. Zudem liefere ich auch etymologische Erklärungen.

Elina Duni macht von Bern aus Karriere als Musikerin, ihre Mutter Bessa Myftiu in Genf als Schriftstellerin. Es gibt hier zulande bekannte Namen mit albanischen Wurzeln. Sind das die wahren Botschafter des Volkes und haben sie ein Echo in der Heimat?
Elina Duni ist eine bewundernswerte Sängerin. Sie hat etwas Interessantes realisiert: Sie verbindet traditionelles albanisches Liedgut mit dem Jazz, der in Albanien keine Tradition hat. Natürlich kennt man sie in Albanien, es gibt viel Sängerinnen, aber sicher gehört sie zu den besten. (Berner Zeitung)

Erstellt: 10.05.2010, 08:56 Uhr

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75 Kommentare

Llesh Gjakova

19.01.2011, 13:18 Uhr
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Als Kosovoalbanischer Christ der hier in der Schweiz geboren und aufgewachsen ist und beide Seiten sehr gut kennt, kann ich nur sagen Schweizer sind Extrem Rassisten, wer bunkert hier Milliarden Gelder von Diktatoren, wer baut von der Menschenrechtskonvention verbotene Waffen und verdient in kriesengebieten Miliarden? Wer vergewaltigt Kinder? wer betreibt Propaganda wie zu ss Zeiten? Schande CH Antworten


Paddy Müller

17.05.2010, 18:10 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Auch wenn das Interview keine Antworten gibt.... Die Antworten geben unsere Töchter und Söhne, wenn sie vom Ausgang in der Stadt erzählen. Aber was unsere Kinder erleben, wird von Politik, Polizei und den linken und grünen Gutmenschen ignoriert und als rassistisch abgetan. Antworten


jeton ademi

15.05.2010, 17:19 Uhr
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Helena Saladin---was heisst für dich Grossalbanien? von einem Albaner hörst duuu nicht Grossalbanien sondern Shqiperia Etnike so viel wie `das wahre Albanien`. und es stimmt wir sind eine Nation, sprechen die gleiche sprache, die gleiche Kultur und wir wollen natürlich in einem Staat zusammen leben! welche nation will den das nicht schoon? aber es wird eine wiedervereinigung der Albaner geben... Antworten


Arianit Kelmendi

11.05.2010, 23:47 Uhr
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Ich hatte eigentlich einen schönen Tag, einen süsse sms zum zmorge, ein lustiges znüni und erholsames und küstliches zmittag, am abedn war ich noch im Hallenbad eine runde schwimmen aber als ich einige Kommentare las wurde mir richtig Übel. Und mein ja nicht ihr würdet im Namen der Schweizer sprechen. Antworten


Stefan Zeciri

11.05.2010, 20:13 Uhr
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also ich finde solche diskussionen zum heulen. niemals kann man leute einer nationalität wegen dem verhalten einiger wenigen in den gleichen topf schiessen. natürlich sehe ich als junger erwachsener auch in den clubs und im ausgang allgemein was so passieren kann. zugenommen hat die gewalt sicher, und diese leute die sie ausüben müssen ganz klar weg. egal von welchem land. Antworten


Magdalena Glaus

11.05.2010, 13:55 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Vielleicht sollte man einmal unsere Jugendlichen fragen, was sie von der ganzen "Balkan-Thematik" halten. Von unseren beiden Söhnen haben wir jedenfalls schon Erschreckendes erfahren, was uns sehr zu denken gibt (Stichworte "Schule, öffentlicher Verkehr, Ausgang" usw.). Ein Sohn sagte gestern zu mir: In einigen Jahren terrorisieren entweder sie uns oder wir sie! Solange sollte man nicht zuwarten! Antworten


mirjam werlen

11.05.2010, 13:35 Uhr
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Warum Jugendliche vom Balkan gewalttätiger sind. Das ist der Titel dieses Interviews, der den Aussagen von Mehmet Elezi total entgegensteht. Schreierische Titel. Der Grund ist simpel und der albanische Botschafter, Mehmet Elezi gibt die Antwort: Er wisse, dass die Medien übertreiben, ja, dass es zu ihrer Natur gehöre, zu übertreiben. Das journalistische Ethos ist längst flöten gegangen. Antworten


Paolo Bergamo

11.05.2010, 13:07 Uhr
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@ Alain Mohler. Ihre Aussag kann ich voll und ganz unterstützen. Trotzdem sind Migranten in der Schweiz nie gern gesehen, egal aus welchem Grund. Seien dies Migranten aus Italien, aus dem Balkan und in letzter Zeit auch aus Deutschland. Gebe Ihnen jedoch Recht, dass die Kultur des Zusammenlebens dieser Migranten sehr unterschiedlich ist. Unsere Richter sollten endlich mehr durchgreiffen. Antworten


Alain Mohler

11.05.2010, 11:30 Uhr
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@Paolo Bergamo; wie Sie selber schreiben kamen die Italiener um zu arbeiten. Das hatte schon beinahe Tradition. Kaum ein Tunnel der nicht von österreichischen oder italienischen Mineuren gebaut wurde. In der Kriminalstatistik sind ital. Migranten kaum aufgefallen. Den Konflikt den Sie ansprechen hat mit der Angst vor dem Fremden zu tun. Der Vergleich mit den Balkanmigranten ist nicht korrekt. Antworten


Markus Altdorfer

11.05.2010, 10:26 Uhr
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Es wird hier ständig in Abrede gestellt dass junge Menschen vom Balkan mehr Gewalt und Probleme verursachen als Andere. Interessanterweise berichten die Medien vom Gegenteil. Bundesstatistiken über Kriminalität ebenfalls. Dazu kommen die persönlichen Erfahrungen und Berichte in meinem soz. Umfeld. Wir müssen gar nicht darüber diskutieren ob es so ist oder nicht. Er ist so! Es ist erwiesen! Antworten


Paolo Bergamo

11.05.2010, 10:12 Uhr
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@ Alain Mohler. Weshalb ist der Vergleich mit den ital. Gastarbeiter daneben? Zwar haben die Italiener einen anderen Hintergrund weshalb sie in die CH kamen, jedoch wurden Sie in den 50-er und 60-er Jahren in der Schweiz nicht gern gesehen. Viele Schweizer wünschten sich, die "Tschingen" würden verschwinden (Schwarzenbach Initiative 1973). Integration ist hauptsächlich bei den Secondos zu sehen. Antworten


Besa Shala

11.05.2010, 09:04 Uhr
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@ Heldner Jürgen: Wie viele Albaner kennen Sie den persönlich um dies zu wissen? Wohl gar keinen. Ich hingegen kenne sehr viele und wage zu behaupten dass es nur ein winziger Bruchteil ist der negativ auffällt. Nur weil man was in der Zeitung liest, stimmt es nicht. Oder sind jetzt alle Christen Pädos? Antworten


Alain Mohler

11.05.2010, 08:36 Uhr
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Der Vergleich mit den Gastarbeitern aus Italien ist völlig daneben. Anstatt die Realität anzunehmen und Selbstkritik zu üben, werden andere Unfairerweise runtergeredet. Antworten


Albert Inglin

11.05.2010, 00:18 Uhr
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Res Schall und Raphael Brunner@: Sie beide nehmen mir die Worte aus dem Mund. Weiter ist dem nichts beizufügen. Antworten


Habib Morina

10.05.2010, 23:15 Uhr
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Es ist sehr schön wenn man einen solchen Artikel liest. Als ich in die Schweiz kam, war ich schon über 30 Jahre alt. Als Chemielaborant fand ich keine Stelle deswegen machte ich zuerst eine Ausbildung für Pflegeassistenz und später als Pflegefachman und im Herbst mache ich weiter. Ich wurde ein paar Mal von schriftlichen Medien hier interviewt. Ein gut integrierter Mensch ist wertvoll. Danke CH Antworten


Daniela Hügi

10.05.2010, 22:07 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Das Bild auf der Strasse, auf den Bahnhöfen, in den Clubs und Nachts zeichnet ein anderes Bild. Die Realität ist einfach anders. Und der Vergleich mit den Italienern ist daneben. Die Italiener sind nie derart negativ aufgefallen. Antworten


Mario Zekec

10.05.2010, 16:59 Uhr
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Albanische Jugendliche können doch nicht gleich stellvertretend für alle Jugendlichen aus dem Balkan genannt werden. Auch finde ich es leid, dass nur Fussballer als Beispiel von guter Intergration und Erfolg herhalten müssen. Ich bin Kroate, also auch aus dem Balkan, bin zwar kein Fussballer, aber auch erfolgreich, etwa indem ich die Matur gut abgeschlossen habe und studiere. Antworten


Paolo Bergamo

10.05.2010, 16:58 Uhr
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@ Andreas Achermann. Nur zur Kenntnis: die meinsten in den 50-er und 60-er Jahren in der CH eingewanderten Italiener hatten nicht einmal einen richtigen Schulabschluss. Diese Italiener gehörten zur Nachkriegsgeneration und hatten keine Zeit und Geld zum studieren, sie mussten schon in jungen Jahren arbeiten gehen. Ich kannte sehr viele Emigranten und vielen konnten weder lesen noch schreiben. Antworten


Bojan Antonovic

10.05.2010, 16:38 Uhr
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@Skender Mahmuti: Es ist optisch gut zu sehen, dass immer mehr Albaner die Integration geschafft haben. Mehr als im Coop und den Miss-Wahlen sieht man dies an den Namensschildern in der Apotheke und an "höheren" Orten, weil dies Bildung braucht. Viele slawische Jugoslawen, aber auch viele Schweizer aus ländlichen Gebieten, sind im Kopf "Albaner".Ich erspare mal die Veröffentlichung von Peinlichem! Antworten


Vassilev Yavor

10.05.2010, 16:32 Uhr
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@Heldner Jürg: Doch alles ist Rassismus. Alles sind Vorurteile und Schnellschusserklärungen. Tatsache ist, dass die Jugendlichen auf dem Balkan, in ihren Heimatländern, nicht krimineller und gewalttätiger als die Jugendlichen aus der Schweiz sind. Also liegt der Grund nicht in Kultur, Mentalität, Religion, Bildung, soziales Milieu usw. Die echten Gründe passen aber nicht in eine sexy Schlagzeile. Antworten


Bojan Antonovic

10.05.2010, 16:26 Uhr
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Stefan Meier: Fragen Sie mal die USA, was sie über Al Capone denken! Antworten


Raphael Brunner

10.05.2010, 16:25 Uhr
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Der Titel ist reisserisch, das Interview hingegen interessant, wenn ich auch die Aktualiät nicht ganz sehe. Warum aber bei einer solchen Plauderei bisher 52 Leute (wohl die meisten während ihrer Arbeitszeit) ihren Kommentar dazugegeben haben, kann ich nicht nachvollziehen. Vom Inhalt der meisten Kommentare ganz zu schweigen... Antworten


Heldner Jürg

10.05.2010, 16:05 Uhr
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@Besa Shala Unter den in die Schweiz immigrierten Kosovaren ist der Anteil von Leuten die negativ auffallen weit höher als 0,1% und um ein Vielfaches höher als bei allen anderen Nationalitäten. Egal ob bei Verbrechen gegen Leib und Leben, Sozialhilfemissbrauch oder Verstössen gegen das Strassenverkehrsgesetz. Die Realität ist nun mal nicht politisch-korrekt und nicht alles ist Rassismus. Antworten


Skender Mahmuti

10.05.2010, 15:53 Uhr
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Ich treffe immer mehr junge Albanerinnen die in der Schweiz ausgebildet und gut integriert sind. Viele junge Albaner sind in den Kriegsjahren 1998-2000 in der Schweiz eingewandert. Es wird nicht lange dauern bis die meisten Albaner in der Schweiz gänzlich integriert sind und einen guten Beitrag leisten werden.Die Albaner sind prowestlich orientiert und haben der Schweiz viel zu Verdanken. Antworten


Peter Müller

10.05.2010, 15:35 Uhr
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Wiedereinmal ein Tagi-Online Artikel, in welchem der Inhalt rein gar nichts mit dem reisserischen Titel zu tun hat. Im Titel wird gehetzt und es werden Vorurteile zementiert, hauptsache man holt sich so Leser. Entsprechend ist dann auch das Niveau der Kommentare. Antworten


Stefan Meier

10.05.2010, 15:27 Uhr
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Reichlich gewagt, der Vergleich zwischen Balkan und Italien. Die Italiener hatten seinerzeit keine Menschen zusammengeschlagen, weil diese es wagten, "blöd" zu gucken. Und krasse Dreier BMWs konnte man damals auch noch keine leasen, mit denen irgendwelche Raserrennen auszutragen gewesen wären. Antworten


Branka Rühle

10.05.2010, 15:27 Uhr
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Wie dem auch sei...die meisten Westler wissen nicht mal wo Albanien ist, geschweige die regionalen Unterschiede kennen. Zum Glück sind nicht alle gleich...was währe das für eine Welt, wenn es nur von Pünktlichen, Egoisten, Arbeitssamen, Humorlosen usw. überbevölkert wäre?..Ein Horrorszenario, darum könnte man endlich die "kleinen" Unterschiede akzeptieren und versuchen die Pobleme zu lösen. Antworten


Adrian Schaller

10.05.2010, 15:25 Uhr
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Erschreckend wie viele Mitbürger fremdenfeindlich und mit Vorurteilen übersäät sind. Da hat wohl jeder Mensch mit einem slawischen Akzent bei diesen Kommentatoren die dornigen Vorschusslorbeeren bereits aufgesetzt bekommen. Und die von den Medien inszenierte gedruckte Hatz gegen Ausländer - vorwiegend am Montag - hat ihre Wirkung erreicht. Die CH-Bürger sind verängstigt...Ziel erreicht!? Antworten


Bojan Antonovic

10.05.2010, 15:17 Uhr
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"das Regime in Belgrad ..." Herr Botschafter! Keine Lügen, keine Propaganda! Fast 90 Jahre lang wurde finanzielle Bundeshilfe von Gesammtjugoslawien an Kosovo gezahlt! Wo war Albanien? Vermischen Sie nicht die kurze Milosevic-Zeit mit der restlichen jugoslawischen! In Belgrad -in der Höhle des Löwen!- leben 80'000 Albaner! Das sind Fakten! Es ist out, Serbien stets die Schuld für alles zu geben! Antworten


Evelyn Thomas

10.05.2010, 15:16 Uhr
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@ Dani Kobler: um sicherzustellen, dass Sie verstanden haben, was 'global' bedeutet, schliessen Sie die CH-Grenzen hermetisch ab und versuchen Sie mit CH-Autos, CH-Kleidern, CH-Untehaltungselektronik einen schwunghaften Handel auf die Beine zu kriegen. Ich kenne viele Menschen aus der 1. Welt (EU ohne CH), aus der 2. Welt (Nordkorea) und aus der 3. Welt (Somalia, CH, Swaziland ect.) Und nun? Antworten


Besa Shala

10.05.2010, 15:15 Uhr
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Danke Tagi, für den wohlüberlegten Titel. Anders hätten Sie ja all die Kommentatoren nicht ködern können. Langsam hab ich es satt nur weil 0.1% meiner Landesmänner/frauen Mist bauen, in den gleichen Topf geschmissen zu werden. Antworten


tina baroni

10.05.2010, 15:14 Uhr
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1. der balkan besteht nicht nur aus albanern. 2. passt der titel nicht zum text. das interview gibt keine antwort auf die im titel verpackte frage. 3. slawen und albaner unterscheiden sich zum grossen teil in ihrer sozio-gesellschaftlichen entwicklung. die crux hier ist, dass sie mal einen jugoslawischen resp. serbischen pass hatten und nun noch viele denken, slawen und albaner seien das gleiche. Antworten


urs meier

10.05.2010, 15:05 Uhr
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Die meisten Einwanderer aus dem Balkan waren und sind junge Männer zwischen 20 und 30 Jahren. Diese Gruppe ist quer durch alle nationalitäten überduchschnittlich bei Gewalt und Verkehrsdelikten vertreten. Auch dadurch ergibt sich ein verzerrtes Bild. Antworten


Anna Schweizer

10.05.2010, 14:58 Uhr
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@Alejandro Galan - Aber sie waren Christen? Was heisst das?Ein Garant für Gewaltlosigkeit!? Welche Ignoranz! Lesen Sie was Christen im Ausland (wo sie eigentlich "Immigranten" waren) angerichtet haben und noch anrichten unter dem Deckmantel von Scheinheiligkeit. Blicken Sie z.B. nach Afrika. Gewaltlosigkeit ist eine Frage von Ethik und Moral und darauf haben die Christen kein Monopol! Antworten


pierino cerliani

10.05.2010, 14:55 Uhr
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interessant ist ja, dass viele kommentatoren vergessen oder verdrängen, dass fremdsprachige einwanderer (die männl. form ist absicht) auch früher schon (oft zu unrecht) als kriminell und gewalttätig hingestellt wurden. xenopohibie helvetischer prägung erlebten nicht nur mein grossvater und vater - auch ich musste mir in den sechzigerjahren noch gefallen lassen, als "tschingg" beschimpft zu werden. Antworten


Thomas Hanhart

10.05.2010, 14:55 Uhr
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Ja, der Kommunismus hat die albanische Kultur und das Bild des Staates zugrunde gerichtet. Deswegen ein ganzes Volk zu verunglimpfen ist primitiv und zeugt von wenig Weitsicht. Ich erlebte und erlebe viele Begegnungen mit muslimischen Menschen - auch vom Balkan - als ausserordentlich herzlich. Schlitzohren und Halunken gibt es in jeder Volksgruppe, auch in unserer (und nicht zu knapp!). Antworten


Hans Huber

10.05.2010, 14:44 Uhr
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Gewaltbereitschaft liegt viel beim Stolz bzw. dem "coolen" Gefühl, wenn man jemandem fertig macht, man fühlt sich dann stärker. Hier liegt auch gleich der Lösungsansatz. Es darf kein Stolz mehr aufkommen, wenn man jemanden fertig macht, man muss sich dafür schämen. Antworten


Tom Kuhn

10.05.2010, 14:41 Uhr
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Es gibt keine klare Antwort sondern verschiedene Faktoren, wieso Menschen klauen oder Gewalt anwenden. Reichtum, Bildung, körperliche Physis, bishin zur Kultur. Gerade die Medien tun ihren Beitrag, damit Ausländer nicht leicht mit der Integration haben. Es heisst dann immer die Albaner etc. Irgendwo staut sich dann die Wut über die Vorverurteilung. Man wird als Mensch geboren nicht als Verbrecher Antworten


Harry Ness

10.05.2010, 14:40 Uhr
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@ Alejandro Galan: Nicht alle vom Balkan sind muslimisch. Ist also kein Argument. Beispiele: Kroaten = katholisch, Serben = orthodox... Antworten


Roland Moser

10.05.2010, 14:31 Uhr
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@ Markus Altdorfer: Es ist schön, wie sanft sie das ausufernde und die Schweiz vergiftende Problem beschreiben können. Mir fehlt diese Eigenschaft, weil ich in einer autoritär-gewalttätigen Familie der Unterschicht aufgewachsen bin. Trotz meiner Vergangenheit brauche ich niemanden, der meine Verbrechen in Schutz nimmt. Weil ich keine begangen habe. Das Problem liegt nicht in der sozialen Schicht. Antworten


Helena Saladin

10.05.2010, 14:21 Uhr
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Und da sagt mir noch einer, dass kein Grossalbanien angestrebt wird nach der Aussage des Herrn Botschafter: "Wir sind eine Nation, haben dieselbe Sprache und Geschichte. Das Trennende ist, dass wir während vieler Jahrzehnte aus Gründen, die durchaus nicht von uns abhingen, voneinander isoliert waren." Da kann ich die Angst der Serben schon verstehen! Antworten


Dani Kobler

10.05.2010, 14:19 Uhr
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@ Evelyn Thomas: Wieso nehmen sie gerade Tokio und nicht das australische Hinterland als Massstab für den Begriff Überbevölkert? Und die globale Vernetzung der Menschen trifft wohl nur auf Bewohner der 1sten Welt zu, oder hatten sie schon viele Begegnungen mit Leuten aus Simbabwe? Vergessen sie das Multikulti so spannend sei, es ist so fad wie McDo, Cola, Ikea und H&M. Antworten


Peter Walder

10.05.2010, 14:12 Uhr
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Auch innerhalb des Balkans sind die Unterschiede gross - wobei viele Albaner aus dem Kosovo als Staatsangehörigkeit weiterhin "Serbien" oder "Serbien-Montenegro" angeben - also viele Serben angelastete Taten durch Albaner verursacht wurden. Oft wird die Nationalität allein durch die Nennung des Namens klar - und da fallen albanischen Namen einfach besonders häufig auf (wohl kulturell begründet!) Antworten


Hans Meier

10.05.2010, 14:10 Uhr
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Das mag ja ein netter Mann sein und ich kann auch verstehen, dass er seine Landsleute in Schutz nimmt. Aber weiterbringen tut eine weitere Beschönigung und Verharmlosung keinen. Oder denkt der gute Herr, die Tamilien, die sich hier tagtäglich abrackern, hätten einen Uni-Abschluss in der Tasche? Ich kann leider nur den Kopf schütteln ab dieser rosaroten Brille! Antworten


Gero Pfluger

10.05.2010, 14:09 Uhr
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He Mann wottsch Problem. Bin da in Schwyz und ich schwör bi minere Mutter bin nöd schwul, aber du muesch mi nöd blöd aluege, süscht hau i dir eis. Ja Gewalt, Müll und Sprache sind schon gewalt-ig fortgeschritten und Raser, Schläger findet man eher prozentual selten bei Deutschen, Engländern, Italienern. Früher bereiste ich jährlich Griechenland . Dann kamen Russen und Albaner. Ich nicht mehr! Antworten


Heinrich Baur

10.05.2010, 14:05 Uhr
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Es ist eine Frage der Mentalität. In Indien beispielsweise gibt es neben wenigen Reichen sehr viele bettelarme Menschen. Auch die Bildung lässt vielerorts natürlich zu wünschen übrig, aber trotz zum Teil widrigster Zustände ist Indien ein ausgesprochen friedfertiges Land. Gewisse Religionsgruppen sorgen allerdings auch dort wie eben auch an anderen Orten der Welt für Unruhen... Antworten


Stefan Meier

10.05.2010, 14:05 Uhr
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Ach so, das Problem ist die übertriebene Berichterstattung. Es ist reichlich komisch, dass in weit mehr als 50% der Fälle in der Zeitung, wo es entweder um Raser- oder Gewaltdelikte geht, Menschen aus dem Balkan involviert sind. Dass diese von 5% der Bevölkerung begangen werden, darf dann doch zumindest Fragen aufwerfen. Es gibt Prozentual viel mehr Deutsche, die aber weniger in der Zeitung sind. Antworten


Alejandro Galan

10.05.2010, 14:02 Uhr
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Hr. Botschafter,mein Vater (19) wanderte in den 20igen Jahren nach Lateinamerika aus einem „armen“ Dorf in Baskenland (Spanien). Er konnte weder lesen noch schreiben, hat aber sehr schnell gelernt und mit meiner Mutter hart gearbeitet. Bis er Unternehmer wurde. Ich und mein Bruder – beide mit Universitätsabschluss in Amerika und Europa – wurden nie gewalttätig und ohne Ziele. Also, Armut und keine Bildung der Eltern das Aggressivitätspotential dieser Jungen aus dem Balkan unter keinen Umständen begründen. Aber, sie waren Christen. Antworten


Richard Fluehmann

10.05.2010, 14:01 Uhr
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Komisch - auch die Süditaliener, die Spanier und die Portugiesen hatten selten eine Ausbildung und arbeiteten vor allem auf dem Bau. Sie waren und sind jedoch nicht kriminell. Scheint eher ein Propagandainterview zu sein ... Antworten


Kurt Hauser

10.05.2010, 13:48 Uhr
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Es fehlt an Respekt vor unserem Staat und unserer Rechtsordung, es wird alles als selbstverständlich (vor allem unsere Sozialwerke) genommen und dazwischen Unschuldige einfach mal verprügelt um zu zeigen, dass man auch 'jemand' ist.... Antworten


Andreas Kohler

10.05.2010, 13:42 Uhr
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Ich finde den Titel zu diesem Interview sehr unpassend. Antworten


Res Schall

10.05.2010, 13:39 Uhr
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@Roman Meier: Morde werden in der Unterschicht begangen, Massenmorde von der Elite angeordnet. Zumindest hinter der zweiten Aussage stehe ich vollumfänglich. @Urlich Foster: Ich rieche nicht SVP, sondern das linke Konzept der sozialen Akkulturation. Darf ich das als Nicht-SVPler sagen ? Antworten


Andreas Achermann

10.05.2010, 13:36 Uhr
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Der Versuch einer Beschönigung der tatsächlichen Lage - die Sprache der Diplomatie und Politik. Zudem: Die Italiener, die in den 50er- und 60er-Jahren zwecks Arbeit in die Schweiz immigrierten, waren fachlich gut bis sehr gut ausgebildet. Zudem reisten sie nicht als Flüchtlinge ein. Ein wahrlich untauglicher Vergleich. Antworten


Markus Altdorfer

10.05.2010, 13:36 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Ich höre immer dass die Globalisierung nun mal ein Faktum ist und wir uns an Völkerwanderung gewöhnen sollen. Für was gibts Nationalstaaten? Weil vielleicht Kultur und Identität etwas Wichtiges ist für den Mensch? Ich kenne nur wenig Leute die Multi-Kulti wollen. Ich bin froh dass wir in einer vernünftigen Gesellschaft leben und nicht Jeden reinlassen. Wir haben schon genug Fremde! Antworten


Peter Thommen

10.05.2010, 13:23 Uhr
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Weder die Leserbriefe hier, noch der Botschafter beantworten Fragen, die nicht so einfach zu erklären sind! Ich denke, dass die traditionelle Clan-Mafia-Struktur des Balkans, bis hinunter in die Türkei, sich hier zwar "in Freiheit" auch bilden kann, diese Struktur aber letztlich in die Kriminalität und Asozialität führt. Dies einzusehen ist für viele schwierig, weil "es" eben "Tradition" ist. Antworten


danilo zink

10.05.2010, 13:23 Uhr
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Solange das Gewohnheitsrechts Kanun (Blutrache und Ehrenmorden) in der albanischstämmigen Diaspora höher gewertet wird als die Staatsjustiz, werden uns die Gewaltexzessen unserer Immigranten noch lange auf Trab halten. Dies kann der albanische Botschafter noch lange schön reden, glaubhaft wirkt es nicht! Antworten


Walter Kuhn

10.05.2010, 13:13 Uhr
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Die Balkan-Gewalt ist kulturell bedingt. Erstens ist der mittelalterliche Kodex des Kanun mit Selbstjustiz und Sippenhaft das Gegenteil unseres Rechtsstaats. Zweitens ist die balkanische Macho-Kultur nun einmal von Gewalt (Schlägereien) und Imponiergehabe (Rasen) gekennzeichnet. Dieses ignorieren alle romantischen Propagandisten von Multikulti, die Assimilation und Integration ablehnen. Antworten


Marco Henzer

10.05.2010, 12:39 Uhr
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Danke Herr Botschafter! Er trifft den Nagel auf den Kopf! Wie in jeder Migration wandern eben die bildungs- und chancenlosen in mehr Chancen versprechende Länder aus. Und nur auf dem Weg der Bildung wird die "balkanische" Bevölkerung der Schweiz ihr Image korrigieren können. Ab in die Schule zur Weiterbildung und MINDESTENS die Sprache lernen. Antworten


Thomas Grüter

10.05.2010, 12:28 Uhr
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Bildung, soziale Stellung, Erfahrungen in der Heimat, fehlender Respekt, Eltern die nicht wissen was korrekte Erziehung ist und dazu noch eine Kultur in der das Recht des Stärkeren stets wichtig war. Das und vielleicht noch mehr spielt alles eine Rolle dass Jugendliche vom Balkan gewaltätiger sind als andere. Und wer mir sagt es sei nicht so, den kann ich nicht wirklich ernst nehmen. Antworten


Hans Müller

10.05.2010, 12:20 Uhr
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Nach der Eroberung des Balkans durch die Türken flohen viele katholische Albaner nach Italien, und dort gibt es heute noch Dörfer, in denen albanisch gesprochen wird. Diese Gegenden sind auch einfach, bitter arm und die Leute entsprechend bildungsfern. Die Einwanderer von dort sind friedfertig. Wo ist der Unterschied? Ist es die Sozialisierung in Italien? Die Religion? Der Kommunismus? Antworten


majo naef

10.05.2010, 12:14 Uhr
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Die Jugendlichen in den Balkanländer sind nicht gewaltätiger als andere Nationen. Da sind sie aufgehoben in ihrer Kultur und die Gesellschaft reguliert das Verhalten. Das wurde bei einer Untersuchung festgestellt. Habe ich letzthin gehört im Radio. Antworten


Hans Müller

10.05.2010, 12:11 Uhr
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Naja. "Familien, deren Frauen sich verschleiern, bekommen Geld von arabischen Staate" (sagt heute in der NZZ Astrit Zharri, Direktor bei der Islamic Community of Albania). Da wirkt auch die nachgeschobene Bemerkung "nicht alle von denen sind Fanatiker" etwas hilflos. - Weiss der Botschafter davon? Antworten


Ulrich Forster

10.05.2010, 11:49 Uhr
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@Roman Meier: Ihr Statement richt nach SVP! So einfach ist die Welt zum Glück nicht, wie sie sie darstellen. Mangelnde Bildungschancen führen in unserer Gesellschaft direkt in die untere soziale Schicht. Daher wäre es sehr wichtig und nachhaltig mehr Geld in die Bildung zu investieren. Den Sparen bei Bildung erhöht die Sozialausgaben und Kosten der angerichteten Schäden. Antworten


Konrad Schläpfer

10.05.2010, 11:42 Uhr
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@Roland Moser ganz meine Meinung! @Roman Meier wir haben lange nicht alle als Arbeitskräfte hergeholt viele sind als Flüchtlinge gekommen und haben dann die Familien mit Sack und Pack und Verwandtschaft hergeholt. Antworten


Wolfgang Endrich

10.05.2010, 11:39 Uhr
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Natürlich gibt es keine westlichen Demonstrationen! Dafür klaut man dann schon mal das Auto des Italienischen Botschafters, der vor dem Eingang auf dem Präsidenten Grundstück parkt! 1994 u.a. als Salih Berisha, Staatspräsident war. Oder Albanische sogenannte Diplomaten sind festgenommen worden u.a. in 2009, 2008, 2005, 2002 darunter direkt Freunde aus Skrapar von dem jetztigen Aussenminister Meta Antworten


Evelyn Thomas

10.05.2010, 11:39 Uhr
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@ Roland Moser: die Schweiz ist überbevölkert? Dann waren Sie wohl noch nie in Tokio oder in Madras. Die Schweiz ist überfremdet? Die ganze Welt ist überfremdet, von Menschen, die global vernetzt, von einem kontinent zum andern fliegen. Vergessen Sie einfach das Denken 'die Schweiz den Schweizern', derweil bei Ihnen zuhause ein Fernseher aus Korea CNN ausstrahlt... Antworten


Urs Huggentobler

10.05.2010, 11:35 Uhr
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Der Titel lautet, warum Jugendliche aus dem Balkan gewalttätiger sind. Hierauf gibt der Botschafter aber keine Antwort. Er weicht einer solchen aus. Tägliche Erfahrungstatsachen sind aber, dass Personen aus dem Balkan gewalttätiger sind, Raserdelikte am Laufmeter begehen, IV-Renten durchsetzen und sich der Kontrolle mit Gewalt entziehen (siehe Rentenstopp) etc. Da gibt es nichts schönzureden. Antworten


Emini Abel

10.05.2010, 10:54 Uhr
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Zur Frage - Welche Perspektive sehen Sie für diese drei Länder? hätte wohl die Antwort des "Wiedervereinigungsprojektes" mehr gepasst. Antworten


Roland Meier

10.05.2010, 10:46 Uhr
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Wenn der albanische Botschafter sagt dass die Medien Jugendgewalt und Verkehrsdelikte als Teil eines Balkan-Jugendproblems übertrieben darstellen, dann ärgert mich das. Selbsteinsicht ist nicht gerade angenehm, aber nötig um auch nur einen Schritt weiter zu kommen bei diesem grossen Problem der Schweiz. Antworten


Adrian Berg

10.05.2010, 10:44 Uhr
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@Roman Meier: Ihre These ist heikel. Dieses Klischee, dass arme Menschen gewalttätig und ohne Moral seien, war bei den Reichen schon seit jeher beliebt. Meine Grosseltern waren auch arm und doch war ihnen Gewalt und Betrug absolut fremd. Haben Sie sich schon jemals überlegt, was für eine Rolle der kulturelle Hintegrund in der Frage der Gewalt bewirkt? Moral ist eine Frage der Kultur. Antworten


Daniel Weiss

10.05.2010, 10:42 Uhr
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Lieber Herr Meier, dies hat sehr wohl mit der Bildung zu tun. In den "unteren" sozialen Schichten ist der Anteil von Ungebildeten eben sehr gross. Antworten


Marc Altheer

10.05.2010, 10:41 Uhr
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Ich glaube aber auch dass die Mentalität eine Rolle spielt. Die Südeuropäer sind genrell temperamentvoller. Wenn jetzt nebst dieser Mentalität noch schlechte Bildung und soz. Vernachlässigung dazu kommt weil die Eltern den ganzen Tag arbeiten müssen um das Ueberleben zu sichern, dann haben wir einen schlechte Mix der zu Gewalt führt. Ausserdem hat der Balkankrieg seinen Teil dazu beigetragen. Antworten


Roland Moser

10.05.2010, 10:38 Uhr
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Es ist ein Zusammenprall der Kulturen. Linke Multi-Kulti-Problem-Versteckerei hilft dabei nicht. Die Schweiz ist kein Einwanderungsland und wir haben kein Interesse an "Parallelkulturen" hier. Die Schweiz ist überbevölkert und überfremdet. Und es gärt und gärt und gärt... Antworten


René Hofstetter

10.05.2010, 10:28 Uhr
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@ Roman Meier: Ohne Ursache und Wirkung zuzuordnen, ist es aber schon so, dass Bildung und soziale Schicht sehr oft einen Zusammenhan haben. Antworten


Roman Meier

10.05.2010, 10:11 Uhr
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Meiner Meinung nach ist es nicht eine Frage der Bildung, sondern der sozialen Schicht, ob jemand eher zur Gewalttätigkeit neigt. Schweizer aus der unteren sozialen Schicht sind auch gewalttätiger als die anderen. Und wenn man massenweise Menschen aus der Unterschicht als billige Arbeitskräfte ins Land holt (egal aus welchem Land), darf man sich nicht wundern, wenn es zu Problemen kommt. Antworten



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