Panorama

Wenn Füchse weiterverwertet werden

Von Martina Summermatter-Maurer. Aktualisiert am 15.02.2012 41 Kommentare

Jäger und Pelzhändler zeigten am Zentralschweizer Pelzfellmarkt in Sursee, was mit Füchsen passiert, die nicht in der Kadaververwertung landen. Ein Videoreport.

«Schiesse ich ein Tier in der Natur, wird es richtig genutzt»: Jäger Martin Zimmermann.
Video: Jan Derrer, Martina Summermatter

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Frauen aller Altersklassen probieren am Zentralschweizer Pelzfellmarkt in Sursee Hüte und Halstücher aus Fuchsfell oder schauen sich das Rohmaterial für einen Pelzmantel an. Darüber reden wollen sie aber nicht: Wer hierzulande Pelz trägt, macht sich unbeliebt. Einzig die Liegenschaftsverwalterin Beatrice Bolz bringt es auf den Punkt. Sie erzählt, dass sie sich eben ein Geissfell gekauft hat und sich auch für Fuchspelze zum Basteln interessiert. Sie würde aber, um die Leute nicht zu schockieren, in der Öffentlichkeit keinen Pelzmantel tragen.

Die Messe findet traditionellerweise jedes Jahr am Dienstag vor dem schmutzigen Donnerstag statt. Über die Anzahl der Besucher liegen keine Angaben vor. Da gleichzeitig auch die Generalversammlung des Verbands Revierjagd Luzern stattfindet, sind laut Präsident und Marktorganisator Andreas Egli 1400 Jäger nach Sursee gereist.

Kein Verkauf von Katzen- und Hundefellen

Für den Jäger haben Pelze und Felle von einheimischen Füchsen nichts Anrüchiges: «Da der Fuchs in der Zentralschweiz keine natürlichen Feinde wie Luchs und Wolf hat, muss der Bestand von uns Jägern reguliert werden», erklärt er. Wenn die Felle nicht verkauft werden würden, so müssten sie in der Kadaververwertung entsorgt werden. Egli wird wegen des Marktes immer wieder von anonymen E-Mail-Schreibern kritisiert oder gar bedroht.« Ich habe nichts gegen Kritik», hält er fest, «aber ich mag es nicht, wenn sie anonym ist.»

Vom Verkauf von Katzen- und Hundefellen distanziert sich der Verantwortliche ganz klar: «Wir dulden hier keine Felle von Haustieren wie Katzen und Hunden und führen Kontrollen durch.» Er würde den Unterschied zwischen einem Wildtierfell und einem Haustierfell sofort erkennen.

Interesse steigt wieder an

Der Händler Peter Hofstetter stellt fest, dass das Interesse an Fuchspelzen dieses Jahr wieder angestiegen ist. Der Verkauf halte sich dennoch in Grenzen. Genaue Zahlen kann er aber nicht nennen. Die übrig gebliebenen Felle werden laut Hofstetter nun weiterverarbeitet oder ins Ausland exportiert.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 14.02.2012, 17:53 Uhr

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41 Kommentare

Rolf Leiser

14.02.2012, 22:09 Uhr
Melden 22 Empfehlung

Heute haben viele Mütter Schaffelle für Ihre Kleinkinder. Das ist auch ein Pelz!
Zum Fleisch essen werden auch Tiere getötet, dabei wird auch ein Fell (Pelz) abgezogen.
Also macht nicht so ein TraRa darum.
Rolf Leiser
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Flo Zürrer

15.02.2012, 00:19 Uhr
Melden 21 Empfehlung

Ich verstehe nicht, weshalb ein Fuchs- oder Hasenfell nich weiterverarbeitet werden soll!! Mein erster Schulthek war aus Leder und Kuhfell, heute esse isch gerne Chüngel und lasse mir von einer Chüngelfellmütze die Ohren wärmen! Antworten



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