Wie die SBB die unbeliebten Bahnhöfe verteidigen

Die Tagesanzeiger.ch/Newsnetz-Leser haben ihre zehn unbeliebtesten Bahnhöfe bestimmt. Die SBB reagieren gelassen: Man könne es nicht allen recht machen.

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Die Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnetz und SBB-Benützer nehmen kein Blatt vor den Mund: Ob «schmuddelig», «zugemüllt» oder «verwahrlost», die Kritik an Schweizer Bahnhöfen ist unverblümt. Die SBB stehen den Beanstandungen jedoch gelassen gegenüber: «Wir haben 800 Haltestellen in der Schweiz und über 900'000 Fahrgäste pro Tag», erklärt SBB-Sprecher Daniele Pallecchi. Es sei klar, dass nicht alle Passagiere mit sämtlichen Bahnhöfen zufrieden seien. Den einen sei ein Bahnhof zu wenig sicher, den anderen zu wenig sauber, und wieder anderen zu wenig hell. «Vor diesem Hintergrund ist jeder Bahnhof optimierbar», bilanziert Pallecchi, «doch: ‹Allen Leuten recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann›».

Trotzdem sei man bestrebt, die Situation an den Bahnhöfen zu verbessern, «zumal die Bahnhöfe die Visitenkarte der SBB sind».

Und was meinen die Bundesbahnen konkret zu den den Kritikpunkten an den Bahnhöfen, welche die Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnetz-Lesern genannt haben?

Bern: «Hier sind Diskussionen mit der Stadt im Gange, wie der Bahnhof aufgewertet werden kann.»

Olten: «Wird ein Bahnhof renoviert, kommt es zwangsläufig zu Behinderungen. Einmal umgebaut, wird der Bahnhof Olten jedoch auch gegen aussen der Tatsache Rechnung tragen, dass es sich um einen der wichtigsten Bahnhöfe der Schweiz handelt.»

Zürich Stettbach: «Auch hier geht etwas: Der Bahnhof soll zu einem regionalen Umsteigezentrum werden.»

Frauenfeld: «Über Ästhetik lässt sich immer streiten. Allen Bahnbenützern können wir es da nicht recht machen. Doch der Bahnhof Frauenfeld erhielt gerade kürzlich die Auszeichnung ‹Goldener Verkehrsknoten› für seine erstklassige Verbindung von privatem und öffentlichem Verkehr.»

Wettingen: «Auch dieser Bahnhof wird optimaler gestaltet. Hier sind ebenfalls Abklärungen mit der Gemeinde im Gange, damit dem Dorf mit rund 20'000 Einwohnern künftig ein gebührender Bahnhof geboten werden kann.»

Genf: «Wir nehmen die Kritik ernst und werden uns den Fall genauer anschauen.»

Zürich Stadelhofen: «In Stadelhofen haben wir Schmieranlagen installiert, welche das Quietschen bereits um 50 Prozent reduzieren konnten. Doch ganz wird man die Geräusche nie wegbringen.»

Othmarsingen: «Dieser Bahnhof ist bestimmt benutzertauglich, spätestens 2023 wird er auch behindertengerecht sein.»

Zürich Oerlikon: «Was den Müll anbetrifft: Wir reinigen die Bahnhöfe regelmässig. Ansonsten ist hier ebenfalls ein Bauprojekt in Planung, das den Bahnhof aufwerten soll.»

Solothurn: «Ich weiss nicht, was hier konkret bemängelt wird. Aber wir erkundigen uns laufend bei unseren Kunden und Bahnhofbenutzern, wo noch Bedürfnisse bestehen und welche das sind.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnetz)

Erstellt: 23.11.2009, 16:27 Uhr

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