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Xanax – Hollywoods Happy-Pill

Von Nina Merli. Aktualisiert am 13.02.2012 17 Kommentare

Beruhigungsmittel sind in Hollywood weitverbreitet. So soll Whitney Houston regelmässig das Medikament Xanax eingenommen haben. Wie schon die verstorbenen Stars Michael Jackson und Heath Ledger.

1/5 Ein trauriges Ende: Am vergangenen Samstag verstarb die Pop-Diva Whitney Houston. (22.11.2009)
Bild: Keystone

   

Die toxikologische Untersuchung könne noch sechs bis acht Wochen dauern, sagte ein Rechtsmediziner in Los Angeles. Unterdessen wurde Houstons Tochter mit einer Angstattacke ins Krankenhaus eingeliefert. (Video: Reuters )

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Der Tod von Whitney Houston

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Die amerikanische Pop-Diva starb im Alter von 48 Jahren. Die Musikwelt verliert eine Legende.

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Whitney Houston soll am Samstagnachmittag in der Badewanne ihres Hotelzimmers ertrunken sein. Im Zimmer der Sängerin, die in den letzten Jahren vermehrt wegen ihrer Drogensucht für Schlagzeilen gesorgt hatte, sollen zwar keine Drogen sichergestellt worden sein – aber viele verschreibungspflichtige Medikamente. Darunter auch das angstlösende Beruhigungsmittel Xanax. Nun wird spekuliert, ob eine Überdosis zum Tod der Sängerin geführt hat.

Xanax wurde Anfang der 1970er-Jahre in den USA entwickelt und ist in der Gruppe der Psychopharmaka in Amerika seit einigen Jahren das meistverschriebene Medikament. 2009 wurden 44'029'000 Rezepte für Xanax ausgestellt. In der Schweiz wurde es 1980 zugelassen. Das verschreibungspflichtige Medikament wird gegen Angstzustände (Panikattacken), aber auch bei Flugangst oder Spannungszuständen verschrieben. Die alleinige Einnahme eines sogenannten Benzodiazepins – oder Tranquilizers –, zu denen auch Xanax gehört, ist in der Regel unbedenklich, aber in der Kombination mit anderen Arzneimitteln dieser Gruppe oder Alkohol kann es zum Atemstillstand und Koma führen.

Stark verbreitet unter Hollywood-Stars

In Hollywood sind Benzodiazepine weitverbreitet, so sollen etwa Paris Hilton, Winona Ryder oder Lindsay Lohan regelmässig Xanax einnehmen. Doch gerade die längere Einnahme kann zu Abhängigkeit führen. «Das Abhängigkeitspotenzial dieser Art von Medikamenten ist sehr gross», so Hugo Kupferschmidt, Direktor des Schweizerischen Toxikologischen Informationszentrums (STIZ), «genauso wie das Missbrauchspotenzial.» Kupferschmidt kann sich gut vorstellen, dass der Verbrauch von Benzodiazepinen im Showbusiness bestimmt gross ist: «Prominente sind oft unterwegs, durchleben während ihrer Karriere viele Auf und Abs und haben oft einen sehr unregelmässigen Schlaf- und Wachrhythmus.» Um dieser Unregelmässigkeit entgegenzuwirken, werde darum oft zu Schlaf- und Beruhigungsmitteln gegriffen.

Wie etwa im Fall von Michael Jackson, der laut Berichten 10 Pillen täglich konsumiert haben soll. Und auch die Autopsie von Heath Ledger ergab, dass der Schauspieler nebst weiteren Medikamenten Xanax zu sich genommen hatte. So ergaben toxikologische Laboruntersuchungen, dass Ledger sechs verschiedene Medikamente gleichzeitig konsumiert haben soll, darunter starke Schmerzmittel, Schlaftabletten sowie Medikamente gegen Angstattacken – Xanax.

Beliebt auch in der Partyszene

Trotz der gefährlichen Nebenwirkungen im Fall eines Mischkonsums wird Xanax nicht selten in der Partyszene eingesetzt. So tauschen sich Partygänger in Internetforen über Dosierung und Vorzüge des Medikaments aus. Wobei gerade in Zusammenhang mit Alkohol oder der häufig gebrauchten Partydroge GHB («Liquid Ecstasy») eine Gefahr der Atemlähmung besteht. «Ein Medikament wie Xanax ist zwar verschreibungspflichtig, doch gibt es bestimmt Möglichkeiten, sich über das Internet das Arzneimittel zu beschaffen», so Kupferschmidt. Nicht selten würden in der Partyszene Aufputschmittel und Beruhigungsmittel kombiniert. «Xanax allein macht als Partydroge keinen Sinn», sagt Kupferschmidt, «eher wird es gebraucht, um von gewissen Drogen runterzukommen.»

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 13.02.2012, 13:18 Uhr

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17 Kommentare

John Elster

13.02.2012, 13:29 Uhr
Melden 36 Empfehlung

auf den ersten blick auf den titel dachte ich doch tatsächlich, dass hier eine verbindung zum schweizer fussball besteht. war aber ein n und kein m. Antworten


Manuel Braun

14.02.2012, 08:56 Uhr
Melden 21 Empfehlung

Welche Droge legal und welche illegal ist, hat leider überhaupt gar nichts mit der Gefährlichkeit zu tun. Man vergleiche etwa mal die Xanax- oder Alkohol-Todesfälle mit den Hanf-Todesfällen (Ja, ich weiss, auch das kann tödlich sein, nämlich wenn einem 50 kg davon auf den Kopf fallen :) Antworten



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