Panorama

YB-Fans werfen Steine gegen Zürcher Polizei

Von Thomas Hasler. Aktualisiert am 07.03.2011

Zum dritten Mal innert drei Tagen ist ein Fussballspiel von Ausschreitungen überschattet worden: In Zürich gerieten am Samstag YB-Fans und Zürcher Polizisten aneinander.

Da war alles noch friedlich: Die YB-Fans im Letzigrund.

Da war alles noch friedlich: Die YB-Fans im Letzigrund.
Bild: Keystone

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Nach dem Sieg der Grasshoppers über die Young Boys haben YB-Fans am Samstagabend beim Bahnhof Altstetten Beamte der Stadtpolizei angegriffen. Dies teilte die Stadtpolizei am Sonntag mit. Zwei Polizisten seien leicht verletzt worden. Ein 20-jähriger YB-Fan musste mit mittelschweren Kopfverletzungen ins Spital gebracht werden.

Laut Angaben der Stadtpolizei waren die Beamten mit Steinen und anderen Wurfgeschossen «unvermittelt und massiv angegriffen» worden, als sie einer Passantin helfen wollten, die in den Fan-Massen einen Schwächeanfall erlitten hatte. Die Polizisten reagierten mit Reizstoff und Gummigeschossen. Dabei wurde der 20-jährige Schweizer verletzt. Im Rahmen der harten Auseinandersetzung verhaftete die Polizei einen 25-jährigen und einen 23-jährigen Schweizer. Zwei weitere Schweizer YB-Fans waren schon beim Letzigrund festgenommen worden, weil sie die Arbeit der Polizei behindert hatten. Bei der Auseinandersetzung wurden zwei VBZ-Busse sowie Automaten und Anzeigetafeln der SBB beschädigt. Laut Polizeiangaben entstand ein Schaden von mehreren 10'000 Franken.

YB-Fans kritisieren Polizeieinsatz

Der Dachverband der YB-Fanklubs widersprach am Sonntag «vehement» den Angaben der Stadtpolizei. «Aus unerklärlichen Gründen» seien Polizeigrenadiere zur verletzten Frau vorgedrungen und hätten Fans «rabiat weggerissen». Mit Schlagstöcken habe die Polizei auf alle Personen in der unmittelbaren Umgebung eingeprügelt und ohne Vorwarnung mit Gummischrot geschossen. Erst danach sei die bis anhin ruhige Atmosphäre eskaliert und einige Berner Fans hätten Steine geworfen.

Eine Polizeisprecherin sagte gestern, die Polizei sei von den Betreuern der verletzten Frau zu Hilfe gerufen worden. Der Gummischroteinsatz sei in einer Notwehrsituation erfolgt. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 06.03.2011, 14:47 Uhr

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