Züge bleiben in Tunnels stecken, Lifts in Schächten hängen
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Rund 80 Prozent der 17 Millionen Einwohner Chiles waren am Sonntagabend vom Blackout betroffen. Von San Pedro in der der Atacama-Wüste im Norden bis nach Puerto Montt auf der Insel Chiloé im Süden fiel am Sonntagabend (Ortszeit) über eine Strecke von 2600 Kilometern der Strom aus. Ursache sei ein Kurzschluss in einer Transformatorstation gewesen, sagte Innenminister Rodrigo Hinzpeter. Weshalb es dazu kam, war laut Energieversorger Chilectra unbekannt.
Der Stromausfall habe nicht direkt mit dem Erdbeben der Stärke 8,8 vom 27. Februar zu tun, betonte Innenminister Hinzpeter. Allerdings sei das Netz durch die Erdbebenschäden geschwächt.
Rettungseinsätze in Santiago
In der Hauptstadt Santiago gingen kurz vor 21.00 Uhr Ortszeit plötzlich alle Lichter aus. 21 U-Bahnzüge blieben zwischen Stationen im Tunnel stehen, und die Fahrgäste mussten durch die Tunnel geleitet werden. Einkaufshäuser mussten evakuiert werden. Die Feuerwehr befreite zahlreiche Menschen aus steckengebliebenen Lifts. Die Sicherheitskräfte verstärkten ihre Präsenz auf den Strassen, um mögliche Plünderer abzuschrecken.
Nach knapp einer Stunde kam der Strom in der Hauptstadt langsam wieder. In den restlichen Gebieten dauerte es länger. Vor allem in den Erdbebenregionen löste der Stromausfall bei den Menschen Angst aus. Viele verliessen ihre Wohnungen.
Schweres Beben
Bei dem Beben vor zwei Wochen waren mindestens 500 Menschen umgekommen. Seitdem wurden mehr als 270 Nachbeben registriert. Bereits nach dem Beben waren mehrere Regionen ohne Strom, erst vor wenigen Tagen war die Versorgung dort zu drei Vierteln wiederhergestellt. (cpm/sda)
Erstellt: 15.03.2010, 09:05 Uhr















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