Zwei Spezialkräne bergen die Unfallzüge

Die Bergungsarbeiten der beiden kollidierten Züge in Bad Aibling werden fortgesetzt. Wegen schlechtem Wetter mussten die Arbeiten zuvor unterbrochen werden.

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Nach dem Zugunglück von Bad Aibling setzen die Einsatzkräfte am Donnerstag mit Tagesanbruch die Bergung der beiden Züge fort. In der Nacht waren die Arbeiten unterbrochen worden.

«Grund dafür war das schlechte Wetter. Ferner spielte eine Rolle, dass die Einsatzkräfte eine Pause brauchten», sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn am Morgen. Die Bergung der verunglückten Züge werde voraussichtlich noch zwei Tage dauern. «Sollte sie in dieser Zeit nicht abgeschlossen sein, wird auch am Wochenende weitergearbeitet.»

Zwei Spezialkräne bergen die Züge

Die verkeilten Waggons sollen zunächst voneinander getrennt und dann in Teilen geborgen werden. Zwei Spezialkräne aus Fulda und Leipzig waren dafür nach Oberbayern gekommen. Die geborgenen Teile sollen anschliessend nach Kolbermoor und Bad Aibling transportiert werden.

Allein der Kran aus Fulda habe eine Tragkraft von 160 Tonnen, hiess es. Zudem gehörten fünf Module inklusive Werkstatt und Aufenthaltsmöglichkeiten für die Einsatzkräfte zu dem Gerät. Zunächst sollten Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks mit schwerem Schneidegerät versuchen, die Triebköpfe auseinanderzuschneiden und danach die Züge voneinander zu trennen.

Danach sollen das Gleis und die Oberleitung repariert werden. Die Aufräumarbeiten werden durch die selben Umstände erschwert wie zuvor die Rettung der Opfer: Die Unglücksstelle liegt in einem Waldstück an einer Hangkante, die steil zu einem Kanal abbricht, und ist nur schwer zu erreichen.

Bei dem schweren Zugunglück in Oberbayern waren am Dienstag zehn Menschen ums Leben gekommen, Dutzende wurden verletzt. (ofi/sda)

(Erstellt: 11.02.2016, 09:11 Uhr)

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