In Mali vor einem Jahr entführte Schweizerin soll noch leben

Das Terrornetzwerk al-Qaida hat offenbar erneut ein Video veröffentlicht, das die gekidnappte Basler Missionarin Beatrice S. zeigt. Die Schweiz forderte die sofortige Freilassung.

Wurde am 8. Januar 2016 in Timbuktu entführt: Die Schweizer Missionarin Beatrice S. in einem im Sommer 2016 aufgetauchten Video (17. Juni 2016).

Wurde am 8. Januar 2016 in Timbuktu entführt: Die Schweizer Missionarin Beatrice S. in einem im Sommer 2016 aufgetauchten Video (17. Juni 2016). Bild: Screenshot Youtube

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Eine vor einem Jahr in Mali entführte Schweizerin lebt noch. Dies soll ein Video beweisen, das vom Terrornetzwerk al-Qaida im Islamischen Maghreb (AQMI) ausgestrahlt wurde. Die Schweiz forderte umgehend die Freilassung der Frau.

Das Video sei am Dienstag verbreitet worden, teilte das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) in der Nacht auf Mittwoch mit. Zuvor hatte bereits die SITE Intelligence Group, eine US-Organisation, die sich auf die Überwachung islamistischer Websites spezialisiert, darüber informiert.

In Timbuktu entführt

Die Entführte spricht im Video mit dem Datum 31. Dezember 2016 mit schwacher Stimme, das Gesicht eingerahmt von einem schwarzen Kopftuch. Man sei über die jüngste Aufnahme im Bilde. Es sei bereits die dritte dieser Art, nach Veröffentlichungen im Januar und im Juni 2016, schrieb das EDA. «Die Schweiz fordert die bedingungslose Freilassung der entführten Person.»

Die Schweizerin – eine Baslerin – war am 8. Januar 2016 in Timbuktu von Bewaffneten entführt worden. Sie war bereits im April 2012 von Islamisten verschleppt worden. Damals kam sie nach Vermittlung durch die Regierung von Burkina Faso nach neun Tagen frei. Die Islamisten liessen sie offenbar unter der Bedingung frei, dass sie nicht in die Wüstenstadt zurückkehre, um zu missionieren. (jdr/chk/sda)

Erstellt: 10.01.2017, 23:47 Uhr

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