Angeblicher Neonazi-Überfall: Polizei ermittelt auf Hochtouren

Die Bilder zeigen Schnittverletzungen am Körper der jungen Brasilianerin – und schockierten die Schweiz. Dennoch hält die Polizei weitere Details zum Vorfall am Zürcher Bahnhof Stettbach zurück. Neue Informationen sind gegen Mittag in Aussicht gestellt.

Auch heute Freitagmorgen schweigt die Polizei zu dem mutmasslichen Neonazi-Überfall, bei dem eine 26-jährige Brasilianerin ihre ungeborenen Zwillinge verloren haben soll. Gestern noch hat die Zürcher Stadtpolizei allfällige Zeugen darum gebeten, sich mit ihr in Verbindung zu setzen. Ob bisher Meldungen eingegangen sind, verschweigt die Polizei zur Stunde. «Wir können überhaupt nichts dazu sagen», so Marco Cortesi, Medienchef der Stadtpolizei.

Ausserdem erklärte die Polizei, Bilder der Videoüberwachung auszuwerten. Auch hier bleibt offen, ob diese Auswertung bereits Resultate hervorbrachte. Für den heutigen Morgen seien zwei Sitzungen anberaumt, an denen eine Auslegeordnung sämtlicher Fakten und aller offenen Fragen vorgenommen werde. Allfällige Meldungen auf den Zeugenaufruf und Resultate aus der Videoüberwachung sollen Gegenstand dieser Sitzungen sein. Weitere Informationen stellt Cortesi frühestens gegen Mittag in Aussicht. (fsc)

Erstellt: 13.02.2009, 10:35 Uhr

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