Verletzte Brasilianerin: Schweizer Botschafter muss erklären
Schlimme Verletzungen: Die Polizei gibt bisher keine Erklärung über die Herkunft der Wunden ab. Die Bilder erschienen in der brasilianischen Zeitung O Globo. (Bild: O Globo)
Bahnhof Stettbach ZH: Hier soll die Brasilianerin überfallen worden sein.
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Das sagte der Sprecher des Eidgenössischen Departements für Auswärtige Angelegenheiten EDA, Georg Farago, am Abend. Das EDA habe volles Vertrauen in die Ermittlungen der Zürcher Stadtpolizei und hoffe, die Umstände des Vorfalls würden rasch und lückenlos aufgeklärt.
Eine 26-jährige Brasilianerin gibt an, drei Skinheads hätten sie beim Bahnhof Stettbach überfallen und ihr mit einem Teppichmesser Schnittwunden zugefügt und die Buchstaben «SVP» in die Haut geritzt. Darauf habe sie in einer Toilette am Bahnhof eine Fehlgeburt erlitten.
Polizei sucht Zeugen
Die Stadtpolizei Zürich hat heute über den Fall informiert. Wie sie mitteilte, hatte sich am vergangenen Montag kurz nach 19.30 Uhr ein Mann telefonisch bei der Stadtpolizei gemeldet und für eine Frau am Bahnhof Stettbach Hilfe angefordert. Vor Ort seien die Polizisten auf die Brasilianerin getroffen. Die Frau sei für weitere Abklärungen ins Spital gebracht worden. Am Tatort wurden die Spuren gesichert.
Laut Polizei sind die genauen Umstände des Vorfalls unklar. Zu Festnahmen kam es nach dem Vorfall vorerst nicht. Weitere Angaben seien aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes wie auch aus ermittlungstaktischen Gründen zurzeit nicht möglich. Entsprechend waren auch keine Informationen zum medizinischen Zustand der Brasilianerin erhältlich. Die Polizei sucht Zeugen, die kurz nach 19.30 Uhr an der Dübendorfstrasse 447 beim Bahnhof Stettbach in der Umgebung des Notausgangs verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben.
In brasilianische Medien wurden Bilder von Verletzungen gezeigt, die der Frau mit einem Teppichmesser zugefügt worden sein sollen. Diese zeigen mehrfach die Buchstaben «SVP». Der Angriff soll erfolgt sein, nachdem sich das spätere Opfer mit seiner Mutter am Handy auf Portugiesisch unterhalten habe. Einer der Angreifer soll am Hinterkopf ein Hakenkreuz eintätowiert gehabt haben. Die Brasilianerin ist gemäss Medienberichten mit einem Schweizer verheiratet und arbeitet für eine dänische Firma in der Schweiz. (oku/ap)
Erstellt: 12.02.2009, 19:29 Uhr
















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