Vier Seeleute tot in Schlafräumen gefunden

Nach der Schiffskollision vor der Küste Japans haben Taucher der US-Marines vermisste Crewmitglieder geborgen. Die Kabine des Kapitäns wurde zerstört.

Der US-Zerstörer ist an der Steuerbordseite stark beschädigt: Inzwischen befindet sich die «USS Fitzgerald» im Hafen der Marinebasis in Yokosuka.
Video: AP Photo/Eugene Hoshiko/Keystone

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Nach dem Zusammenstoss eines US-Zerstörers und eines Containerschiffes vor der Küste Japans sind vermisste Besatzungsmitglieder tot aufgefunden worden. Taucher der US-Marine hätten die Toten in dem zerstörten Teil des Schiffes entdeckt, erklärte die US-Marine am Sonntag in einer Mitteilung. Nach der Kollision waren sieben Crewmitglieder der «USS Fitzgerald» als vermisst gemeldet worden. Die Suche nach ihnen wurde eingestellt.

Der Kommandeur der 7. Flotte der US-Marine, Vizeadmiral Joseph Aucoin, wollte sich nicht dazu äussern, ob alle Vermissten inzwischen gefunden wurden. Zunächst müssten die Angehörigen informiert werden, erklärte er. Die Leichen wurden in ein Krankenhaus in der japanischen Stadt Yokosuka gebracht, wo sie identifiziert werden sollten.

Der US-Zerstörer «USS Fitzgerald» war am Samstag mit dem unter philippinischer Flagge fahrenden Handelsschiff «ACX Chrystal» kollidiert. An Bord der «ACX Chrystal» wurde niemand verletzt.

Crewmitglieder haben geschlafen

Aucoin würdigte die Leistung der Besatzungsmitglieder, die verhindert hätten, dass die «USS Fitzgerald» gesunken sei. «Den grössten Teil des Schadens kann man nicht sehen, weil er sich unterhalb der Wasserlinie befindet», sagte der Kommandeur. Gewaltige Wassermengen seien ins Schiff eingedrungen. Die meisten der 300 Crewmitglieder hätten zum Zeitpunkt des Unglücks geschlafen.

Das havarierte Schiff wurde auf den Stützpunkt Yokosuka geschleppt. Der Kapitän, dessen Kabine beim Aufprall zerstört wurde, wurde mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Ermittler wollen nun die Unglücksursache klären. (foa/oli/dpad)

Erstellt: 18.06.2017, 06:31 Uhr

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