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Andermatt-Resort: Ohne Einsprachen fahren bald die Bagger vor

Aktualisiert am 12.08.2008

Der ägyptische Investor Samih Sawiris hat heute die Quartiergestaltungspläne und Umweltverträglichkeitsbericht präsentiert. Nun läuft die 30-tägige Einsprachefrist.

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Die Urner Justizdirektorin Heidi Z'graggen sowie Andermatts Gemeindepräsident Karl Poletti zeigten sich zufrieden mit der geleisteten Arbeit. «In Andermatt kann man kaum mehr warten, bis die Bagger endlich auffahren», sagte Poletti.

Stolz sei er vor allem, sagte Sawiris, dass er seine Visionen nun endlich auf Papier gebracht habe. Die Koordination des Projekts sei zwar noch eine grosse Herausforderung, er sei aber zuversichtlich, dass das Projekt so verwirklicht werden könne: «Schliesslich bin ich nach Andermatt gekommen, um zu bauen. Nicht nur, um zu planen.»

Die QPG werden nun im Amtsblatt publiziert, und es läuft eine 30-tägige Einsprachefrist. Z'graggen: «Sofern keine wesentlichen Einsprachen gegen die Quartiergestaltungspläne eingereicht werden, gehe ich davon aus, dass bis November 2008 eine rechtskräftige Genehmigung der QPG durch die Regierung möglich ist.»

Die Quartiergestaltungspläne würden ein ziemlich komplettes Bild ermöglichen, wie das Resort einmal aussehen werde, sagte Benno Nager, COO der Andermatt Alpine Destination Company (AADC). Unter anderem werden darin die Höhen der Gebäude festgelegt, die Baufelder oder aber auch, wie das Resort erschlossen wird.

Zweistöckiger Villenbereich

Entstehen soll unter anderem ein 5-Sterne-Hotel. Im Bahnhofareal sollen zwei neue direkte Fussgängerverbindungen von der Bahnhofstrasse zum Resort entstehen. Der geplante Villenbereich wird durch die Reuss zweigeteilt. In diesem Perimeter ist die Höhe der Gebäude auf zwei Geschosse beschränkt.

Wegen des geplanten Golfplatzes (mehr als neun Löcher) und der Parkierungsanlage (mehr als 300 Abstellplätze) unterliegt das Tourismusprojekt der Pflicht der Umweltverträglichkeitsprüfung. Grundlage der Prüfung bildet der Umweltverträglichkeitsbericht, welcher über die Umweltauswirkungen des gesamten Resorts inklusive Golfplatz Auskunft gibt.

Darin wird nun die Parkplatzzahl auf 1970 Plätze beschränkt. Sie liege unter der im Rahmen der Richtplananpassung Ursern festgelegten Zahl von 2000 Plätzen, sagte Nager. Das gesamte Resort wird verkehrsfrei. «Ziel ist es, dass möglichst viele Gäste mit dem öffentlichen Verkehr anreisen», sagte Nager.

Kein Helikopterplatz geplant

Das Resort soll für alle bewohnten Gebäude im Minergiestandard gebaut werden. Ziel ist eine CO2-neutrale Energieversorgung. Und der Strom soll möglichst aus erneuerbaren Energiequellen bezogen werden. In diesem Zusammenhang sagte Sawiris auch, dass es im Resort wohl keinen Helikopterlandeplatz geben werde.

Bei der Planung des Golfplatzes mussten sich die Architekten an die so genannte Dreidrittel-Regel des Bundes für Golfplätze halten. Rund 70 Prozent der Fläche sind ökologische Ausgleichsflächen. Somit verbleiben 30 Prozent als eigentliche Golfflächen. Der neue Golfplatz umfasst flächenmässig den grössten Teil des Tourismusresorts.

Insgesamt sollen in Andermatt 600 Hotelzimmer, 220 Hotelwohnungen, maximal 40 Ferienhäuser und 710 Wohnungen entstehen. Die erste Etappe des Resorts könnte bis 2010 gebaut werden. Der ägyptische Hotelunternehmer will mindestens eine Milliarde Dollar in Andermatt investieren. (mbr/sda)

Erstellt: 12.08.2008, 11:22 Uhr

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