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Botellón: Friedliches Trinkgelage in Bern

Von Beat Rüdt. Aktualisiert am 31.08.2008 14 Kommentare

Eine Openair-Party mit über 1200 trinkfreudigen Besuchern - und keiner einzigen Toilette. So präsentiert sich die Botellón in Bern. Die Polizei hielt sich zurück.

Partystimmung auf der Grossen Schanze.

Partystimmung auf der Grossen Schanze. (Bild: Beat Rüdt)

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Wer ist Pinto?

Pinto ist ein Projekt der Direktion für Bildung, Soziales und Sport der Stadt Bern. Pinto schaut hin, spricht an, interveniert, vermittelt und hilft.

Die Trinkwilligen sassen in kleineren Gruppen auf der Wiese vor der Universität und genossen die warme Nacht. Zeitweise waren mehr als tausend Personen vor Ort.

Die meist jungen Leute tranken Bier und Spirituosen. Die Stimmung war ausgelassen, aber friedlich. Auch nach 23:00 Uhr sah man nur wenig stark betrunkene Personen.

Keine Toiletten

Grösstes Problem war der Mangel an Toiletten. Der Weg in den Bahnhof schien den meisten zu weit zu sein. Die männlichen Trinker urinierten an die wenigen Bäume und Büsche oder direkt an das Hauptgebäude der Universität.

Auch der Abfall dürfte zum Problem werden: Zerbrochene Flaschen lagen neben leeren Dosen auf dem Boden.

Feuer und Feuerwerk

Was an brennbarem Material liegen blieb, ging ab 23.00 Uhr in einem grossen Feuer auf, das auf der Wiese entzündet wurde. Fast hundert Personen sammelten sich um den brennenden Müllhaufen und profitierten von der Wärme.

Für grosse Freude sorgten zwei Vulkane: Die Menge jubelte - die Feuerfunken waren das einzige gemeinsame Erlebnis, das die trinkenden Gruppen teilten.

Polizei hielt sich zurück

Kurz nach 19:30 Uhr rückte die Polizei mit rund 15 Beamten an und markierte seither nur an den Zugängen zur Grossen Schanze Präsenz. Ebenfalls vor Ort waren vier Mitarbeiter von Pinto, die auf dem Gelände patrouillierten. Kurz vor 22.00 Uhr zogen die uniformierten Beamten ab und traten erst eineinhalb Stunden später als Zweierpatrouille wieder in Erscheinung.

Unbewilligter Anlass

Der Berner Gemeinderat hat das erwartete Massenbesäufnis an seiner Sitzung vom vergangenen Mittwoch verurteilt und die Polizei angewiesen, falls nötig einzuschreiten.

Zum Besäufnis aufgerufen hat ein anonymer User auf der Internetseite facebook.com. 407 registrierte User geben dort an, am Anlass teilzunehmen. Nicht zuletzt dank der hohen Medienpräsenz haben sich viel mehr Partygänger eingefunden.

Keine Zwischenfälle, viel Abfall

Laut Angaben der Kantonspolizei Bern ist der Anlass auf der Grossen Schanze weitgehend friedlich verlaufen. Wie ein Polizeisprecher gegenüber bernerzeitung.ch bestätigt, haben die Einsatzkräfte lediglich Präsenz markiert. Ein Eingreifen sei nicht nötig gewesen. Auf der Grossen Schanze sei jedoch viel Abfall zurückgeblieben.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 31.08.2008, 13:53 Uhr

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14 Kommentare

Frank Meyer

Melden

"Ebenfalls vor Ort waren vier Mitarbeiter von Pinto, die auf dem Gelände patrouillierten. " schreibt Beat Rüdt. Wer oder was ist Pinto? Antworten


C I

Melden

Frag Onkel Google ;-) http://www.bern.ch/leben_in_bern/sicherheit/sicherheit/pinto Antworten



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