Provider gab Hinweis auf Pädophilen-Forum

In einem St. Galler Internet-Forum haben Hunderte Pädophile Tipps und Dateien ausgetauscht. In einem Fall kam es zum Missbrauch eines Mädchens. Der Provider des Forums hat den Pödophilen-Ring auffliegen lassen.

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Die Internet-Plattform für Pädophile ist nach Hinweisen durch den betroffenen St. Galler Provider aufgedeckt worden. Dies bestätigte der Geschäftsführer in einem Interview mit dem Zürcher Privatsender Radio 1.

Bei Routineüberprüfungen der Seiten sei man auf das Portal aufmerksam geworden und habe die Behörden in St. Gallen und Bern informiert.

Tipps für Umgang mit Mädchen

Die Plattform bot den Nutzern Gelegenheit, sich näher kennenzulernen oder sich auf privater Ebene zu vernetzen. Dabei seien Tipps und Erfahrungen für den Umgang mit kleinen Mädchen oder Anweisungen für erste Kontaktaufnahmen mit Kindern ausgetauscht worden, heisst es in der Mitteilung.

Auch Dateien mit kinderpornografischen Darstellungen seien ausgetauscht worden.

600 Deutsche identifiziert

Die Ermittlungen führten zur Identifizierung von rund 600 Personen aus Deutschland, 40 aus Österreich und vier aus dem Fürstentum Liechtenstein. Bei den Betreibern des Forums handelt es sich laut Mitteilung um Deutsche.

13 Hausdurchsuchungen in der Schweiz

In der Schweiz wird bisher gegen 13 Männer ermittelt. Bei ihnen wurden Hausdurchsuchungen vorgenommen und umfangreiches Material wie Computer-Festplatten und andere Datenträger beschlagnahmt. Vier von ihnen wurden vorübergehend verhaftet. Ihnen werden neben Kinderpornografie auch sexuelle Handlungen mit Kindern oder das Herstellen pornografischer Bilder und Filme bei direktem Missbrauch eines Mädchens vorgeworfen.

Die St. Galler Untersuchungsrichterin Ursula Brasey bestätigte auf Anfrage zu einem Bericht von Schweizer Radio DRS, dass es sich beim missbrauchten Opfer um ein zwölfjähriges Mädchen handelt. Es stamme im weitesten Sinne aus dem Bekanntenkreis der mutmasslichen Täter.

Diese seien geständig und deshalb zum Teil aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Die St. Galler Erkenntnisse lösten auch weitere Ermittlungen im Ausland aus. So wurde laut der Untersuchungsrichterin in Deutschland ein Mann wegen sexueller Handlungen mit Kindern verhaftet. Hier handle es sich aber nicht um das Herstellen pornografischer Darstellungen.

Seit Monaten wird ermittelt

Nicht unter den Beschuldigten ist der St. Galler Internetprovider, über den die Webseite lief. Dieser habe eine hohe Kooperationsbereitschaft an den Tag gelegt, sagte Brasey. Es bestünden zurzeit keine Anhaltspunkte, um gegen ihn vorzugehen.

Das Verfahren ist bereits seit mehreren Monaten im Gang. Die Festnahmen seien gestaffelt erfolgt, sagte die Untersuchungsrichterin. Die Auswertung des bei den Hausdurchsuchungen beschlagnahmten Materials sei sehr aufwendig und nach wie vor in vollem Gang.

(Erstellt: 03.09.2008, 15:21 Uhr)

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