Schweiz
Wallis will die Kurtaxe abschaffen
Zweitwohnungen sollen nicht leer stehen: Die Bettmeralp im Wallis. (Bild: Keystone)
Eingeführt werden soll anstelle der Kurtaxe eine touristische Beherbergungsabgabe (TBA), wie die Parlamentskommission heute vermeldet. Diese soll auf Ferienwohnungen, Hotels, Apartmenthotels aber auch auf Campingplätze und andere Beherbergungsformen erhoben werden.
Für Zweitwohnungen, die vermietet oder selbst benutzt werden, würden die Eigentümer ebenfalls zur Kasse gebeten. Die Höhe der Taxe wäre abhängig von der Wohnfläche, dem Standort sowie der Beherbergungsform.
Kampf gegen kalte Betten
Im Gegensatz zur Kurtaxe, die auf den einzelnen Gast erhoben wird, wäre die TBA ein jährlich fixer Betrag. Die vorberatende Kommission sieht darin ein Mittel, um gegen kalte Betten zu kämpfen. Eigentümer von Ferienwohnungen würden durch die Taxe angeregt, ihre Wohnungen zu vermieten statt leer zu lassen.
Das Kantonsparlament wird im Herbst über einen entsprechenden Gesetzesvorschlag beraten.
Die TBA soll in allen Walliser Gemeinden erhoben werden. Die Erträge würden direkt an den Staat überwiesen, der sie im Interesse der Abgabepflichtigen für das Tourismusmarketing wieder einsetzen würde. Die bestehende Tourismusförderungstaxe auf Gemeindeebene soll beibehalten werden.
Streit über Finanzen
Der Walliser Grossrat hatte im vergangenen Dezember mit der Revision des kantonalen Tourismusgesetzes begonnen. Insbesondere über die Finanzierungsfrage wurden sich die Räte nicht einig, weshalb ein neues Finanzierungsmodell ausgearbeitet werden musste. (ret/sda)
Erstellt: 12.08.2008, 16:06 Uhr
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