Cancellara, Mauch & Co. verteilen Suppe am Paradeplatz

Promis aus Politik und Sport haben für die «Schweizer Tafel» in Zürich zu Tisch gebeten. Ihre Gäste: Menschen in Armut.

«Etwas Gutes tun»: Promis engagieren sich am Suppentag in Zürich. (Video: Mirjam Ramseier und Fabian Sangines)

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Gut gelaunt steht Fabian Cancellara hinter einem riesigen Suppentopf, obwohl gerade ein erbarmungsloser Konkurrenzkampf herrscht. «Unsere Minestrone ist das Beste, was sie hier im Zelt finden können», ruft Komiker Fabian Unteregger und versucht damit, die Besucher des Suppentages zu sich zu locken und damit vom zweifachen Olympiasieger fernzuhalten.

Auch dank den immer wieder eingestreuten Sprüchen Untereggers ist die Stimmung am Paradeplatz locker. Gemeinsam versuchen Prominente wie Stadtrat Filippo Leutenegger, Stadtpräsidentin Corine Mauch, das Comedyduo von Divertimento, Marco Rima oder eben Unteregger und Cancellara ein Zeichen gegen Armut zu setzen.

Ins Leben gerufen wurde der Suppentag vom Projekt «Schweizer Tafel». Unter der Leitung von Beatriz Schreiber macht es sich die Schweizer Tafel zur Aufgabe, Essen und Trinken, das ansonsten weggeworfen werden würde, gratis an soziale Institutionen zu verteilen. «Täglich liefern wir 17,1 Tonnen einwandfreie Lebensmittel aus», sagt Schreiber und gibt zu bedenken: «In der Schweiz leben mehr als eine halbe Million Menschen in Armut, und sogar jeder siebte Einwohner ist von Armut bedroht.»

Erschreckende Zahlen, wie Cancellara findet: «Eigentlich ist es beängstigend. Den meisten Menschen ist das nicht so bewusst, aber ich sehe immer wieder, wie es vielen Kindern und Leuten nicht möglich ist, Sport zu treiben.» Mit der Verwertung von ungenutzten Lebensmitteln könne man einen ersten Schritt im Kampf gegen die Armut machen. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 24.11.2016, 18:39 Uhr

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