Couchepin-Nachfolge: Das sind die neuen Favoriten

Von Hubert Mooser. Aktualisiert am 21.07.2009

Langsam lichtet sich der Nebel über der Ersatzwahl für den zurücktretenden Bundesrat Pascal Couchepin. Mehrere FDP-Politiker haben in den letzten Tagen ihre Ambitionen offen gelegt.

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Kandidaten für die kommende Bundesratswahl
Ständerat Urs Schwaller, CVP FR: Geboren am 31. Oktober 1952 in Fribourg, verheiratet und Vater von drei Kindern. Beruf: Rechtsanwalt. Von 1992 bis 2003 in der Freiburger Regierung, zuletzt als Finanzdirektor. Seit 2003 Ständerat und CVP-Fraktionschef.

   

Umfrage

Wer soll Bundesrat werden anstelle von Couchepin?

Urs Schwaller

 
18.8%

Dick Marty

 
20.1%

Fulvio Pelli

 
19.9%

Didier Burkhalter

 
13.2%

Pascal Broulis

 
7.0%

Martine Brunschwig Graf

 
5.0%

Christophe Darbellay

 
2.4%

Jean-Michel Cina

 
1.8%

Robert Cramer

 
2.8%

Daniel Brelaz

 
2.0%

Isabelle Chassot

 
2.6%

Christian Lüscher

 
4.5%

2507 Stimmen


Als Kandidaten geoutet haben sich der Neuenburger Ständerat Didier Burkhalter, die Genfer Nationalrätin Martine Brunschwig Graf und Nationalrat Christian Lüscher. Im Waadtland wollen dagegen die Nationalräte Isabelle Moret und Olivier Français zugunsten von Staatsrat Pascal Broulis verzichten - auch wenn dieser noch nicht gesagt hat, ob er ins Rennen steigt.

Parteipräsident Fulvio Pelli hat hingegen mehrmals klar betont, dass er als Kandidat nicht zur Verfügung stehe. Trotzdem wird er weiter als Favorit gehandelt. Die FDP Freiburg wiederum will einen eigenen Kandidaten aufstellen. Im Gespräch sind Nationalrat Jacques Bourgeois sowie Staatsratspräsident Claude Lässer.

CVP hält sich zurück

Nach Couchepins Rücktritt, forderte die CVP noch forsch einen zweiten Sitz im Bundesrat und brachte auch Namen ins Spiel. Jetzt hat die Partei einen Gang zurückgeschaltet. Ständerat Urs Schwaller schweigt, und Parteipräsident Christoph Darbellay macht es Pelli nach: Er erklärt im Interview mit «Le Temps», er sei nicht Kandidat – will sich aber alle Optionen offenhalten.

Dafür meldet jetzt der Walliser Staatsrat Jean-Michel Cina offensiv seine Ambitionen an - sollte Schwaller nicht antreten. Der Oberwalliser Cina wäre aber mit dem selben Sprachproblem konfrontiert wie der der Deutschfreiburger Urs Schwaller.

Schwaller schwingt obenaus

Sie, liebe Leserinnen und Leser, können jetzt wählen, wer aus ihrer Sicht das beste Profil, die besten Chancen auf die Couchepin Nachfolge hat. Beim ersten Wahlbarometer haben insgesamt über 4700 Leserinnen und Leser mitgemacht. Urs Schwaller erhielt dabei 20 Prozent aller Stimmen. Dahinter folgten Dick Marty mit 18 Prozent, Fulvio Pelli mit 17 Prozent und Didier Burkhalter mit 13 Prozent.

Für CVP-Parteipräsident Christoph Darbellay stimmten bloss 4 Prozent, für Jean-Michel Cina sogar nur 2 Prozent. Das Walliser CVP-Duo rangierte damit noch hinter den Grünen Robert Cramer (GE) und Daniel Brelaz (VD.

Im aktuellen Wahlbarometer figuriert neu der Genfer Christian Lüscher. Unterstützen Sie jetzt Ihre Favoriten.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 21.07.2009, 15:58 Uhr

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