Couchepin-Nachfolge: Das sind die neuen Favoriten
Von Hubert Mooser. Aktualisiert am 21.07.2009
Umfrage
Wer soll Bundesrat werden anstelle von Couchepin?
Urs Schwaller
Dick Marty
Fulvio Pelli
Didier Burkhalter
Pascal Broulis
Martine Brunschwig Graf
Christophe Darbellay
Jean-Michel Cina
Robert Cramer
Daniel Brelaz
Isabelle Chassot
Christian Lüscher
2507 Stimmen
Als Kandidaten geoutet haben sich der Neuenburger Ständerat Didier Burkhalter, die Genfer Nationalrätin Martine Brunschwig Graf und Nationalrat Christian Lüscher. Im Waadtland wollen dagegen die Nationalräte Isabelle Moret und Olivier Français zugunsten von Staatsrat Pascal Broulis verzichten - auch wenn dieser noch nicht gesagt hat, ob er ins Rennen steigt.
Parteipräsident Fulvio Pelli hat hingegen mehrmals klar betont, dass er als Kandidat nicht zur Verfügung stehe. Trotzdem wird er weiter als Favorit gehandelt. Die FDP Freiburg wiederum will einen eigenen Kandidaten aufstellen. Im Gespräch sind Nationalrat Jacques Bourgeois sowie Staatsratspräsident Claude Lässer.
CVP hält sich zurück
Nach Couchepins Rücktritt, forderte die CVP noch forsch einen zweiten Sitz im Bundesrat und brachte auch Namen ins Spiel. Jetzt hat die Partei einen Gang zurückgeschaltet. Ständerat Urs Schwaller schweigt, und Parteipräsident Christoph Darbellay macht es Pelli nach: Er erklärt im Interview mit «Le Temps», er sei nicht Kandidat – will sich aber alle Optionen offenhalten.
Dafür meldet jetzt der Walliser Staatsrat Jean-Michel Cina offensiv seine Ambitionen an - sollte Schwaller nicht antreten. Der Oberwalliser Cina wäre aber mit dem selben Sprachproblem konfrontiert wie der der Deutschfreiburger Urs Schwaller.
Schwaller schwingt obenaus
Sie, liebe Leserinnen und Leser, können jetzt wählen, wer aus ihrer Sicht das beste Profil, die besten Chancen auf die Couchepin Nachfolge hat. Beim ersten Wahlbarometer haben insgesamt über 4700 Leserinnen und Leser mitgemacht. Urs Schwaller erhielt dabei 20 Prozent aller Stimmen. Dahinter folgten Dick Marty mit 18 Prozent, Fulvio Pelli mit 17 Prozent und Didier Burkhalter mit 13 Prozent.
Für CVP-Parteipräsident Christoph Darbellay stimmten bloss 4 Prozent, für Jean-Michel Cina sogar nur 2 Prozent. Das Walliser CVP-Duo rangierte damit noch hinter den Grünen Robert Cramer (GE) und Daniel Brelaz (VD.
Im aktuellen Wahlbarometer figuriert neu der Genfer Christian Lüscher. Unterstützen Sie jetzt Ihre Favoriten.
(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 21.07.2009, 15:58 Uhr
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