Wahlbarometer: Der überraschende Aussenseiter
Von Hubert Mooser. Aktualisiert am 07.08.2009
Umfrage
Wer soll Bundesrat werden anstelle von Couchepin?
Pascal Broulis
Christophe Darbellay
Didier Burkhalter
Urs Schwaller
Fulvio Pelli
Dick Marty
Martine Brunschwig Graf
Robert Cramer
Christian Lüscher
Daniel Brelaz
Jean-Michel Cina
Dominique de Buman
1635 Stimmen
Wahlbarometer
Während des Sprachenstreits im Juli lag der CVP-Herausforderer aus dem Kanton Freiburg klar vorne. Die Attacken von Pelli und Couchepin brachten Schwaller einen Sympathiebonus. Seit er abgetaucht ist, verliert er aber mehr und mehr an Boden. Zurzeit sagen noch 13 Prozent der Wahlbarometer-Teilnehmer, Urs Schwaller solle Couchepin ersetzen. Anfangs Juli waren es 20 Prozent.
FDP-Parteipräsident Fulvio Pelli erlebt genau das Gegenteil. Er wird Woche für Woche stärker. Zurzeit liegt er mit 29 Prozent weit vorne. Das lässt sich teilweise mit seiner Präsenz in den Medien erklären. Pelli lässt keine Gelegenheit aus, um sich und die Freisinnigen in Position zu bringen. Das zeigt auch seine kämpferische Rede am 1. August. Ausserdem wird der Tessiner von der NZZ gehätschelt. Pelli hat aber auch mehrmals betont, er sei nicht Kandidat.
Wo ist Burkhalter geblieben?
So viel Aufmerksamkeit erhalten die anderen FDP-Kandidaten bisher nicht. So ist zum Beispiel der Tessiner Ständerat Dick Marty in den Medien gar kein Thema. 25 Prozent der Wahlbarometer-Teilnehmer finden jedoch, dass Marty in den Bundesrat gehört. Ebenfalls still ist es um den Neuenburger Kandidaten Didier Burkhalter. Noch im Frühjahr 2009 galt er als der Kronprinz bei der Couchepin-Nachfolge. Für ihn haben noch 11 Prozent gestimmt.
Am Donnerstag ist auch der Wadtländer Pascal Broulis offiziell ins Rennen gestiegen. Mit bloss 5 Prozent ist er zurzeit etwas abgeschlagen. Die Medienpräsenz der letzten Tagen samt dem gemeinsamen Auftritt mit dem Dalai Lama dürften ihm Flügel verleihen. Er ist ein heisser Kandidat um die Couchepin-Nachfolge – auch wenn er für viele SVPler zu weit links steht. Broulis hat einen Monat Zeit, um die Kritiker in der eigenen Partei und bei den anderen Partei von seinen Fähigkeiten zu überzeugen.
Bei der CVP hat Isabelle Chassot das Handtuch geworfen. Anders als Pelli oder Darbellay, meint sie es ernst mit ihrer Verzichtserklärung. Sie wird künftig nicht mehr im Wahlbarometer aufgeführt. Neu hinzugekommen ist hingegen der Freiburger CVP-Nationalrat Dominique de Buman. Auf Anregung der CVP-Stadt Freiburg hat de Buman heute seine Kandidatur für den Sitz im Bundesrat bekanntgegeben (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 07.08.2009, 15:41 Uhr
Schweiz
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.







