Anti-Moscheen-Proteste – in ganz Europa
Aktualisiert am 21.10.2009 7 Kommentare
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In Grossbritannien, Dänemark und Deutschland provoziert das Reizthema populistische Wahlkämpfe und gewalttätige Demonstrationen. Am vergangenen Wochenende Wochenende kam es in Manchester während einer Demonstration der rechtsextremen English Defence League (EDL) zu Zusammenstössen.
Rund 700 Menschen protestierten auf der Strasse zum wiederholten Mal gegen Islamismus und forderten auf Schildern «Keine Moscheen mehr in England». Ihnen stellten sich etwa doppelt soviele Gegendemonstranten gewaltsam entgegen.
Dänemark: «Hochburgen des Islamismus»
Auch die rechtspopulistische Dänische Volkspartei (DFP) hat eine Kampagne gegen die Errichtung der ersten Moschee in Dänemark gestartet. In Zeitungsanzeigen fordert sie ein «Nein zu grossen Moscheen in dänischen Städten». Das Inserat zeigt eine Fotomontage der Blauen Moschee in Istanbul mit zwei Säbeln auf ihrer Kuppel und kritisiert Moscheen als «Hochburgen des Islamismus».
Mit der Kampagne will die DFP bei den Kommunalwahlen am 17. November ihren Stimmenanteil erhöhen. Dabei hat der Stadtrat von Kopenhagen den Bau mit einer 24 Meter hohen blauen Kuppel sowie zwei 32 Meter hohen Minaretten bereits genehmigt.
Ausschreitungen auch in Deutschland
In Deutschland hat vor allem eine geplante Zentralmoschee in Köln für eine breite Debatte auch unter Intellektuellen gesorgt. So nannte der Schriftsteller Ralph Giordano das Projekt eine «Landnahme auf fremdem Territorium» und eine «Kriegserklärung».
Mitte September verbot die Polizei kurzfristig eine Demonstration von Rechtsradikalen gegen die Moschee mit der 37 Meter hohen Kuppel und den zwei 55 Meter hohen Minaretten. Trotzdem kam es zu Ausschreitungen mit linksautonomen Gegendemonstranten.
Studie: Stellvertreter-Debatten
Über Konflikte um Moscheen hat der Italiener Stefano Allievi dieses Jahr eine Studie verfasst. In «Conflicts over Mosques in Europe. Policy issues and trends» untersuchte der Professor der Universität Padua Konflikte in sieben europäischen Staaten und 24 Städten. Er kommt zum Schluss, dass der politische und gesellschaftliche Umgang mit Moscheenbauten nicht nur nationale, sondern auch starke regionale und lokalen Unterschiede aufweist.
Die Konflikte seien mehr von Zeitpunkt und Sicherheitsbelangen abhängig als vom Inhalt, so Allievi. Es seien innereuropäische Machtkämpfe um tiefergreifende Veränderungen in der Gesellschaft. Der Islam sei dabei lediglich ein Auslöser eines Streits, der sowieso irgendwann ausgebrochen wäre. Es handle sich also nicht um einen Konflikt zwischen Europa und dem Islam. Beleg dafür sei, dass es – wo das Miteinander funktioniere – keine Stellvertreter-Debatten brauche.
Nächster Konflikt schon abzusehen
Die nächste Polemik um Moscheen in Europa könnte schon bald in Österreich anstehen. Im Vorarlberg plant der türkisch-islamische Kulturverein von Nenzing einen Neubau einer Moschee – ohne Minarett und Kuppel. Allerdings hat der Verein das Projekt vorläufig zurückgestellt.
Erst vor drei Jahren war die rechtspopulistische Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) bei den nationalen Wahlen mit Plakaten mit dem Slogan «Daham statt Islam» erfolgreich auf Stimmenfang gegangen. (raa/sda)
Erstellt: 21.10.2009, 11:53 Uhr
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7 Kommentare
Es ist ein Protest gegen die Immigrationspolitik, die zulässt, dass nicht integrationswillige Gruppen ganze Quartiere besetzen. Die Moscheen und Minarette sind die Symbole für Nichtanpassung. Sie werden auch als Symbole für einen möglicherweise gar nicht vorhandenen Expansionswillen der Immigranten betrachtet, oder als Symbole für die Scharia, welche lokal als fremdes Gesetz hier installiert wird. Antworten
in basel hat die regierung nichts mehr zu sagen.die angst vor dem islam ist zu gross,da bald die hälfe der bevölkerung dieser glaubensrichtung hier wohnt.ich bin absolut überzeugt,dass diverse regierungsmitglieder sich nicht mehr getrauen,die wahrheit zu sagen,der druck der moslems ist zu gross,denke an das verbot des plakates.herr morin,herr wessels,unterstützen sie mal die basler bevölkerung Antworten





