Schweizer Geiseln rekurrieren gegen Gefängnisstrafen

Aktualisiert am 04.12.2009

Die zwei in Libyen festgehaltenen Schweizer wollen die Verurteilung nicht akzeptieren. Sie hätten gute Gründe, das Urteil anzufechten.

1/10 Rachid Hamdani konnte mit einem Auto der Schweizer Botschaft in Libyen nach Tunesien ausreisen.
Keystone

   

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Der Arbeitgeber von Max Göldi, der schweizerisch-schwedische Technologiekonzern ABB, wies die Anwälte in Libyen an, in Berufung zu gehen. ABB sei der Meinung, dass es legitime Gründe für eine Anfechtung gebe, teilte der Konzern am Freitag ohne weitere Angaben mit. Der zweite Schweizer, Rachid Hamdani, habe seinerseits seien Anwalt angewiesen, das Urteil anzufechten. Er habe treffende Gründe dazu, teilte dessen Frau Bruna Hamdani am Freitag mit. Das Urteil sei ihrem Mann am Montag mündlich mitgeteilt worden.

Göldi und Hamdani waren wegen Visavergehen zu 16 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Sie werden seit der vorübergehenden Festnahme von Hannibal Ghadhafi und dessen Frau in Genf im Juli 2008 in Libyen festgehalten. Ihnen droht demnächst ein zweiter Prozess wegen unbewilligter wirtschaftlicher Tätigkeit.

Das Paar Ghadhafi war in Genf wegen Misshandlung von Hausangestellten festgenommen und wenige Tage später wieder freigelassen worden. Seither sind die Beziehungen zwischen Libyen und der Schweiz stark belastet. (vin/ap)

Erstellt: 04.12.2009, 10:24 Uhr

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