Schweiz

Uni Zürich verlängert Ultimatum an Besetzer

Aktualisiert am 26.11.2009

Die Leitung der Universität hat das Raumangebot an die Hörsaalbesetzer auf unbestimmte Zeit verlängert. Diese haben bis jetzt nicht reagiert.

Die Besetzer ziehen nicht ab: Das Angebot, einen neuen Raum zu beziehen, bleibt bestehen.

Die Besetzer ziehen nicht ab: Das Angebot, einen neuen Raum zu beziehen, bleibt bestehen.
Bild: Keystone

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In Bern tut sich was

Derweil soll die an der Universität Bern besetzte Aula gemäss Angaben der Besetzer bis am frühen Donnerstagmorgen wieder freigegeben werden. Sie liessen allerdings offen, «wo wir unsere Arbeit weiterführen». Das ihnen von der Uni unterbreitete Raumangebot lehnten sie ab. Die Universität bedauerte dies, begrüsste jedoch, dass der Studienbetrieb wieder normal aufgenommen werden könne. Der Berner Erziehungsdirektor Bernhard Pulver und Rektor Urs Würgler wollten laut Universitätsmitteilung am Mittwochabend an einem Podiumsgespräch in der besetzten Aula teilnehmen.

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Unirektor Andreas Fischer hatte am vergangenen Montagabend von den Besetzern gefordert, dass sie sich bis (gestrigen) Dienstagabend um 20.00 Uhr entscheiden, ob sie den grössten Hörsaal KOH B-10 und das Foyer West am Mittwochabend freigeben wollen. Falls Nein, werde sich die Universität vorbehalten, allenfalls Strafanzeige zu erstatten, war Fischer in einer Mitteilung der Universität Zürich zitiert worden. Die Universität stellte den Studenten im Gegenzug einen Pavillon unterhalb der ETH für weitere Diskussionen zur Verfügung. Für vereinzelte Anlässe könnten diese zudem grössere Räumen beantragen.

Die gegen die Bologna-Reform-Protestierenden wollten aber nicht auf «das rein logistische Angebot des Rektors» eingehen und den «kleinen, barackenähnlichen Raum abseits allen politischen Geschehens» beziehen. Bevor sie auf Raumangebote eingehen könnten, hiess es am Mittwoch auf ihrer Webseite, müsse zuerst eine politische und inhaltliche Zusammenarbeit diskutiert werden.

Die Uni-Leitung teilte daraufhin mit, das Raumangebot gelte weiterhin. Werde das Angebot angenommen, würden weder straf- noch disziplinarische Massnahmen ergriffen, hiess es. Laut Uni-Sprecherin Christina Hofmann gilt das Angebot bis auf weiteres ohne zeitliche Beschränkung. (cpm/ap)

Erstellt: 26.11.2009, 09:17 Uhr

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