Proteste jetzt auch an der Uni Bern
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Am Dienstag wird an Berns Universität demonstriert. Um 16 Uhr startet bei der Unitobler ein Protestmarsch in Richtung Uni-Hauptgebäude. Die Demonstration findet im Rahmen des Internationalen Studententages statt. Es werden verschiedene Rednerinnen und Redner auftreten, später sind Diskussionen und eine Party geplant.
«Paradigmenwechsel»
Die Studentenproteste haben vor rund drei Wochen in Wien begonnen, sich in ganz Deutschland ausgebreitet und inzwischen auch die Schweiz erreicht. In rund 30 Universitäten stellen die Studentinnen und Studenten ihre Forderungen. Die Ziele sind hoch gesteckt: «Wir visieren einen Paradigmenwechsel in der Hochschullandschaft an», schreibt der Vorstand der StudentInnenschaft Universität Bern (SUB) auf Anfrage dieser Zeitung. Die Demokratie an den Hochschulen sei mangelhaft, Möglichkeiten mitzugestalten seien kaum vorhanden. Entscheidende Posten würden mit doppelzüngigen Akteuren sowie mit Interessenvertretern der Wirtschaft besetzt. Damit einher gehe die Ökonomisierung von Lehre und Forschung, klagen die Studierenden.
Ins Visier genommen wird auch die Bolognareform, welche den Aufbau eines europäischen Hochschulraums anstrebt. Das Vorhaben sei «schlicht verfehlt». Die Präsenzpflicht sei pedantisch, viele Studienpläne hätten weder Kopf noch Fuss und die zu sammelnden ECTS-Punkte würden willkürlich vergeben. Die Qualität der Lehre rücken in den Hintergrund.
«Zivilisierte» Proteste
Für die Studierenden der SUB ist klar: «Die einst starke Vision der Universität als gemeinnützige Institution zum Wohle aller BürgerInnen muss wieder belebt werden.» Dieses Ziel will die SUB mit «zivilisierten, aber bestimmten» Protesten erreichen. Die Universitätsleitung sei über alle Aktivitäten informiert. (Berner Zeitung)
Erstellt: 18.11.2009, 11:20 Uhr
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