Schweiz

Uni-Besetzer rufen zur Grossdemo auf

Spätestens am Freitagabend verlassen die protestierenden Studenten den besetzten Hörsaal, für eine Demonstration in Zürich. Das beschäftigt auch die Polizei.

Hörsaal-Besetzung an der Uni Zürich: Studenten nehmen an der Vollversammlung vom 18. November teil.

Hörsaal-Besetzung an der Uni Zürich: Studenten nehmen an der Vollversammlung vom 18. November teil.
Bild: Walter Bieri/Keystone

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Am Mittwochabend läuft für die Uni-Besetzer das Ultimatum des Rektors ab. Sollte der Hörsaal immer noch besetzt sein, drohen die Räumung und eine Strafanzeige. Während die Studenten über das weitere Vorgehen beraten, steht jetzt schon fest: Am Freitagabend wird demonstriert. Und zwar im grossen Stil: «Unsere Facebook-Gruppe hat bereits 1500 Anhänger. Wir glauben, dass viele kommen werden. Zudem hoffen wir auch auf die Teilnahme von Berner und Basler Kollegen», sagt eine anonyme Mediensprecherin der Uni-Besetzter auf Anfrage. Auch Gewerkschafter hätten ihre Solidarität angekündigt. Zudem sei man mit dem Studentenrat im Gespräch.

Der Polizei liegt kein Bewilligungsgesuch vor

Der Demonstrationszug soll um 17.00 Uhr bei der Uni starten und durch die Zürcher Innenstadt führen. Die genaue Route ist noch nicht bekannt. Die Demonstrations-Ankündigung beschäftigt auch die Stadtpolizei Zürich. Ein Gesuch für eine Bewilligung der Kundgebung sei bisher nicht eingetroffen. Sollte dies passieren, würde man nur unter Umständen eine Bewilligung erteilen, sagt Informationschef Marco Cortesi: «Es kommt ganz darauf an, wie die konkreten Forderungen und die Route aussehen.» Die Studenten diskutieren, ob sie eine Bewilligung einreichen wollen oder nicht: «Wir würden aber auch ohne Bewilligung auf die Strasse gehen», sagt die Sprecherin der Uni-Besetzer und fügt an: «Wir wollen eine friedliche Demonstration.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 24.11.2009, 15:57 Uhr

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20 Kommentare

Kurt Gsell

25.11.2009, 21:55 Uhr
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Kai Tanner: Recht überheblich Ihre Aussage. Aber eben – Einbildung ist auch eine Bildung. Was nützen der Öffentlichkeit all jene die überbelegte Fächer wie z.B. Soziologie, Politologie etc. belegen, für die es später gar nicht genug Bedarf gibt. Diese Leute werden ihr Leben lang subventioniert. Und Sie glauben auf Handwerker hinabschauen zu dürfen! Antworten


Kurt Gsell

25.11.2009, 20:12 Uhr
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Kai Tanner: Recht überheblich Ihre Aussage. Aber eben – Einbildung ist auch eine Bildung. Was nützen der Öffentlichkeit all jene die überbelegte Fächer wie z.B. Soziologie, Politologie etc. belegen, für die es später gar nicht genug Bedarf gibt. Diese Leute werden ihr Leben lang subventioniert. Und Sie glauben auf Handwerker hinabschauen zu dürfen! Antworten


Kai Tanner

25.11.2009, 18:44 Uhr
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@ P. Grimm: Aha. Wie war das mit Äpfel und Birnen? Der grosse Unterschied zwischen der Ausbildung von Studierenden und Handwerkern ist, dass der Staat und die Öffentlichkeit später in viel grösserem Umfang von den ehemaligen Studenten profitiert als von weitergebildeten Handwern, da Bildung nun einmal das wichtigste Gut ist das die Schweiz hat. Oder kennen sie fantastische Gold- oder Ölvorkommen? Antworten


Andreas Berger

25.11.2009, 17:31 Uhr
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@Hans Müller und Nicolas Lafayette: Ach so, und all die öffentlichen Schulen und Berufsbildungszentren werden nicht subventioniert? Ein wenig kurzsichtig Ihre Ansicht. Ferner ist genau das ein Problem seine Ausbildung UND Unterhalt alleine zu finanzieren, da die Bologna Reform zu wenig flexible ist um ein 50% Pensum oder mehr auszüben. Kenne es aus eigener Erfahrung. Antworten


Isabel Simon

25.11.2009, 16:27 Uhr
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@Juli Vogel: Die Besetzung nervt! Habe ich meine Semestergebühren bezahlt um über eine Woche lang keinen Sitzplatz im KOH-B10 zu haben?! So schlimm kann das Bologna-System ja nicht sein, wenn genug Zeit für solchen Blödsinn ist. Ich hingegen habe mit den in 3 Wochen anstehenden Prüfungen gescheiteres zu tun als zu demonstrieren!!! Antworten


lorenz keller

25.11.2009, 16:25 Uhr
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die bürgerlichen wollen die studiengebüren verdoppeln. wehret den anfängen. unternehmen wir etwas gegen diese tendenzen, diese tendenzen, welche die bildung rund um die schweiz bereits totgespart haben und zu richtig grossen, unangenehmen protesten in vielen ländern führten. sorgen wir dafür, dass es in der schweiz erst gar nicht soweit kommt. darum werde ich wohl an der kundgebung mitlaufen. Antworten


Hans P. Grimm

25.11.2009, 15:04 Uhr
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Studenten müssen 600.- Studiegebühren pro Semester bezahlen? Ein Papenstiel! Ein Student kostet den Kanton im Schnitt 4Jahre: 500'000.-. Schule eines Lehrlings 4Jahre Kostet: 80'000.- der Kanton bezahlt 20'000.-. Will der Handwerker eine höhere Fachprüfung kostet die Schule min. 30'000.-. Kanton bezahlt nichts, dazu kommt der Lohnausfall.------ Wer wird jetzt da Schlecht behandelt?, Ach ja.. Antworten


Julia Vogel

25.11.2009, 09:02 Uhr
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@MIke Bin übrigens selbst Studentin und völlig einverstanden mit der Besetztung. Die Studiengebühren sind das kleinste Problem? Naja aber sicher ein grosses für jene denen das Geld nicht von den Eltern hinterhergeworfen wird! Weil sie es einfach nicht haben. Schon mal versucht ein Stipendium zu bekommen? Bildung muss für ALLE zugänglich sein. Antworten


Julia Vogel

25.11.2009, 09:00 Uhr
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@Nicolas Unglaubliche Frechheit sage ich da nur! Schon mal darüber nachgedacht wie wichtig Bildung für die Menschheit ist? Vermutlich nicht viel, ansonsten würden sie sich ja wohl nich zu so einer Aussage hinziehen lassen. Ohne Bildung keine Zukunft, in allen Bereichen. Den ohne Wissen verblöden wir alle. Scheinbar sind die einen schon auf dem Weg dazu. Man muss Bildung über Geld und Profit setzen Antworten


Hans Meier

25.11.2009, 00:13 Uhr
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@ Lafayette Anscheinend haben sie den Zusammenhang zwischen Investitionen in Bildung und Wohlstand der Bevölkerung nicht ganz begriffen. Falls sie die Vorzüge eines von unterentwickelten Ländern geniessen wollen dürfen sie gerne auswandern. Zudem vertreten die protestierenden Studenten nur einen Bruchteil der ganzen Studentschaft. Also bitte das nächste Mal ein wenig mehr überlegen. Dankeschön Antworten


Jo Hermann

24.11.2009, 17:04 Uhr
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@ Fitze/Landwehr: Bevor Sie mit juristischen Begriffen unqualifiziert um sich werfen sollten Sie sich informieren was diese Begriffe bedeuten. Die drei einsamen Revoluzzer im KOH-B-10 sollen endlich demonstrieren gehen, dann können wir 24'997 anderen Studierenden wieder lernen! Macht den Hörsaal endlich frei, ihr straft nur anderen die Studierenden! Niemand ersetzt uns die ausgefallenen Stunden!!! Antworten


Jürgen Meisler

24.11.2009, 16:55 Uhr
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"wann gab es denn zuletzt eine friedliche demonstration in züri" 20. Juni --> Bleiberrechtdemo 29. Januar --> Stop Wef - RTS 29. November --> Anti-AKW-Demo 15. November --> Nachdemo nach Kundgebung gegen UBS Um nur wenige Beispiele zu nennen. Bei all diesen Demos - im Gegensatz zu den Demos mit Krawallen - hielt sich die Polizei zurück, weshalb es keine Ausschreitungen gab! Antworten


Nora Langmoen

24.11.2009, 16:48 Uhr
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Die Kundgebung der Studenten/Innen halte ich für sinnvoll. Studieren soll nicht zu etwas GELD-eliterem werden. Das bisherige System halte ich für fairer für finanziel benachteiligte Studenten/Innen. Antworten


Hans Müller

24.11.2009, 16:32 Uhr
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@Nicolas Lafayette; Sie bringen es auf den Punkt. Ist auch meine Meinung. Aber das darf man bei gewissen Kreisen gar nicht mehr sagen... Sonst........ Antworten


Severin Brunner

24.11.2009, 16:11 Uhr
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Meiner Meinung nach sind die Proteste der Studenten gegen die Reform absolut gerechtfertigt. Ich war selbst Student; eines Tages kam ein Professor auf mich zu und meinte scherzhaft, dass die Akzeptanz gewisser Abschlüsse nach der Reform in der Privatwirtschaft noch ziemlich unsicher sei. Die Uni hat sich gefährlich nahe in die Abhängigkeit der Privatwirtschaft gegeben, ein absoluter Sündenfall ! Antworten


Dominik Fitze

24.11.2009, 15:41 Uhr
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lese ich das richtig, die polizei möchte die forderungen der studierenden kontrollieren und somit zensieren? unglaublich, dass es so etwas in der schweiz noch gibt! Antworten


ralf suter

24.11.2009, 15:29 Uhr
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wir wollen eine friedliche demonstration? soso. wann gab es denn zuletzt eine friedliche demonstration in züri? wie naiv muss man sein um dies zu glauben bzw. zu unterstützen?! klappe zu und ran ans studium würd ich mal meinen... Antworten


nicolas lafayette

24.11.2009, 15:16 Uhr
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gebt nur noch mehr geld aus für die ausbildung, dass sind junge menschen die von uns subventioniert werden, die sollen doch ihre ausbildung selber bezahlen, dann können sie auch streiken soviel sie wollen! Antworten


Mike Hamilton

24.11.2009, 15:03 Uhr
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Was soll der Quatsch? Die Mehrheit der Studenten ist mit dem laecherlichen Zirkus ueberhaupt nicht einverstanden. Klar gibt es mit Bologna Probleme, aber die Forderungen der Chaoten zielen voellig daran vorbei. Die Studiengebuehren sind wohl das allerkleinste Problem und es ist nicht mehr als laecherlich das zu beklagen. Studenten, schmeisst die Chaoten raus und holt euch eure Raeume zurueck!! Antworten


Daniel Landwehr

24.11.2009, 14:39 Uhr
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Soso: Die Polizei macht sich Sorgen; es liegt kein Bewilligungsgesuch vor! Spätestens jetzt sollte doch sogar Herr Medienstelle persönlich wissen, dass die Demo statt findet, oder? Seit wann entscheidet die Polizei gnädigst über Demos? In einer Demokratie - und in der Schweiz sogar per Verfassung - ist Demonstrieren ein Grundrecht, Herr Cortesi! Antworten



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