1210 gewaltbereite Hooligans in der Schweiz
Aktualisiert am 09.02.2012 43 Kommentare
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139 Personen seien in der Fussball- und Eishockeysaison 2011/12 neu in der Datenbank registriert worden, teilte das Bundesamt für Polizei (Fedpol) mit. Gleichzeitig seien 119 Personen gelöscht worden. Dies zum Beispiel deshalb, weil ein Stadionverbot abgelaufen ist, wie es beim Fedpol auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA hiess. Das Fedpol veröffentlicht die aktuellsten Zahlen zweimal pro Jahr. Im Juli 2011 waren 1193 Personen registriert. Ende Januar waren 1210 gewaltbereite Risikofans in der Hooligan-Datenbank erfasst.
Laut Mitteilung sind 71 Prozent aller Registrierten Fussballfans und 29 Prozent Eishockeyfans. 99,2 Prozent der Eingetragenen sind Männer. Nur neun Risikofans sind Frauen. Über die Hälfte (52 Prozent) ist zwischen 19 und 24 Jahre alt. Der Anteil der 15- bis 18-Jährigen liegt bei 7 Prozent.
Sprengstoff und Drohungen
Den meisten von ihnen wird Landfriedensbruch vorgeworfen, gefolgt von Sprengstoffdelikten sowie von Gewalt und Drohungen gegen Behörden und Beamte. Weniger häufig fielen sie durch Sachbeschädigungen und Tätlichkeiten auf.
In Hoogan registriert werden dürfen Personen, gegen die Ausreisebeschränkungen oder andere Massnahmen wie Rayonverbote oder Stadionverbote verhängt worden sind. Dadurch sollen gewaltbereite Risikofans von den Stadien ferngehalten werden.
In der aktuellen Fussballsaison 2011/12 wurden bisher in den oberen Ligen 29 Stadionverbote und 50 Rayonverbote in Hoogan erfasst. Im Eishockey sind es 6 Stadion- und 16 Rayonverbote. In der gesamten Saison 2010/11 waren es im Fussball 202 Stadion- und 237 Rayonverbote; im Eishockey 41 Stadionverbote und 58 Rayonverbote.
Das Fedpol betreibt Hoogan seit 2007. Gespeichert werden Daten von Personen, die an Sportveranstaltungen im In- und Ausland gewalttätig geworden sind. (kpn/sda)
Erstellt: 09.02.2012, 11:58 Uhr
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43 Kommentare
es ist falsch, gespeichert werden nicht nur gewälttätige. das blosse abbrennen von pyro ist keine gewalttat, sondern ein verstoss gegen das sprengstoffgesetz. und auch der landfriedensbruch hat alleine noch nichts mit gewalt zu tun. mit diesem schwammigen delikt werden einfach leute "entfernt", die nicht genehm sind. bitte liebe journalisten, beginnt selber zu denken und zu hinterfragen. Antworten
Ich kann Beat Bürki nur zustimmen: Aus «gewaltbereiten Risikofans» werden im Titel «gewaltbereite Hooligans», und kein Wort davon, dass Gewalt im Hooligan-Gesetz resp. in der Datenbank «Hooligan» etwas eigensinnig definiert ist. «Sprengstoffdelikte» entpuppen sich als Abbrennen oder gar nur Besitz von bengalischen Fackeln, welche gar keinen Sprengstoff enthalten. Sehr peinlich. Antworten
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