40 Prozent weniger deutsche Einwanderer
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Im November wanderten insgesamt noch 11’789 Menschen in die Schweiz ein, über 5500 weniger als im Vormonat, wie Roman Cantieni, Sprecher des Bundesamts für Migration (BFM) am Samstag zu einem Bericht der «Mittelland Zeitung» bestätigte. Die Zahl der Einwanderung aus EU- und EFTA Staaten ging innert Monatsfrist um 29 Prozent auf 8296 zurück.
Halbierung der Arbeitsbewilligungen
Sogar um 40 Prozent ist die Einwanderungsbilanz der deutschen Staatsangehörigen gesunken. Kamen im Oktober noch 3443 mehr Menschen aus dem nördlichen Nachbarland in die Schweiz als auswanderten, waren es im November nur noch gut 2000.
Die Entwicklung zeigt sich laut Wirtschaftsministerin Doris Leuthard auch bei den Arbeitsbewilligungen. Im Dezember wurden noch gut 4000 Bewilligungen für den EU-17/Efta-Raum erteilt, wie die Bundesrätin in einem Interview der «NZZ» ausführte. Dies bedeute im Vergleich zum Zeitraum Juni 2007 bis Mai 2008 eine Halbierung. «Und dies schon zu Beginn der Krise», sagte Leuthard. Sie rechnet mit einem weiteren Rückgang.
Die Personenfreizügigkeit funktioniert
Für den Aargauer FDP-Nationalrat Philipp Müller zeigt die Entwicklung, dass die Personenfreizügigkeit funktioniert. «Das ist der erste Lackmustest», sagte er. Wenn die Schweiz Arbeitsplätze zu vergeben habe, die nicht mit Einheimischen besetzt werden könnten, steige die Einwanderung. Bei einer Krise und steigenden Arbeitslosenzahlen müsse die Einwanderung entsprechend zurückgehen. (cpm/ap)
Erstellt: 10.01.2009, 12:18 Uhr
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