Schweiz

90 Tote durch Suizid mit Sturmgewehr

Neue Argumente für die Waffenschutz-Initiative: Nirgends sonst in Europa begehen so viele Menschen Suizid mit Schusswaffen wie in der Schweiz.

Vom Sturmgewehr geht eine grosse Gefahr aus.

Vom Sturmgewehr geht eine grosse Gefahr aus.
Bild: Keystone

Hohe Siuizidrate

In der Schweiz kamen 2006 auf 100000 Einwohner im Durchschnitt 17,3 Suizide, 1991 lag diese Rate noch bei knapp 23. Im europäischen Vergleich hat die Schweiz eine relativ hohe Suizid-Rate. Vergleichbar ist diese etwa mit jener Frankreichs. Österreich liegt mit 15, Deutschland mit 12 und Italien mit 7 Suiziden auf 100000 Einwohner klar darunter, wie aus Statistiken der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hervorgeht (die Zahlen Österreichs und Deutschlands beziehen sich allerdings auf 2007/08, jene Italiens auf 2002). In Osteuropa liegt die Rate allerdings deutlich höher: An der Spitze, mit 30 bis 40 Suiziden pro 100000 Einwohner und Jahr, liegen Litauen, Weissrussland und Russland, gefolgt von Slowenien, Ungarn und Kasachstan (25 bis 26). Nach Informationen der WHO sterben jährlich rund eine Million Menschen durch Selbsttötung.

In der Debatte um die Heimaufbewahrung der Armeewaffen wird darüber gestritten, wie gross das Leid tatsächlich ist, das durch das Sturmgewehr im Schrank verursacht wird. Die Bürgerlichen, die an der Heimabgabe mehrheitlich nicht rütteln wollen, relativieren dabei mit Verweis auf fehlende Statistiken die Gefahren.

Das Schweizerische Gesundheitsobservatorium (Obsan) hat gestern nun Zahlen zu den Suiziden veröffentlicht. Demnach scheiden in der Schweiz jährlich ungefähr 1300 Menschen freiwillig aus dem Leben. Rund ein Fünftel, 260 Menschen, begehen Suizid mittels Schusswaffen – bei den Männer-Suiziden ist es sogar jeder vierte. Bei rund einem Drittel dieser Schusswaffen-Suizide wird die Dienstwaffe benutzt. Gegen 90 Menschen nehmen sich somit pro Jahr mit dem Sturmgewehr oder der Ordonnanzpistole das Leben.

Votum für Waffeninitiative

Die Schweiz hält damit einen traurigen Europa-Rekord: In keinem anderen europäischen Land begehen so viele Menschen Suizid mittels Schusswaffen wie in der Schweiz. Die Obsan-Studie hält fest, dass in vielen Ländern durch gesetzliche Regelungen «eine Reduktion der Suizide erzielt werden konnte». Dabei geht es unter anderem um die Lagerung von Waffen.

Das liest sich als deutliche Aufforderung an den Gesetzgeber, die heutige Heimabgabe aufzugeben – und als Votum für die hängige Waffenschutz-Initiative. Bundesrat und Parlament haben die in den letzten Jahren immer wiederkehrende Forderung der Linken, die Waffen im Zeughaus wegzuschliessen, mehrfach abgelehnt. Deshalb wurde eine Volksinitiative lanciert, die Ende Februar mit 106000 Unterschriften eingereicht wurde.

Prävention ist möglich

Dass die Zahl der Suizide beeinflusst werden kann, zeigt sich laut der Studie an den Unterschieden in den Kantonen. In Kantonen mit nur wenigen hohen Brücken gibt es nur wenig Suizide durch Sprung in die Tiefe. «Diese Ergebnisse zeigen, dass die Zahl der Suizide keine fixe Grösse darstellt, sondern durch Präventionsmassnahmen günstig beeinflusst werden kann.»

Seit 1990 wird ein leichter Rückgang der Anzahl Suizide registriert, vor allem bei den Männern. So ist die Zahl der Selbsttötungen von über 1500 auf 1300 pro Jahr zurückgegangen. Bei den Männern wurden 1991 noch 1140 Suizide registriert, 2006 waren es noch 863. Bei den Frauen liegt die Zahl unverändert bei jährlich rund 400. Der Rückgang der Suizide wird auch international registriert. Die Gründe dafür sind laut Studie unklar.

(Der Bund)

Erstellt: 29.05.2009, 07:27 Uhr

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35 Kommentare

Blaser Rico

04.06.2009, 09:33 Uhr
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Ob es nun passt oder nicht, aber es ist mein Leben und es ist keine Straftat diesem Leben zu einem selbstbestimmten Zeitpunkt ein Ende zu setzen. Ueber die Mittel der Wahl zu diskutieren ist angesichts der hohen Selbstmordraten in "waffenlosen Ländern" müssig. Antworten


Daniel Jurt

02.06.2009, 23:36 Uhr
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Neben der Staumauer im Verzasca-Tal findet man eine Telefonkabine, wo man direkt der "Dargebotenen Hand" anrufen kann. Aber noch niemand hat die Staumauer abreissen wollen, weil sich dort Leute in den Tod stürzten! Selbsttötungen in unserem von Wohlstand geprägten Land?! Ich habe in der 3. Welt selber keine Selbstmorde erlebt, obschon gerade dort die Lebenssituation absolut abscheulich ist / war!! Antworten


david canela

01.06.2009, 22:29 Uhr
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Unsinn, der hier in den Köpfen rumspukt! die wenigsten haben einen dauernden, permanenten Willen, sich umzubringen. Es sind konkrete Krisensituationen, in denen man diesen Schritt meist tut. Wenn tausende Feuerwaffen rumliegen, braucht man nur ganz kurz diesen Willen zu haben und es ist aus. Die Armeewaffe im Schrank hat keinen Nutzen und birgt viele Gefahren. die Kosten/NutzenRechnung wär einfach Antworten


Peter Fischer

30.05.2009, 07:00 Uhr
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Von 1300 Suiziden werden 250 mit Schusswaffen verübt! Und nicht die Mehrheit wie immer/meistens als Argument vorgeschoben wird. Im übrigen sind das GEWOLLTE Aktionen und nicht Unfälle. Tragisch davon ist jeder einzelne Fall! Das ist mit Sicherheit unbestritten! Jedoch Sportschützen und Waffensammler damit zu diskreditieren ist unfair und kommt bei einer Massnahme einer Pauschalstrafe nahe! Antworten


Jan Holler

29.05.2009, 22:32 Uhr
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Schusswaffen sind das tödlichste Mittel und richten bei Ueberlebenden den meisten Schaden an. Viele den Suizid überlebende Menschen versuchen es nicht ein zweites Mal. Viele Suizide sind aus spontanen Situationen entstanden. Waffen sind eine einfache Gelegenheit im Vergleich zu anderen Selbsttötungsmethoden. All die Kommentare hier, Waffen seien nicht ein Faktor, wissen wohl nicht um diese Fakten. Antworten


Christian Mathys

29.05.2009, 22:32 Uhr
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Wer Suizid machen will, macht es sowiso. Wenn er es mit einer Waffe tut, müssen wenigstens nicht andere ddarunter leiden(Lokführer und andere die in das ganze verwickelt werden. Die Schweizer Gesellschaft ist durch den Wohlstand halt besonders krank, da können Waffen nichts dafür. Antworten


Karl Lugner

29.05.2009, 15:45 Uhr
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Wer sich umbringen will, tut es sowieso. Dienstwaffen spielen oder nicht ist egal. Doch unsere Linken und Militärgegner zitieren gerne Beliebikgeitsstudien, welche annehmen, ohne Dienstwaffen würde unter Umständen die Möglichekeit bestehen, dass es allenfalls anders aussehen könnte. Das ist pure Spekulation, und Volksinitiativen gegen Dienstwaffen sind populistisch und pervertieren die Demokratie. Antworten


Rolf Schlumpf

29.05.2009, 15:41 Uhr
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Nachdem meine Dienstzeit vor einiger Zeit abgelaufen war, konnte ich endlich die Waffe im Zeughaus abgeben. Im Gegenzug bot man mir das ältere Modell an, was ich ablehnte. Klar, ich hätte das *Teil* auch irgendwie verkaufen können und somit wenigstens Geld daraus gemacht. Ne, endlich war sie weg... Jedesmal beim Öffnen des Kasten musste ich ans Militär denken. Nein, danke... Antworten


Benjamin Dufraisne

29.05.2009, 15:41 Uhr
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Die Schusswaffe selber verursacht nie einen Selbstmord genau wie das Fehlen einer Schusswaffe keinen Selbstmord verhindern kann. Man sollte aufhören bei jedem Problem immer gleich der offensichtlichste Sündenbock zu verurteilen. Paintball und Ego-shooter motivieren auch keine Jugendliche Amok zu laufen. Antworten


Hans Ulrich Suter

29.05.2009, 14:26 Uhr
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Wir haben es hier mit einem Klassiker der statistischen Datenmanipulation zu tun. Zwei unterschiedliche Zahlenmengen (Dienstwaffen, Ordonanzwaffen) werden durcheinander gebracht. Danach werden grosse und kleine Zahlenmengen verglichen (Folge: Numerische Fehler). So wird in der korrekten Statistik nicht gearbeitet, diese zeigt sofort, dass ein statistischer Zusammenhang nicht existiert. Antworten


John J Feller

29.05.2009, 13:38 Uhr
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immer sehr interessant, die gleichen Kreise, welche fuer Abtreibungen sind, ergeifern sich wegen Suizid. Wenn der Bauch der Frau fuer alle Entscheidungen "unberuehrbar" sein soll, dann ist doch jemand der Suizid begeht auch nicht ein oeffentliches Objekt. Bei Suizid sind nie andere in Gefahr, bei Abtreibung allerdings schon. Antworten


alf tschudi

29.05.2009, 13:15 Uhr
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mobbing durch den chef,durch ämter,arbeitslosigkeit,schulden,scheidung usw. dass sind doch die ursachen,freiwillig aus dem leben zu scheiden,ob armeewaffen oder medikamente (wurde nie angesprochen) gezielter auto-unfall oder ins wasser gehen spielt doch keine rolle,wichtig ist doch,diesen menschen zu helfen,bevor sie ihr leben wegwerfen,hat etwa das steueramt oder der exchef mitleid,glaube kaum.. Antworten


Henry Mancini

29.05.2009, 12:06 Uhr
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So so, den Rasern das Auto wegnehmen aber den Suizidgefährdeten das Gewehr übergeben. Bisschen paradox oder nicht? Bitte denen das Gewehr auch wegnehmen, bevor sie noch Unschuldige in Gefahr bringen. Antworten


Stephan Schori

29.05.2009, 11:59 Uhr
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Bisher wurde auch für die Initiative immer von 300 Selbstmorden mit der Armeewaffe gesprochen. Auch wenn natürlich die 90 Fälle tragisch sind, so zeigt sich wieder, mit welch ungenauem Zahlenmaterial gearbeitet wird. Dass sich diese 90 Fälle ausserdem durch ein Verbot verhindern lassen, ist nicht anzunehmen. Diese Leute sind so verzweifelt, dass es ihnen kaum aufs verfübgare Mittel ankommt. Antworten


Dani Meier

29.05.2009, 11:56 Uhr
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Typisch schweizerisch! Dem Umstand, dass sich so viele das Leben nehmen und den Ursachen dafür schenkt niemand viel Interesse. Es geht immer nur um ein Gewehr, ob es zuhause steht oder im Zeughaus. Antworten


Ben Müller

29.05.2009, 11:35 Uhr
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Die Armeewaffe gehört aus meiner Sicht nicht ins traute Heim sondern ins Zeughaus. Das hat aber für mich persönlich überhaupt nichts damit zu tun ob Armeewaffen für Suizide verwendet werden oder nicht. Suizid ist freier Wille jedes einzelnen Menschen, schlimm im Einzelfall aber der Entscheid des Individuums soll höher gewichtet werden. Amokläufe, Morde etc. wären die besseren Argumente find' ich Antworten


Dani Winter

29.05.2009, 10:46 Uhr
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Ob nun von der Armee gesponsert oder teuer bei Dignitas bezahlt, das Resultat ist dasselbe. Sind die Dignitas und andere ähnliche Fälle auch in der Gesamtstatistik enthalten? Wie viele Schwerkranke (auch psychische) waren unter den 90? Einfach so aus Spass pustet sich wohl kaum jemand weg. Antworten


Mike Gaumann

29.05.2009, 10:34 Uhr
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Mit welcher Kälte mischen wir uns in das Leben oder Ableben anderer ein. Respektiert doch endlich den freien Willen jedes Einzelnen aus dem Leben scheiden zu wollen und das auch zu dürfen. Wir meinen immer alles aus unserer Optik ist richtig. Betrachtet es mal mit den Augen eines Suizidwilligen. Es ist sein Weg und sein Ziel. Also zeigt Grösse und akzepiert das! Antworten


Edi Kuster

29.05.2009, 10:33 Uhr
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Selbstmörder bringen mit der Ordonanzwaffe nicht nur sich selber um.Oft reissen diese vorher noch die nächsten Angehörigen (Ehepartner, eigene Kinder) mit in den Tod, bevor sie sich selber richten. Wieviele von den 260 genannten sind auch solche Selbstmordtäter? Antworten


hans maag

29.05.2009, 10:30 Uhr
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Vor einiger Zeit wollte sich ein Lebensmüder in Lausanne umbringen, indem er sich mit seinem Auto von einer Brücke stürzte. Auf dem Trottoir erfasste er 3 Frauen, die er in den Tod beförderte. Er selbst überlebte. Schusswaffen waren ihm als Ausländer verboten. Hätte er eine gehabt, so würden die 3 Frauen noch leben. Antworten


Manuel Frischknecht

29.05.2009, 10:24 Uhr
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Und was genau bitteschön hat man davon wenn die Ordonanzwaffe zuhause rumliegt? Man kann Nüsse knacken, Einbrecher erschiessen, in der Freizeit für den "Ernstfall" trainieren, ein bisschen dran rumputzen wenn es einem langweilig wird? Ich vestehe irgendwie Raucher, die sich ärgern wenn mann ihnen das Rauchen verbieten will, aber was vermisst man wenn das Gewehr nicht mehr Zuhause im Schrank steht? Antworten


Hans Albers

29.05.2009, 10:09 Uhr
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Wie immer reine Symptombehandlungspolitik. Sybille Meier bringts für mich auf den Punkt. Alles böse, böse Zeug weg, dann will auch niemand mehr freiwillig aus dem Leben scheiden. Antworten


Samuel Dougoud

29.05.2009, 10:02 Uhr
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Gerade mal 7% aller Suizide werden also mit der Odonnanzwaffe begangen. Auch wenn jeder Selbstmord einer zuviel ist, ist jetzt belegt, dass die Waffenschutz-Initiative am Ziel vorbeischiesst. Antworten


Peter Stoffel

29.05.2009, 09:47 Uhr
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wieder mal symptome bekämpfen. wer sich das leben nehmen will hat sich das überlegt und tut dies nicht einfach weil ein gewehr rumliegt. vielleicht sollte man lieber in der gesellschaft was ändern damit die menschen nicht auf den gedanken kommen! hauptsache die böse waffe ist schuld! Antworten


Peter Heri

29.05.2009, 09:42 Uhr
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Wieso nun wieder eine solche Diskussion? 90 Personen auf 1300 entsprechen nur rund 7%.... ich denke viel wichtiger als die Waffen-Debatte wäre herauszufinden, wie und warum sich die andere 1210 Personen das Leben nehmen - ohne Ordonnanzwaffe. Antworten


christoph scheidegger

29.05.2009, 09:32 Uhr
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allen hinterbliebenen mein aufrichtig empfundenes beileid...! es nimmt sich aber kaum jemand das leben, weil armeewaffen zuhause gelagert werden, da sind doch sicherlich jeweils andere ursachen für ein suizid verantwortlich, oder etwa nicht...? also, spühlen wir die waffenschutz-initiative besser schnell weg...! Antworten


Peter Solenthaler

29.05.2009, 08:50 Uhr
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Von 1500 Suiziden im Jahr werden 260 mit Schusswaffen begangen? Fraglich ist nur, wieviel von den 90 Selbstmorden, die mit Schusswaffen begangen wurden, könnte dank stärkerer Waffenkontrolle verhindert werden? Wahrscheinlich gar keine; vielmehr suchen sich dann Leute, die ihr Leben beenden möchten, eine andere Möglichkeit es sich zu nehmen. Dabei stehen ja beinahe unbegrenzte Möglichkeiten offen. Antworten


Christian Ruhstaller

29.05.2009, 08:47 Uhr
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Suizid ist zwar nicht unbedingt mit dem Trieb fürs Überleben vereinbar, doch ist es sicher moralischer, als Leute daran zu hindern ihren freien Willen auszuführen und aus dem Leben zu scheiden. Wenn ein Mensch dazu gezwungen wird, sein Leben zu leben, ist irgendwas mit unserer freiheitlichen Auffassung falsch. Antworten


Marc Baumann

29.05.2009, 08:43 Uhr
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Wieviele von diesen 90 Suiziden ohne verfügbare Dienstwaffe auf andere Weise trotzdem begangen worden wären, ist schwer abzuschätzen. Ich bin mir jedoch ziemlich sicher, dass der grösste Teil andere Mittel finden würde. Der Nutzen aus einem "Einzug" der Dienstwaffe wäre also bestenfalls unsicher. Der damit verbundene Vertrauensentzug ggü. dem Bürger wiegt für mich schwerer. Antworten


Stephane Landolt

29.05.2009, 08:38 Uhr
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Wenn jemand suizid begehen will, gibt es vermutlich 1000 verschiedene Gegenstände in einem Haus, welche es möglich machen. Da ist das Sturmgewehr nicht weniger schuld als ein Seil oder ein Brotmesser. Immer den Schusswaffen die Schuld zu geben ist einfach lächerlich. Übrigens finde ich es nicht richtig, dass auf dem Bild ein völlig falsch gelagertes Sturmgewehr abgebildet wird. Verschluss offen! Antworten


Kurt Schmid

29.05.2009, 08:28 Uhr
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Sind die Waffen das Problem oder unser Unvermögen unser Leben im Einklang mit der Natur und uns selbst zu leben? Unsere Gier bringt uns um, nicht die Waffen. Antworten


Kurt Schmid

29.05.2009, 08:27 Uhr
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Was war zuerst das Huhn oder das Ei. Begeht jemand Suizid weil er eine Waffe hat oder nimmt er eine Waffe die relativ sicher zum Ziel führt wenn er Suizid begehen will. In er Schweiz ist Suizidrate hoch, aber auch Drogenmissbrauch (Alkohol) ist Weltspitze und bei den Psychopharmaka sind wir ungeschlagen Weltspitze. Antworten


Sybille Meier

29.05.2009, 08:20 Uhr
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Interessant wäre ein Vergleich mit Japan - keine Waffen im Volk (strengere Gesetze als Grossbritannien und Deutschland zusammen) und doch am meisten Suizide - wohl doch eher ein Gesellschaftsproblem als ein Waffenproblem? Und vielleicht im gleichen Atemzug noch die hohen Brücken, Gewässer und Züge verbieten? Sympton- statt Ursachenbekämpfung und vor allem Wahlkampf nennt man das. Antworten


Paul Reinmann

29.05.2009, 08:17 Uhr
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Es stellt sich die Frage, ob es überhaupt eine Rolle spielt wie sich jemand selbst umbringt. Ich glaube kaum, dass sich jemand davon abbringen lässt wenn er nicht zu einer Schusswaffe greifen kann.... Antworten


Urs Meier

29.05.2009, 08:06 Uhr
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Da versucht man wieder einmal das Flamen Inferno nur an der Spitze zu löschen, anstatt am Flamenherd... Man setzte sich doch einmal in Zürich am Paradenplatz auf ein Bänkchen und studiere die Leute... Antworten



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